WMDEDGT 06/18

Frau Brüllen fragt wieder in die Runde: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ und sammelt die Mit-Tagebuch-Blogger hier.

zwischen 5 und 7 Uhr: ich wälze mich unruhig im Bett hin und her, zu müde zum aufstehen, zu wach um zu schlafen. Zwischendrin versuche ich die Katze daran zu hindern, dass sie sich durch ihren Kuschelsack und  Kuschelkissen zu graben, denn dummerweise liegt meine Hand da drauf und ihre Krallen sind spitz.

7 Uhr – kurz vor sieben quäl ich mich dann doch aus dem Bett, scheuche die Bonsai-Tiger ins Wohnzimmer, husche selbst ins Bad und hole danach mein Fühstückszeug und verkrümmel mich in der Hängematte.

8 Uhr: Mails, Blogs und Twitter und noch die eine oder andere Seite nachgelesen, nebenher gefrühstückt (mal wieder in arg langsam, weil übel und so) und viel mehr hab ich noch nicht geschafft.

Achja – und grade eben um 8.05 Uhr festgestellt, dass ich nicht, wie bisher gedacht, gleich los muss, sondern mich um eine Stunde vertan hab – also noch genug Zeit.

9 Uhr: mit Vodafone telefoniert. Zweimal. Mein Vertrag läuft zwar erst seit dem 30., aber bisher war es mir nicht möglich mich online zu registrieren. Ich darf immer alle Daten eingeben (und jedesmal neu grummel), das dauert so 2-3 Minuten und dann auf der letzten Seite kommt dann eine Fehlermeldung, mit Bitte es später nochmal zu versuchen.

Bin dezent genervt. Immerhin weiß ich jetzt: die haben einen Fehler im System, der ist bekannt, wann er aber behoben sein wird ist unbekannt. Und er betrifft auch die App.

So langsam muss ich mich jetzt aber fertig machen, um halb werde ich abgeholt. Geht zur Thera, die ja heute eine Stunde später erst startet. Heute auch ausnahmsweise ohne Fahrrad. Die letzten Wochen hab ich ja erst das Rad geholt und bin dann damit zur Thera gefahren und danach eben nochmal etwas Rad gefahren bevor ich das wieder abgestellt hab und nach Hause fuhr.

Aber ich hab mich für heute dagegen entschieden. Der Körper sagt sehr klar: Stopp. Also Ruhe und die Sporteinheit zu Hause machen, da kann ich dann jederzeit aufhören. Mit dem Rad muss ich dann ja doch immer noch wieder da hin wo es eben hin muss. Was fast zwangsläufig dann wieder eine körperliche Überforderung zur Folge hätte.

Selbstfürsorge ist heute also angesagt.

14 Uhr: wieder zu Hause und völlig im A. Thera heute war sehr sehr anstrengend und mühsam heute. Danach wollte ich noch Zitronengras kaufen, in der Hoffnung dass ich das mit eiskaltem Wasser wieder als Getränk etablieren kann.

15:30 Uhr:  Ich schrieb die obligatorische Mail an den Thera und versuche jetzt die Augen offen zu halten. Therapie ist zur Zeit sehr kraftraubend und intensiv. Also werde ich jetzt die ein oder andere Folge einer Serie schauen und bisschen Bonsai-Tiger-Kuscheln.

16:45 Uhr: Immerhin immer noch wach, Bonsai-Tiger haben nach letzter Woche hohen Kuschelbedarf, was aktuell selbst bei dieser Hitze ok ist. Zwischendrin hab ich mich um den einen oder anderen Produkttest gekümmert.

Vodafone hat mich übrigens grade eben doch registrieren lassen, bin noch ganz überrascht.

19:15 Uhr: Leider klappt Trinken heute gar nicht. Das ist schon seit ner Weile ein Problem, immer ein Zeichen, dass das Thema „Mutter“ zu weit im Vordergrund steht. Ist leider nicht das einzige Symptom. Wie auch immer – heute klappt selbst Flüssigkeit löffeln kaum und nur über Obst reicht es nicht den Bedarf zu decken.

Also werde ich nachher noch ein Süppchen probieren und die restliche Melone essen.

Da ich da ja heute gekniffen habe, hab ich auch noch eine mail an den Thera geschickt, dass wir nächste Woche dringend schauen müssen, dass wir das wieder etwas eingetütet kriegen. Die mail ist quasi Vorsorge – ich hab jetzt eine Woche um das selbst in den Griff zu kriegen und wenn das nicht klappt, muss ich das eben dort klären.

Grade bei diesem Wetter ist das mit dem nichts getrunken kriegen gar nicht gut und ungesund.

Ansonsten steht heute nicht mehr viel auf dem Plan: Melone, wenn es klappt ein Süppchen und noch etwas lesen.

21:45 Uhr: das mit dem Tuch hat mir keine Ruhe gelassen, also mal nach Stoffen geschaut und einen hellblauen Jersey (der hat damals nicht zum gemusterten gepasst) und den Rest eines alten Leinen-Bettlakens gefunden. Mich dann fürs Bettlaken entschieden, weil der Jersey ja dehnbar ist und ich nicht weiß, ob das dann gut ist oder eben zu „nachgiebig“.

Leider war der Lakenrest zu kurz – also längs halbiert und aneinander genäht und weil ja Nähmaschine her- und wieder wegräumen so viel Zeit braucht, eben mit der Hand genäht. Und ja – ich weiß, dass das ein vielfaches an Zeit braucht.

Aktuell ist es nun fertig zugeschnitten, ich hab mich doch für doppelte Lage und somit verdeckte Nähte entschieden und da ich mein Maßband nicht fand, dann alles mit Zollstock und Bleistift markiert, sogar die Nählinie (damit das ja grade wird – Monk halt) und weil Bügeleisen herräumen ja wieder zu umständlich ist, das ganze von Hand mit zwei groben Nähten fixiert – und ja – auch hier ist mir klar, dass bügeln sehr sehr sehr viel schneller und einfacher gewesen wäre.

Morgen nähe ich dann nun die sehr sehr lange Naht (dürften so 2,5 Meter sein und hätte ich die doofe Nähmaschine rausgeräumt, wäre ich schon vor Stunden fertig gewesen und jetzt schlafend im Bett oder so.

Aber jetzt bleib ich bei von Hand genäht.

Es gab natürlich weder Süppchen noch Melone, wobei ich letzters jetzt noch nachholen werde und dann hoffentlich bald schlafen kann – trotz Kopfschmerzen. Vielleicht auch noch ein Wassereis oder so – wobei das jetzt auch nicht groß Flüssigkeit bringt.

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