dies und das

Pfingsten. Ist irgendwie an mir vorbei gegangen.

Jetzt  bis Donnerstag erstmal wieder zu Hause – was insofern gut ist, weil die eine Katze ihren Unmut wieder mit Unsauberkeit kund tut. Nicht schlimm, weil ich darauf vorbereitet war, aber so kann die nächsten Tage wieder etwas Ruhe einkehren.

Ansonsten war heute ein voller und auch schöner Tag. Viel Zeit und „Die Wüste lebt“ mit dem Junior geguckt, dann zu K. seinem Geburtstags-Kaffee-und-Kuchen und im Anschluss hab ich noch MissMutig getroffen.

Heute wird nicht mehr viel laufen – Sachen auspacken und dann geht es auch schon ins Bett – noch etwas lesen und dann hoffentlich bald schlafen.

Morgen geht es erst zum Fahrrad, damit dann zur Thera, danach mit dem Fahrrad zur Werkstatt, in der es dann hoffentlich die neuen Reifen bekommt.

Eventuell bekommt es auch da schon den neuen Lenker, ansonsten Ende der Woche – das trau ich mir selbst zu zu montieren.

Ich freu mich irgendwie drauf – so anstrengend es körperlich auch noch ist, es macht Spaß – vor allem genieße ich diese Freiheit, die Mobilität, das eben auch mal wo alleine hin kommen – auch wenn es noch ein sehr kleiner Radius ist. Es hat was von „Welt erobern“-Gefühl.

Das kann man nur nachempfinden, wenn man die Einschränkungen in der Mobilität über so viele Jahre eben selbst kennt. Dass es eben nicht mal eben möglich ist zum Laden zu gehen um einen Liter Milch zu holen – auch wenn der Laden nur 100 Meter entfernt liegt.  Oder eben jeder Einkauf sehr sehr genau geplant werden muss, weil es nur in Begleitung geht und selbst wenn dann mal ein kleiner auch alleine schaffbar wird – ich da ja auch irgendwie hin und zurück kommen muss.

Da kommen dann psychische und körperliche Einschränkungen zusammen, die eine unüberwindbare Hürde darstellen. Und zumindest die körperlichen Einschränkungen werden durch das Rad ein bisschen weniger.

Auch wenn es auch hier grad mal in einem Umkreis von vielleicht einen oder zwei Kilometer klappt – wenn es vorher nur 400-500 m waren – ist das wirklich was besonderes.

Mir ist durchaus klar, dass das trotzdem noch nicht wirklich mobil ist – aber es ist ja auch erst ein Anfang. Und immerhin klappt das mit dem Straßenverkehr deutlich schneller als ich erwartet hab – und ich bin mir sicher, dass ich das – im Laufe der nächsten Wochen – eben auch meistern kann.

Es schaffen kann! Das ist ein unglaublich tolles Gefühl.

Im Moment möchte ich mich da auch noch nicht mit beschäftigen, dass ja der nächste Schritt – ein Elektro-Dreirad – in sehr sehr weiter Ferne liegt. Dass das finanzielle Rahmen sprengt und nichts ist, was man „halt nur planen müsste“.

Ich möchte da grad keinen Dämpfer, sondern einfach nur diese – wenn auch sehr kleine – Freiheit genießen.

Im Herbst werde ich mit MissMutig mal in ein Dreirad-Center fahren und erst dann brauch ich mir einen Kopf machen, wie es vielleicht doch irgendwann realisierbar werden könnte. Erst dann hab ich konkrete Preisvorstellungen von dem was eben nötig ist (großes Gewicht, doch sehr steile Steigungen, auch über mehrere Kilometer usw).

Bis dahin möchte ich einfach schauen wie weit ich eben auch so komme. Und wie weit ich den Umkreis noch erweitern kann.

Nach Hause zu mir ist völlig unrealistisch. Das ist selbst für sehr sportliche und fitte Menschen eine Herausforderung (machbar, aber eben nur durch viel Training und Konsequenz – allein ein 3-Gang-Rad würde da schon für die ein Problem sein). Aber vielleicht – oder eher sicher – schaffe ich es in der Stadt den Umreis zu erweitern und wenigstens die kurzen oder nicht so steilen Steigungen, die es da ja auch massenhaft gibt – mit bewältigen können.

 Aber vor allem auch wieder einen Bewegungsspielraum ohne Begleitung gewinnen – bisher war ohne Begleitung kaum was möglich. Ich hoffe, dass sich auch da dann im Laufe der Zeit einiges tut und vom Fahrradfahren auch auf andere Bereiche überträgt.

Auch wenn ich mich da tierisch übers Ohr hauen hab lassen, überwiegt mittlerweile die Freude über das Rad und die Möglichkeiten und dieses Gefühl von „Freiheit“ – den Ärger. Es war definitiv eine der besten Entscheidungen in den letzten Monaten/Jahren.

Und wer weiß – irgendwann ist es vielleicht auch als Elektro-Dreirad möglich – dann würde ich tatsächlich wieder unabhängig mobil sein können. Nicht von heute auf morgen und sicher erstmal auch wetterabhängig, aber ich bin mir sicher, dass das klappen kann – und wird.

Allein der Gedanke lässt schon fast euphorisch werden.

So genug vom Rad.

Gleich noch auspacken, Bonsai-Tiger-Kuscheln, lesen und Bett.

Morgen dann wieder Thera – die ist zur Zeit ja auch immer sehr intensiv.

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