WMDEDGT 10/18

Frau Brüllen fragt jeden 5. des Monats: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Alle anderen Mit-Tagebuch-Blogger findet man hier.

5:00 Uhr: ich hab die Nacht für beendet erklärt. Alle 20 bis maximal 30 Minuten wach, abwechselnd frieren und schwitzen (Wärmeunterbett war auf voller Stufe und damit zu warm und ohne Decke wars kalt und runterschalten – da hab ich irgendwie erst um halb fünf dran gedacht), extrem unruhig und um mich tretend (auch hier erst weit nach dem aufstehen dran gedacht, dass ich ja die Bedarfsmedikation gegen RLS (Restless Legs Syndrom) nehmen hätte können) und eigentlich durchgehend genervt gewesen.

Von den Panikattacken mit erstmal CPAP-Maske vom Kopf reissen und 3 mal auf Toilette gehen müssen mal abgesehen.

Da Buchbinderei heute leider ausfällt, steht gar nicht so viel auf dem Programm: mittags Betreuungstermin und später dann Treffen mit MissMutig und ich muss dringend Brot kaufen. Also eigentlich alles eher überschaubar.

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Wer das ganze Gesundheitliche (Montag ist Termin in der Endorkrinologie und daher geht es die nächsten Stunden um Nebenniereninsuffizienz) überspringen möchte, liest bitte erst ab 10 Uhr weiter 😉 )

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6:00 Uhr: Dummerweise war die Nacht nämlich selbst gemacht. Denn als ich meine Morgenmedis nehmen wollte, sah ich, dass ich meine gestrigen Abendmedis vergessen hab. Was mir höchstens alle 2-3 Jahre mal passiert – wenn überhaupt!

Also Morgenmedis eingeworfen, mich Angefangen um den Ausdruck der Vortragsfolien gekümmert, die ich am Montag meiner Endokrinoloin mitbringen wollte, weil sie tatsächlich zwei neu entdeckte Zusammenhänge meiner „Nebennieren-Krisen“ (ich seh sie ja nicht wirklich als Krisen, sind nicht ernst, nur unangenehm und wenn ich meine Hydrocortison-Tablette einwerfe auch schnell im Griff, aber dort nennen sie sie halt so) erklären und mir tatsächlich etwas bewusster gemacht hat, dass eben nicht alles „psychisch“ ist, wenn Reizdarm oder auch körperliche Erschöpfung/Schlaffheit/nichts geht mehr sich melden.

Auch wenn ich da wirklich noch sehr an mir arbeiten muss, dass ich nicht immer nur „alles nur psychisch“ denke. Und ja mir ist die Ironie zum Blogtitel bewusst.

Jedenfalls – Medis sind drin, gefrühstückt wurde auch, mit den Bonsai-Tigern wurde ausgiebig gekuschelt (man merkt, dass es doch kälter ist draußen, da kleben die fast ständig an mir) und die Übelkeit wird – dank geplant reduzierter Dosierung des Antibiotikums – hält sich jetzt auch in Grenzen und lässt sich bei entsprechender Ablenkung auch ausblenden.

9:30 Uhr: Der Ausdruck ist fertig, die Links der zwei anderen Vorträge erstmal notiert und mich nochmal ausführlich zu einem anderen Hydrocortison informiert, dass man nur einmal am Tag nehmen müsste. Das stand schon länger auf der To-Do-Liste, da das für die Tage, an denen ich mittags auch unterwegs bin, deutlich besser wäre, da ich da mittags große Probleme hab das irgendwie zu mir zu nehmen.  Allerdings hatte ich da bisher nur sehr wenig Infos.

Ja es wäre schon toll, vor allem wenn ich unterwegs bin. Ich würde es auch sehr gerne probieren. Wobei zwei Fragen noch offen sind: kann man es einfach mit einem anderen Präparat mischen (also Di und Mi das eine und sonst das andere, bisher fand ich nur Infos, dass man bei situationsbedingter Erhöhung ein anderes, schneller wirksamens, zurückgreifen kann) und ob es überhaupt von meiner Praxis verordnet wird (da schon deutlich teurer ist als das andere und nicht so verbreitet, deshalb wäre mir das „mischen können“ auch wichtig).

