Wurm

Heute ist irgendwie der Wurm drin.

Die Nacht war – eigenartig. Ich hab verhältnismäßig viel geschlafen, fühlte mich aber wie durch den Wolf gedreht am Morgen.

Dann durfte ich feststellen, dass das mit dem einen Medikament nicht wie abgesprochen geändert wurde (Plan war zu reduzieren und die Differenz als Bedarf anzusetzen – eben für Tage wie heute).

Ich merkte, ich brauch dringend Schlaf, bin extrem dünnhäutig und empfindlich, permanent an der Grenze der völligen Überforderung (inkl. Tränen und Co), ohne dass ich erklären könnte warum.   Aber da ist irgendwie auch viel Traurigkeit, wobei das trifft es nicht wirklich. Klar ist nur – ich brauch Schlaf.

Was mangels des einen Medikamentes dann auch nicht am Tag nachzuholen ist.

Nun gut – ist wie es ist. Ich hoffe also auf die heutige Nacht.

Normalerweis macht mir Weihnachten alleine nichts aus. Und ehrlichgesagt liegt es auch nicht an Weihnachten – es ist einfach einer der mieseren Tage. Schnell überfordert, viel Gewusel auf Station inkl eines Nachbarn der Stühle und Co durchs Zimmer pfeffert – was dann gleich mal Flashbacks auslöste.

Gegen drei fiel mir auf, dass ich noch keine Weihnachtslieder gehört hab dieses Jahr, also laufen jetzt nebenher Weihnachtslieder.

Es fühlt sich nicht nach Weihnachten an – bin da wohl immer noch außer Raum und Zeit  gefallen, was aber ok für mich ist.

Trotzdem hoffe ich, dass der heutige Tag bald zu Ende ist.  Hol mir jetzt erstmal die andere Bedarfsmedikation und lass mich dann weiter berieseln.

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