es ist wie es ist

Nach außen hin klappt alles, auch das Funktionieren und im Moment ist es auch eher eine Flucht ins Funktionieren. Denn da geht es mir dann auch gut.

Und vor allem muss ich mich nicht damit beschäftigen, was grad in mir arbeitet.

Es arbeitet und wütet und tobt ganz gewaltig in mir. Was jetzt nichts neues ist oder ungewöhnlich, immerhin arbeiten wir in der Thera auch grade sehr intensiv.

Von daher ist es kein Wunder, dass da innerlich Themen wüten.

Es ist auch nicht so, dass es mir grad schlecht geht, denn dafür dass da grad so viel tobt, geht es mir wirklich gut. Ich bin irgendwie zweigeteilt.

Der eine Teil weiß grad nicht so genau wo und wie und was und ist auch oft in diesen inneren Kämpfen verstrickt. Manchmal fast das Gefühl als wäre dieser Teil fast ständig in Flashbacks oder Täterintrojekten gefangen.

Aber alles hinter einer Tür versteckt – denn der andere Teil – der macht und tut und funktioniert. Nicht weil er das muss, sondern weil es fast eine Flucht ist – weg von dem anderen Teil, weg von den inneren Kämpfen.

Das klappt auch soweit gut, solange ich Ablenkung habe. Dann scheint es nur diesen funtionierenden Teil zu geben, dem es auch gut geht dabei.

Es ist nicht ein „muss halt“, sondern eine Flucht, ein wollen auch, eben auf das außen konzentrieren um mich nicht mit dem Innen beschäftigen zu müssen.

Denn das – das gehört in die Therapie. Da brauch ich Unterstützung um mich darin nicht zu verfangen und verirren.

Von daher ist das grad auch gut so.

Trotzdem gibt es diesen anderen Teil halt auch und mir ist klar, dass das auf Dauer so nicht weiter gehen kann. Dass das, wenn ich das nicht in der Thera dann auch anschaue – eskalieren könnte.

Also ist auch klar, was wir morgen in der Thera machen werden.

Damit es mir eben weiter gut geht. Und eben nicht in einer Krise endet.

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