Montag

Eigentlich startete ich soweit ganz gut in den Tag, alles gemütlich und ruhig.

Bisschen Computerkram und dann stricken, nebenher lief ne „neue“ Serie (also neu nicht, hab ich früher oft gesehen, aber nie wirklich in der Reihenfolge).

Innerhalb von 2-3 Minuten war das nicht mehr möglich – weil ich Sehstörungen bekam. Augenflimmern, blinde Flecken usw – die immer mehr wurden. Ich sah weder meine Maschen, die zu stricken wären, noch konnte ich was lesen. Bewegte Bilder waren noch schlimmer, da war gar nichts mehr zuordenbar.

Also erstmal Augen zu, runterfahren, zur Ruhe kommen, wobei ich ja eh das Gefühl hatte schon ruhig zu sein. Half auch nicht wirklich.

Nach einer Stunde dann versuchte ich mal den Hausarzt zu erreichen, weil leichte Kopfschmerzen dazukamen. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass die eben von den Sehstörrungen kamen.

Der ist natürlich im Urlaub.

Also weiter: abdunkeln, hinlegen, Augen zu, eine Entspannungsübung nach der nächsten. Es wurde minimal besser.

Immerhin war ich ab da dann auch überzeugt, dass es nur die Psyche ist. Bis dahin hatte ich das eher gehofft.

Tja darum ging es dann die nächsten Stunden – Ruhe, Reize (vor allem für die Augen) verringern, Übungen um Kiefer und Nacken zu entspannen (vor allem der Kiefer hatte das nötig) und mit Bonsai-Tiger auf mir bisschen dösen oder ablenken (Musik und Hörspiel hören).

Im Laufe der Zeit wurde es dann zunehmend besser und nach gut 3 Stunden war der Spuk vorbei, nur die leichten Kopfschmerzen blieben.

Nachher lass ich mich vom Betreuer einsammeln, bisschen ungut, weil wir die Zeit eigentlich hier in der Wohnung bräuchten, aber ist nun halt so. Wir müssen Rezepte einlösen, das hatte ich letzten Donnerstag vergessen, und da der Betreuer heute eigentlich auch nochmal 2 Wochen Medis stellen wollte/sollte, brauchen wir die.

Leider hab ich auch vergessen in der Apotheke anzurufen – also hoffe ich einfach, dass alles da ist. Zur Not müssen wir Mittwoch nochmal „nachstellen“.

Wird schon werden.

Morgen dann wieder Thera, mit hoffentlich-vielleicht das erstmal letzte Mal mit Traumaexposition. Damit sind dann hoffentlich die Situationen wieder so weit eingetütet, dass sie den Alltag nicht mehr mehr als sonst beeinflussen.

 

 

 

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