Das Jahr 2017 und 2018

Wie jedes Jahr blicke ich zurück auf das letzte Jahr, vergleiche es mit dem letzten Rückblick (kursiv geschrieben) und schaue wo ich hin will, was ich ändern möchte. Nicht als „Vorsätze“ – eher wie ein Innehalten und schauen ob der Weg auf dem ich bin auch der ist, auf dem ich sein möchte.

Aber auch meine Wünsche – was würde ich gerne versuchen, ausprobieren, neu/ganz anders machen, eher spielerisch für mich neu entwickeln oder ähnliches. Nicht als Vorsatz – eher als Wunsch oder Traum, der aber auch realistisch ist, also durchaus umsetzbar. Wobei weniger das Ergebnis zählt, sondern mehr das ausprobieren, mir neue Horizonte erschließen.

Das Jahr 2017

körperlich

–  weiterhin an der Fitness arbeiten, dran bleiben – vor allem an der Regelmäßigkeit. Aktuell sind das ja Crosstrainer oder draußen Spazierengehen. Hauptsache regelmäßige Bewegung

Das hat nur teilweise geklappt, sicher verbesserungswürdig, aber es gab zumindest keine langen Pausen und immer wieder ein neu anfangen.

– weiterhin regelmäßig Physiotherapie und damit hoffentlich die Rückenprobleme in Griff kriegen

Das hat tatsächlich ganz gut geklappt.

–  weiterhin Gewicht nach unten!

Bis vor einem Monat hat das auch geklappt. Leider die letzten Wochen dann wieder in die falsche Richtung und damit das bereits erreichte wieder verloren.

–  alles mir mögliche tun um die „große“ Hand-OP zu vermeiden. Gleichzeitig eine Entscheidung treffen wie es sowohl mit linker als auch rechter weitergehen soll.

Das ist tatsächlich gelungen – auch wenn es nochmal ein Dreiviertel Jahr gedauert hat.

–  in der Endokrinologie sehr klar und deutlich machen, dass ich das Coritson weiter nehmen möchte, und damit hoffentlich meine Angst, oder eher Panik davor, dass es abgesetzt werden soll, gegenstandslos zu machen.

Auch hier passt es – Cortison läuft weiter und die Pause hat wenigstens klar gemacht wie viel es ausmacht.

 

Betreuung, Wohnung und Zwischenmeschliches

–  weiterhin die Betreuung regelmäßig nutzen und damit auch die Wohnung besser in Griff kriegen

Dank „neuem“ Betreuer klappt das tatsächlich wieder sehr gut – ich bin unendlich dankbar, dass das endlich gut funktioniert – auch zwischenmenschlich.

–  wieder daran arbeiten, dass Einkaufen nicht nur pures Angsttraining ist

Da ist noch gut Luft – auch wenn es deutlich besser ist und ich durchaus auch mal alleine einen kleinen Einkauf schaffe.

–  generell wieder mehr an Mobilität arbeiten

In der Klinik in Dresden hab ich das versucht – bis deutlich wurde, dass hier das Angsttraining erst Sinn macht, wenn die traumatische Erfahrung aufgearbeitet – und dass es gleich mehrere Baustellen auf einmal sind.

–  in der Wohnung die restlichen „Kleinigkeiten“ montieren – der Tisch über dem E-Piano, ein Regal usw.

Auch das haben wir geschafft – wenn auch erst im November – aber es ist jetzt alles montiert.

– wieder mit Klavier anfangen.

Das hab ich vor allem vor und in Dresden gemacht, danach ging es der Hand wieder so gut, dass Gitarre ging und so wechselte ich wieder.

–  wieder anfangen Gitarre zu spielen, mir das wieder zurückerobern

geschafft!!!!!

– generell mehr Dinge tun, die mir gut tun, am „mir etwas gönnen“ arbeiten

Auch hier denke ich hab ich ein Stück des Weges geschafft – auch wenn es immer wieder auch Rückschritte gab.

–  ich würde gerne endlich eine neue Matratze kaufen, eine Gute! Das bedeutet sie mir auch zusammenzusparen. Was sicher aufgrund der aktuellen Katastrohen und großen nötigen Neuanschaffungen schwierig ist – aber ich möchte mich wenigstens dem annähern. Es endlich mal ernst genug nehmen, geht da ja auch um meine Gesundheit (Rücken!)

Tja – die gibt es immer noch nicht – nächstes Jahr vielleicht.

