dies und das der letzten Tage

Das Weihnachtsessen (am Montag) mit MissMutig und dem Junior war klasse – es war einfach schön die beiden wieder zu sehen und da der Junior später dann zu seinem Vater ging, hatten auch MissMutig und ich wieder mal Zeit zu quatschen.
Danach fuhren wir noch zu den Bonsai-Tigern und pünktlich zum Abendessen war ich dann wieder in der Klinik.

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Dienstag war dann frei – viel gestrickt (das angefangene neue Set gleich mal wieder aufgetrennt, weil es im Entrelac-Stil irgendwie komisch aussieht, werde es ganz normal stricken, damit der Farbverlauf auch sichtbar wird).
Dann neu angefangen und ein gutes Stück voran gekommen.
Nebenher liefen Serien (Die Bräuteschule 1959 – einfach nur lustig – hier wird eine Bräuteschule aus dem Jahr 1959 mit jungen Frauen von heute nachgespielt und zwar bis ins Detail – das ganze im Wechsel mit The Blacklist) oder Musik.

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Mittwoch war dann vormittags Buchbinderei und nachmittags verkrümmelte ich mich in die Badewanne. Das fehlt mir schon sehr und so nutze ich das hier natürlich aus. Danach etwas gemalt und wieder gestrickt neben den Serien. Die erste Stulpe ist fertig, die zweite angefangen.

Abends sehr sehr sehr viel Zeit mit Identifikation über Video-Chat verbracht. Für die Extra-Sim-Karte, damit ich auch hier schreiben kann. Das sprengt nämlich mein Datenvolumen. Da schon bei jedem Versuch mind. 15 Min Wartezeit war und ich das ein oder andere Mal rausflog (und dann von vorn anfangen musste), war ich dann glücklich, als es endlich geklappt hatte.

Eine Stunde später kriege ich dann die Nachricht von meinem Anbieter, dass ich, wenn ich die Kündigung storniere monatilich 8 GB zusätzlich bekomme. Der Vertrag läuft ja eh noch bis August und es reicht einen Monat vorher zu kündigen – warum also nicht. Das würde das Problem „Internetverbindung“ erstmal lösen und auch zu Hauseh ab ich vom 5. bis zum 8. ja keins, da umgestellt wird.

Mal sehen ob ich das dann heute abend auch wirklich bekommme (hieß, kann bis zu 24 Stunden dauern).

Außerdem konnte ich klären, dass ich am Entlassungstag bis 16 Uhr hier bleiben kann – also im Zimmer. Nur das Bett wird neu gemacht und darf dann nicht mehr genutzt werden, was ja kein Problem ist hier. So kann ich mich dann doch der Betreuer direkt einsammeln.

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Heute hab ich dann vormittags nochmal bis 10 geschlafen – dann meine Trinkflasche gesucht, die ich irgendwo stehen gelassen hatte (im Speisesaal).
Nachmittags ist dann erst Buchbinderei (allerdings nur eine oder eineinhalb Stunden, ich weiß es nicht mehr genau) und später holt mich dann MissMutig mit dem Junior ab – Badezusatz nachkaufen und auch das ein oder andere für hier. Wenn es zeitlich hinhaut auch mit Kurzbesuch bei den Katzen, wobei ich da dann eher schauen will, dass ich das Bett soweit kriege, dass ich es nur noch neu beziehen muss)

Sind ja nur noch 6 Tage.

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Insgesamt geht es mir deutlich besser, bin nicht mehr dauerüberfordert und fang auch nicht wegen nichts zu Heulen an. Klar gibt es bessere und schlechtere Tage – das hab ich ja auch am Sonntag nochmal deutlich gemerkt, aber es sind eben auch nur Tage und kein Dauerzustand mehr.
Ich freu mich auf zu Hause, auch wenn mir klar ist, dass das anfangs schwierig werden kann – ich komme aus einem geschützten Raum, in dem ich mich um nichts kümmern musste, außer mir – wieder in die Welt. Eine Welt, die sich weiter gedreht hat (Gott sei Dank!), aber mir fehlen die letzten 2 Monate irgendwie – ich bin noch bei September/Oktober und nicht schon beim Jahreswechsel.

Auch ist die Wohnung ein Schlachtfeld, da es ja schon vor der Klinik sehr schlecht ging und nichts mehr möglich war, die Katzen haben das nicht grad verbessert.

Trotzdem – es ist jetzt gut so – es reicht hier. Ich bin froh, dass ich diese Chance hatte, dass das Setting wirklich super für mich geklappt hat und hier wirklich alle immer sehr bemüht waren es gut und einfach für mich zu machen, keinen Druck machten.

Das ist so unendlich wertvoll für mich und ich bin dafür sehr dankbar.

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