Thera heute

Bin einfach frustriert. Stehe mir selbst im Weg, verstricke mich in Täterintrojekte und alles blockiert.

Grund: Tränen da – aber kein „Grund“ – kein Gefühl dazu oder wissen warum oder sonst was. Damit ist es natürlich ein „no-go“.

Tränen sind ja MIT Grund schon schwierig und höchstens mal 1-2 Tränchen. 

Ohne gibt es keine Chance. Statt sich davon zu lösen, verstricke ich mich dann immer mehr darin.

Denn die Hilfe des Therapeuten würde ja noch mehr Tränen bedeuten (weil es ja das ist was ich mir eigentlich wünsche – das zulassen können und nicht immer nur innerlich drin ersaufen), aber die dürfen ja nicht – also ist eins der ersten Sachen, die dann laufen – ihn rausschmeissen.

Bald geht es im Strudel immer tiefer – zum „darf nicht“ kommen „verdienst du nicht“ und „bist eh nur selbst schuld“ und irgendwann ist es dann quasi auch egal, was der Thera sagt, weil alles durch diese schwarze Täterintrojekt-Brille ankommt.

Das merke ich, krieg es aber nicht gestoppt, dazu kommt dann die Verzweiflung, weil ich es einfach nicht in den Griff kriege, ich ja grade wieder in Tränen ertrinke und verzweifelt dran denke, dass das bedeutet, da ich mit dem inneren Chaos und toben, brüllen und brodeln wieder eine Woche irgendwie klar kommen muss.

Wieder eine Chance verbasselt hab. Obwohl so dringend ein Ventil nötig wäre.

Ein Ort an dem Tränen, Gefühle, Flashbacks und Co – auch sein dürfen – und damit dann auch der Druck weniger wird.

Stattdessen also wieder die alte Leier, das Gefühl eh keine Chance gegen den ganzen Täterintrojekt-Scheiss zu haben. Das Gefühl, da da ein Anteil übernimmt, der im alten verhaftet ist und den das aktuelle nicht interessiert.

Feindliche Übernahme, hat das vor sehr sehr langer Zeit mal jemand genannt. Heute fühlte es sich so an.

Hilfe ist da, ich krieg sie nur nicht angenommen. Weil sie könnte ja helfen was zu verändern. Das, was ich ja will – ohne eigentlich oder vielleicht oder irgendwann. Nur dass das dann nicht mehr zählt – gegen die Täterintrojekte komme ich dann nicht mehr an und die übernehmen.

Frust. Ohnmacht. Verzweiflung. Resignation.

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