Trotzdem – ich würde es schon gerne ausprobieren und werde das entsprechend am Montag auch ansprechen.

10:00 Uhr: Ich freu mich auf das  Treffen mit MissMutig heute und überlege, ob ich vorher noch eine Pokemon Go Runde mache. Also eine größere. Oder eventuell sogar eine kleine Radrunde.  Darauf hätte ich echt Bock. Entscheiden werde ich das wohl nach dem Betreuungstermin, der ist zwar heute nur kurz (1 Stunde) und damit sollte es aucch nicht groß zu viel sein, aber einschätzen kann ich das noch nicht.

Ist halt immer noch ein Kennenlernen des neuen Betreuers.

13:00 Uhr: eine Stunde durch die Wohnung gewirbelt, den Balkon unter Wasser gesetzt (da ist mir in letzter Zeit leider einiges vertrocknet, mal schauen, was sich noch erholt), gedüngt und Gießkannen gefüllt und dann den Betreuer in den Urlaub verabschiedet.

Eine Urlaubsvertretung gibt es sogar – jemand der ganz neu ist und wohl nicht gut deutsch spricht, aber alles versteht.  Mal schauen wann der sich meldet, dann werde ich nächste Woche mal einen Kennenlern-Termin (und irgendwas unterwegs erledigen) machen und dann entscheiden, ob auch Wohnung mit ihm geht.

Ich schwitze heute extrem, obwohl jetzt nur 21 Grad in der Wohnung sind und das heute früh definitv weniger war. Selbst die Haare sind nass, daher nochmal unter die Dusche bevor ich dann losfahre.

17:45 Uhr: seit gut einer Stunde wieder da. Leider scheiterte dass Treffen mit MissMutig daran, dass sie notfallmäßig eine Zahnop hinter sich bringen musste. Die Arme hat aktuell aber auch wirklich viel Pech.

Ist aber vielleicht insofern gut, weil ich mich offensichtlich erkältet hab und sie so zumindest nicht anstecken kann.

Also nur eine kleinere Pokemon Go Runde,  als Angsttraining noch einen Raid mitgenommen, das Brot gekauft und danach wieder nach Hause.

Im Ofen schmurgeln Ofenkartoffel, die jeden Moment fertig sein müssten.

19:00 Uhr: gut gespeisst, während ich Quizsendungen geschaut hab, scheint die neue Abendroutine zu werden. Die nächste Quizsendung (und letzte für mich heute) läuft grade und dann geht es ins vorgewärmte Bett – wobei ich nicht so genau weiß, ob ich das heute will – vielleicht sollte ich lieber das Wärmeunterbett aus und das Fenster auf machen. Kann ich ja immer noch.

Außerdem noch einen Anruf bekommen – ich treffe mich nächste Woche nach der Physio also mit der Urlaubsvertretung, von der ich weder den Namen, noch Aussehen, noch Automarke weiß – wird also – interessant. Den Namen hatte mir mein Betreuer zwar genannt, aber den hab ich nicht wirklich verstanden und vergessen.

Computer mach ich jetzt dann aus, kurz nach 20 Uhr wander ich über bettfertig machen Richtung Bett und werde da noch gemütlich lesen.

20:00 Uhr: das Computeraus verzögerte jetzt doch noch das eine oder andere nachlesen von Beiträgen. Jetzt aber – Richtung Bett, Bonsai-Tiger versorgen und dann nur noch lesen, bis mir die Augen zufallen.

Nachtrag:  ja soweit zur Planung, extreme Unruhe in den Beinen trieb mich sehr schnell wieder aus dem Bett. Also im Internet nach neuen Gestaltungsmöglichkeiten für Schmuckpapier gesucht, da das geplante ja mangels „Zutaten“ nicht umsetzbar ist. Dabei auch etwas die Zeit übersehen.

Um 23 Uhr startete ich dann den nächsten Versuch, aber auch die Bedarfsmedikation half nicht wirklich und ich trat permanent um mich bis ich es gar nicht mehr aushielt. Mit sehr schlechtem Gefühl gegen kurz nach eins nochmal Bedarf nachgenommen (bisher war das nie nötig und wenn man zuviel nimmt, kann es das Restless-Legs-Syndrom verstärken).

Gegen zwei konnte ich dann auch einschlafen.

 

 

 

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