WMDEDGT 02/18

Am 5. des Monats fragt Frau Brüllen in die Runde: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

5:00 Uhr: die Natur ruft und so husche ich ins Bad. Danach stelle ich fest, dass ich nicht mehr einschlafen kann und starte die Morgentroutine: Medis nehmen (hab sogar daran gedacht das Schildrüsenmedikament nicht zu nehmen – wegen Blutabnahme heute), kurz Handy checken, Bonsai-Tiger versorgen und ins Wohnzimmer schicken, Bad und Frühstück richten. Heute dann den Schweinebraten von gestern fein schneiden und aufs Brot.

5:15 Uhr: im Wohnzimmer dann erstmal Handynachrichten lesen (tja bin ja gespannt ob die eine den Wasserkocher nun will oder nicht – immerhin hat sie für heute abgesagt und will jetzt doch überweisen – ich bin also gespannt), danach Blogs, Twitter und Co nachlesen, kurz versucht den Abholtermin um 10 Minuten zu verschieben (damit ich dann vor der Buchbinderei nicht so lange warten muss, hatte ja Wasserkocherübergabe eingeplant gehabt), nachdem nicht klar war, wer mich abholen sollte, hab ich es dann doch bei der ursprünglich ausgemachten Zeit gelassen.

Außerdem gefrühstückt und die neuen 7 Lieder auf den mp3-Player gepackt – da hatte ich gestern schon die Noten in Heftform ausgedruckt um mich heute dann im Wartezimmer mit dem Lernen der Lieder beschäftigen zu können, zumal ich sie heute abend können sollte (vor allem eben die kniffligen Stellen muss ich mir da genauer anschauen und überlegen wie wir das als Gruppe singen). Heute Abend ist Probe und leider hat die dritte im Bunde sich – wieder mal – nicht gemeldet, so dass ich gar nicht weiß ob sie nun kommt oder nicht.

Gestern hatte ich ja eine mail von der lieben A. im Postfach, dass sie vermutlich ab März nochmal für ein halbes Jahr hier in die Stadt kommt und ich freu mich riesig drüber – vielleicht kann ich sie ja auch überreden im März beim NF mitzumachen (hängt vermutlich davon ab, wann sie wirklich kommen wird, da sie vorher noch gesundheitliche Dinge klären muss) – aber ich freu mich einfach wieder mit ihr zu singen und quatschen.

7:00 Uhr: Alle gemütlich nachgelesen, Unterlagen für die Endokrinologie zusammengepackt, Zettel mit Themen, die ich ansprechen will erstellt (heute ja nur Kurzkontakt – also im Labor, wo es jeder* hören kann – das macht es mir nicht grad einfach)

*jeder heißt hier: 2-4 Laborantinnen, 4 Patienten und da die Tür offen ist eventuell auch die, die davor auf den Stülen sitzen. Abtrennung ist nur durch Vorhänge und leider weiß ich, dass man zumindest im Labor von allen Plätzen alles super hört. Ablaufen tut es so, dass ich ins Labor gerufen werde, die Ärztin dazu kommt, nach Stand der Dinge fragt oder was ihr noch so einfällt – eben alles was sie braucht, damit sie entscheiden kann, welche Tests gemacht werden sollen.

Was es mir schwer macht ist, dass reden vor so vielen Menschen schwierig und irgendwie will ich die „akut für 6 Wochen in der Psychiatrie und massiver Gewichtszunahme“ nicht wirklich vor so vielen anbringen. Ist aber leider nötig. Mal schauen – zur Not hab ich einen Zettel vorbereitet, aber ich weiß, dass sie das nicht erst liest, sondern trotzdem alles nachfragt.

7:30 Uhr: aus Kosmetikschwämmchen kleine Scheiben geschnitten. Hab ja wegen immer noch offener Wunde auf dem Nasenrücken (die sich wegen des 2. Versuches mit der neuen CPAP-Maske leider wieder deutlich verschlimmert hat) pappt da ja das Blasenpflaster (die sind dafür übrigens toll). Leider verträgt sich dieses Material nicht mit dem Material aus dem meine Brillennoppels bestehen, so dass es da immer faltig und klebrig wird. Zuhause pack ich einfach einen Taschentuchschnipsel dazwischen, doch außerhalb der Wohnung kommt das nicht so gut. Daher dachte ich an diese Schwämmchen (zumal das das einzige ist, was zumindest eine Ähnlichkeit mit Hautton hat).

Gleich mach ich mich jetzt fertig und dann werde ich auch schon eingesammelt und es geht los für heute.

13:00 Uhr: wieder zu Hause. Bis halb elf war ich in der Buchbinderei und dann ging es zur Endokrinologie. Da hatte ich nur Labortermin mit Kurzkontakt und ich war erstaunlich schnell fertig, nur wenige Minuten Wartezeit – das kenn ich da ganz anders (gehört zur Uniklinik und Wartezeiten sind da eher normal).

