WMDEDGT 07/18

Es ist wieder der 5. des Monats und Frau Brüllen fragt: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“

Ich stecke ja mitten in Traumaexposition und bin entsprechend dünnhäutig und angeschlagen.

7:00 Uhr: der Wecker klingelt – ausnahmsweise mal zu früh für mich, nachdem die letzte Nacht erst sehr spät begann und nicht grad erholsam war.

Da mir aber gestern der Zusatzstundenbetreuer geschrieben hat, dass er nicht um 8 da sein kann, weil er das Auto erst um 8 abholen könnte, hab ich tatsächlich 3x die Snooze-Funktion genutzt.

7:15 Uhr – ich setze mich auf und versuche wach zu werden

7:25 Uhr – es klingelt. Die Leute vom Bestattungsunternehmen wegen des Schlüssels. Gestern hatte ich ihnen den der Garage gegeben, weil sie in der Nachbarwohnung die Küche einbauen wollten – und die stand halt in der Garage. Abends sollte der Schlüssel im Briefkasten sein – war er aber nicht. Deshalb wollten sie mir heute zeigen wo sie ihn eingeworfen hatten. Übrigens in meinem Briefkasten – da ist nur so eine Kante, auf der er liegen blieb und somit nicht „auffindbar“ war.

Danach Bad und ein Versuch zu frühstücken (Toast verbrannt und Wassermelone irgendwie auch zu viel), nebenher mails, Blogs, Twitter und Co nachlesen.

8:05 Uhr – ich sollte mich langsam mal fertig machen. Auf dem Plan steht der Großeinkauf mit dem Zusatzstunden-Betreuer und ich hoffe wirklich, dass ich das auf die Reihe kriege. Immerhin hat mein eigentlicher Betreuer angeboten sich mit ihm mal zu unterhalten – vielleicht wird es dann für mich besser.

8.35 Uhr – erst kam er nicht ans Auto, dann sprang dieses nicht an. Grade kann die Nachricht, dass er jetzt losfährt und ich hab Schiss, dass er den ganzen Stress bei mir ablädt, weil es Probleme hat zu spät zu kommen. Er ist eh schon so unsicher.
Mal schauen.

Kurz vor neun fahren wir los. Heute  ist Großeinkauf geplant – viele Läden. Mit ihm lief es heute etwas besser.

14 Uhr: Kurz nach 12 war ich wieder zu Hause. Körperlich absolut am Ende, Schmerzen aus der Hölle und der Kreislauf ist auch irgendwo auf der Strecke geblieben. Also erstmal nur hinsetzen, was trinken.

Irgendwo hab ich heute mehr ausgegeben als geplant. Weiß aber nicht wirklich wo oder was. Erinner nur die Erdbeeren, aber der Betrag ist deutlich höher. Hmm. Ist jetzt halt wie es ist.

Hab mir was zu Mittag gemacht – mein erster Burger-Versuch, geschmacklich nicht schlecht – organisatorisch definitiv verbesserungswürdig. Zum Nachtisch gab es Erdbeeren.

Der Körper streikt immer noch. Weggepackt sind nur die Kühlschrank- und Tiefkühlsachen, der Rest geht grad nicht. Vielleicht nach einer Pause. Vielleicht liegt es – wieder mal – auch an zu wenig Cortison. Werde ja sehen ob die Tablette wirkt.

Ich bin unglaublich müde. Dadurch, dass wir erst eine Stunde später los sind, waren wir halt auch dann in den Läden, wenn eh schon viele da sind. Bin immer wieder überrascht wie sehr man diese Stunde merkt. Auch unter der Woche.

Ansonsten war es halt viel funktionieren. Vermutlich ist das das, was es so anstrengend macht. Da heute aber eh nichts mehr geplant ist, ist das auch ok so.

Also bequem in die Hängematte legen und schon bald kommt einer der Bonsai-Tiger an. Das Schnurren im Ohr spüre ich der Vibrationen nach, finde immer wieder überraschend wie weit diese greifen in mir – wenn ich es zulasse.

17:30 Uhr – bin dann doch eingeschlafen.  Immerhin hat sich der Körper damit dann endgültig beruhigt. Nur der Kreislauf ist noch

Ich esse die restliche Wassermelone und versuche etwas wacher zu werden.

19:00 Uhr – hab so vor mich hin gewerkelt – mich um aktuelle Produkttests gekümmert (vor allem bei einem gibts Probleme und so gibt es schon seit zwei Tagen Kommunikation mit dem Verkäufer/Hersteller, wobei wir jetzt eine Lösung gefunden haben), mich zu einem bevorstehenden Test etwas eingelesen und dann noch mit jemanden hin und her geschrieben, der ein eingestelltes Produkt von mir kaufen will (hoffe ich), aber bisher keine Zahlung ankam (obwohl laut ihm schon letzte Woche überwiesen) – hmm.

Bin da ja skeptisch, weil er letztes schon meinte, dass er davon ausging, dass ich das Päckchen schon längst losgeschickt hätte (also vor möglichen Zahlungseingang oder -nachweis).

War definitiv zu viel Kommunikation für heute – bin heute nicht menschentauglich.

Also werde ich jetzt sämtliche Technik aus machen. Das hab ich die letzten Tage und Wochen etwas schleifen lassen.

Zwei Stunden technikfreie Zeit vor dem Schlafengehen verhilft mir zu einem besseren Schlaf. Und der ist definitiv verbesserungwürdig.

Also werde ich jetzt den Abend einläuten und einen gemütlichen Leseabend starten.

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