Thera heute

Nach Klinikpause und Feiertagen und Urlaub heute der erste Termin.

Irgendwie – eigenartig. Es ging in erster Linie darum, was jetzt so ansteht, wie es weitergehen soll, was für Pläne es gibt – jetzt, wo die Situation ja (zumindest bei diesem Thera) das erste Mal so ist, dass die Fahrtkosten für lange Zeit genehmigt sind.

Und einen ziemlich großen Dämpfer, den ich so nicht erwartet hatte. Unsere Stunden werden bis Mai aufgebraucht sein. Eine Verlängerung sehr unwahrscheinlich (probieren werden wir es, aber eigentlich sind die Stunden ausgereizt).

Theoretisch gibt es diese 2jährige Sperre ja nicht, man muss nur einen Neuantrag, keinen Verlängerungsantrag stellen. Theoretisch. Denn praktisch werden diese Neuanträge meist nicht genehmigt.

Das lässt mein favorisiertes „Bus“-Thema wieder sehr unrealistisch werden. Zumal wir erstmal die letzten Monate aufarbeiten müssen, damit wieder tragfähiger Boden für so ein großes Thema da ist.

Auch klar wurde heute, dass die letzten Monate leider mitnichten hinter mir liegen. Die Verzweiflung, Ohnmacht, Überforderung von damals ist auch heute noch präsent. Was kein Wunder ist – es gab ja nie die Möglichkeit das aufzuarbeiten, sortieren und abzuschließen.

Außerdem ist das auch mit  einem Problem zwischen dem Thera und mir gekoppelt. Das Gefühl, dass es, wenn es mir wirklich richtig schlecht geht, er nicht da ist. Es gründet sich aus unserer Therakrise von vor zwei Jahren, vom Kopf her versteh ich das alles, aber vom Gefühl her ist da einiges zu klären.  Da ist eine Wand zwischen ihm und mir, inklusive einem vermeintlichen Tabu-Themas.

Das ist auch Thema gewesen dann heute. Vor allem gilt zu prüfen, wie viel Realität in den verschiedenen Punten steckt, woher diese Hürden kommen und wie wir die – zusammen – überwinden können.

Der Termin heute zeigte auch, dass ich sehr schnell in einen gefühlsmäßigen Ausnahmezustand gerate – und es einige Sachen der letzten Monate gibt, die eben nicht hinter mir liegen, sondern ein weiter gehen können aktuell stark behindern.

Es war ein sehr emotionaler Termin. Aber wir haben es geschafft immer wieder in die Kommunikation zu kommen, nicht in diesem „Ausnahmezustand“ stecken zu bleiben. Und ich denke es ist auch klarer geworden, was jetzt ansteht. Dass es erst einige Themen gibt, die aufgearbeitet werden müssen, bevor wir ein neues  anfangen sollten/können.

Ich hoffe, dass mich dieses „nur noch vier Monate“ nicht völlig blockiert.

 

 

Dieser Beitrag wurde unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik, Therapie veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.