Sie hat auch nochmal einiges in Richtung Rheuma abgenommen, hat meinen Wunsch das Metformin abzusetzen (die noch gestellten nehm ich noch) abgenickt und wenn jetzt nichts Auffälliges ist, ist der nächste Termin erst im Juni.

Zwischendrin immer wieder die neuen Lieder angehört und mich mit den Noten beschäftigt – heute Abend sollten die ja sitzen, bekommen hatte ich sie gestern Abend.

Direkt danach gleich bei der Apotheke vorbei gefahren und neben Rezept einlösen mich auch wegen Blasenpflaster und Schutz vor Druckstellen beraten lassen. Mini-Blasenpflaster hab ich gleich mitgenommen (die normalen sind für den Nasenrücken einfach etwas groß, auch wenn diese kleinen jetzt nen Tick zu klein sind, sieht man sie auch nicht auf den ersten Blick), zwei verschiedene andere Produkte hab ich jetzt mal bestellen lassen. So kann es nicht weitergehen und ehrlichgesagt hab ich keine Lust mich weiter mit Slipeinlagen rumzuärgern (da muss ja erstmal ein Taschentuch auf die Klebeseite, damit nichts klebt und dann zugeschnitten und überhaupt und sowieso  funktioniert es auch nur begrenzt).

Vorerst muss ich eh beim Blasenpflaster  bleiben, zwar war es letzte Woche tatsächlich nicht mehr offen, dank Brille und Maske aber bald wieder entzündet und offen. Diesmal also Blasenpflaster bis es wirklich ganz abgeheilt und nichts mehr rot.

Wieder daheim hab ich mich erstmal weiter um die neuen Lieder gekümmert, wenn auch mehr nur anhören und nicht unbedingt die Noten studierend.

Außerdem was gegessen.

16:00 Uhr: der Betreuer kommt und wir machen erst etwas Wohnung und dann kämpfen wir mit der neuen Matratze. Da sollte nämlich ein Matratzenschoner drauf, darüber dann das Wärmeunterbett (das mit 100×200 und Spannbettlakenart natürlich schwer auf eine 120×200 Matratze bleiben mag), dass wir mit so Lakengummis diagonal hoffentlich auf seinem Platz halten (und wir fluchten so manches Mal, weil natürlich dadurch der Matratzenschonergummi sich immer wieder verkrümmelte), darüber natürlich dann ein normales Spannbettlaken.

Dazu muss man wissen, dass Bett steht im Eck des Zimmers – also eine Seite und Kopfseite ist Wand (wobei am Kopf eine kleine Nische ist, in der das CPAP-Gerät steht), am Fußende steht der Kleiderschrank und auf der letzte noch offenen Seite steht ein Ivar-Regal – wirklich zugänglich sind also grad mal etwa 1,20 in der Länge.

Was auch der Grund ist, warum ich den Betreuer gebeten hatte das mit ihm zusammen zu machen – ich hab schon große Schwierigkeiten nur ein neues Laken aufzuziehen, da meine Hände das Gewicht der Matratze nicht mögen. Das war auch in der Klinik so – da war das Bett von allen Seiten zugänglich – seitdem weiß ich auch, dass es nicht nur am „zugestellt“ liegt.

Im Moment scheint es zu halten, der neue Lattenrost kommt Ende dieser oder Anfang nächster Woche – das wird dann die Feuertaufe. Aber zur Not hätte ich noch vier solche Eckgummis für Bettlaken – um auch den Matratzenschoner nochmal zu fixieren oder so.

Gebraucht haben wir dafür ca eine halbe Stunde und ich war einfach nur froh damit nicht alleine zu sein.

18:00 Uhr: der Betreuer geht wieder und ich muss mich erstmal hinsetzen. Schmerztechnisch jenseits von gut und böse ging halt nichts mehr. Immerhin hab ich noch ne gute halbe Stunde bevor es weiter geht.

Heute noch:

18:40 Uhr: werde ich abgeholt und es wäre gut wenn ich bis dahin meine Noten sortiert und eingepackt hätte (was bedeutet, dass ich damit jetzt anfangen sollte). Es geht zu V. und wir werden das Programm für das NF im März festlegen – denn so wie es aussieht, sind wir da doch nur zu zweit. Die Dritte im Bunde hat sich leider nicht mehr gemeldet und wird dann wohl auch heute nicht dabei sein.

Ich hoffe sehr, dass es nicht allzu spät wird, weil ich mittlerweile deutlich merke, dass ich halt schon seit 5 auf bin.

Nachtrag: Die Liedauswahl steht jetzt, wir proben erstmal montags und es war dann doch nach zehn bis ich wieder zu Hause wahr – aber es war schön.

 

 

 

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