WMDEDGT 01/18

Frau Brüllen fragt – wie an jedem 5.: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Die Nacht ist – schwierig. Ab 2 Uhr immer wieder wach, ab drei mehr wach als dösend und um halb fünf stand ich dann auf.

So lang blieb ich auch nur im Bett um den Bonsai-Tiger neben mir zu kraulen und nicht zu verscheuchen.

Wie schon gestern ist es schwierig, wenn ich etwas in der Wohnung machen will. Zu viele Ecken und permanentes Verzetteln, was wiederum inneren Druck aufbaut und im Endeffekt in überforderten Halbzusammenbruch endet.

Im Laufe des Vormittags gelang es dann besser früher zu stoppen und Pausen einzulegen – wirklich geschafft hab ich nichts – was echt frustet.

Vor zwei Tagen wurde ich aus der Klinik entlassen – und doch scheint es mir schon so ewig weit weg. Außerdem fiel mir auf, dass ich von den letzten Monaten so gut wie nichts mehr weiß – zum hier nachlesen hatte ich noch nicht den Mut oder die Kraft oder was auch immer – irgendwann dann.

13 Uhr: statt was zu Mittag zu machen, gab es dann doch nur fertige (gekaufte) Waffeln, denn Brot ist auch alle. Aber es war mir einfach nicht möglich was zu machen. Ist jetzt halt so.  Bis Montag gilt irgendwie durchhalten, auf die paar Tage kommt es jetzt auch nicht mehr an.

Es ist schwierig zu Hause – was aber eben auch an dem Chaos hier liegt. Zurück in die Klinik will ich auf keinen Fall. Denke auch nicht, dass das nötig wäre. Also versuche ich mich damit zu trösten, dass es normal ist, dass nach so langer Zeit in der Klinik die Umstellung eben Zeit braucht und dass morgen hier ja Rundumschlag ist – danach sollte zumindest das Chaos in der Wohnung beseitigt sein.

Noch geht das Internet, nur das Telefon ist schon seit der Nacht nicht mehr aktiv. Da ich das aber eh so gut wie nie nutze, ist das egal. Bin gespannt, wann der Internetanschluss dann wirklich abgeschalten wird heute. Und ob dann der Empfang auf dem Handy für hier reicht. Im Wohnzimmer sollte das eigentlich noch gehen.

14:00: ich wurde abgeholt um mich mit K. zu treffen. Auch da merke ich, dass ich mich weniger gut konzentrieren kann, zumal da auch grad Krisenstimmung herrscht. Trotzdem war es gut raus zu kommen.

16:15: wieder zu Hause, Telefontermin mit dem Homöopathen, der durch update für nach Feiertage/Klinik/wie übersteh ich den Samstag doch etwas länger wurde.

Das mir von K. gesponserte halbe Hähnchen war unglaublich trocken, so dass die Hypnotisierversuche des Bonsai-Tiger zwar nicht fruchteten, sie aber nach erfolgter Aufgabe der Versuche dran zu kommen und etwas abwarten meinerseits, sie dann doch den Großteil abbekamen. Ihnen hat es jedenfalls geschmeckt. Mir bescherte es leider Bauchschmerzen.

17:40 Uhr: ich bin unglaublich müde und überrascht immer noch Internet zu haben. Insofern bin ich froh bei der Bestellung des neuen Anschlusses auf Nummer sicher gegangen zu sein und eben nicht Ab- und Anschalten am selben Tag gebucht zu haben – da wäre der Techniker nämlich umsonst gekommen und hätte sowieso dann nächste Woche nochmal kommen müssen (und sich das auch bezahlen lassen).

19:00 Uhr: Testberichte geschrieben und abgeliefert inkl Mail an die verschiedenen Plattformen, weil das mit den Rezensionen auf Amazon scheinbar für Testprodukte nicht mehr geht. Wäre echt schade, denn damit wird es auch immer weniger Produkte geben.

Damit auch für mich jetzt soweit den Tag zu beenden. Zum Abschluss gibt es noch ein paar Tiefkühlkirschen und ich freue mich auf das warme Bett – noch etwas lesen und den Tag ausklingen lassen.

Morgen früh kommt dann auch schon der Betreuer und der härteste Tag für diese Woche beginnt.

 

 

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