 

Therapie:

– die Buchbinderei weiter nutzen und eventuell auf 3 Tage die Woche erweitern

Das hab ich mit 2 Tagen die Woche geschafft – und tut mir gut.

– einen geplanten Aufenthalt in der Traumaklinik

Auch den hab ich absolviert – auch wenn er leider nicht so lief wie geplant

– In der Therapie weiter am Zulassen und Ausdrücken der Gefühle arbeiten und einen Umgang mit den Gefühlen lernen

Vor Dresden waren wir da wirklich auf einem guten Weg – seitdem kämpfen wir da eher wieder darum

–  in der Therapie weiter an den Orten arbeiten: erstmal den Turm wieder nutzbar machen und dann auch die Lichtung und den Felsen neu gestalten

Das wurde durch die vielen anderen Sachen, die waren (Dresden, Gericht, Fahrtkosten) einfach immer wieder nach hinten geschoben.

 

Wünsche

–  ich hoffe, dass sich das mit dem Bild des Turmes erfüllt.

ich hatte zwar jemanden, der mir das malen wollte, der ist dann aber leider abgesprungen und für einen neuen Versuch (ist ja doch viel mit erklären wie genau usw) fehlte dann der Nerv.

–  ich würde gerne wieder mehr Musik machen. Sowohl mit Klavier, als auch mit Gitarre oder einfach zu singen

das hab ich wieder deutlich mehr gemacht und auch das tut mir gut.

 

Das Jahr 2018

körperlich:

– Gewicht wieder nach unten! Das ist wirklich wichtig, da ich hier in der Klinik wieder deutlich zugenommen habe – Medikamente hin oder her – weiter nach oben darf es nicht!

– regelmäßige Bewegung – sei es draußen mind. 1 Stunde gehen oder Crosstrainer. Von mir aus auch Nordic Walking oder ähnliches – Hauptsache regelmäßige Bewegung. Ziel wäre da, weniger/kürzere Pausen.

– Tavor und Schlafmittel, die beide leider seit ein paar Wochen wieder fester Bestandteil sind, wieder ausschleichen. Das hatte ich ja dieses Jahr auch geschafft und ich hoffe, dass ich das im Januar auch wieder weitestgehend hinbekomme – wenn ich wieder zu Hause bin.

Betreuung, Wohnung und Zwischenmenschliches

– mit dem Betreuer das mit der Wohnung noch etwas besser hinbekommen. Klappt ja zwischendrin immer mal wieder auch gut, wäre nur schön wenn das häufiger wäre.

– Einkaufen soll wieder ohne Angsttraining möglich sein.

– weiterhin Gitarre spielen und auch das Klavier nicht ganz vergessen.

– Vielleicht klappt es ja dieses Jahr mit der Matratze – nötig wäre es allemal.

Therapie

– weiter Buchbinderei mit 2-3 Terminen die Woche

– in der Therapie weiter an Gefühle zulassen arbeiten

– das Thema „Bus“ angehen – im Idealfall auch abschließen

– Stationäre Aufenthalte vermeiden!

Wünsche

– Ich wünsche mir wieder mehr Stabilität, mehr Boden unter den Füßen und dass ich die Sicherheit, dass die Fahrtkosten für ein Jahr übernommen werden, mir hilft, mich da mehr einlassen zu können.

– Dieses Jahr ist sehr viel zerbrochen und verloren gegangen. Ich hoffe und wünsche mir, dass wir es schaffen das wieder etwas zusammensetzen/kitten zu können.

– Auch wenn es blöd klingt – eine gute neue Matratze.

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3 Antworten auf Das Jahr 2017 und 2018

  1. stahldame sagt:

    Das klingt gut – anspruchsvoll, aber nicht zu ehrgeizig. Ich wünsche dir alles, alles Gute fürs kommende Jahr.

  2. Anja sagt:

    Das sind tolle und realistische Ziele. Weiter so 🙂
    Du hast schon so viel geschafft. Alles gute für dich.

  3. Webschmetterling sagt:

    Liebe Ilana,

    was Du unbedingt willst, ich glaube, DU schaffst das.
    Fürs neue Jahr:
    Ein neues Jahr ist wie ein leeres Buch. Der Stift ist in Deinen Händen. Es ist Deine Chance, eine schöne Geschichte für Dich selbst zu schreiben. Möge dieses Jahr alle gewünschten Erfolge und Glückseligkeiten in Dein Leben bringen.
    Bleib gesund, Gott segne Dich.

    Liebe Grüße
    Webschmetterling

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