wie es weiter geht

Heute hat sich entschieden, dass ich bis zur ersten Januarwoche hier in der Klinik bleiben werde.

MissMutig fährt ja jeden Tag zu mir nach Hause um sich um Päckchen/Pakete, Post, Bonsai-Tiger und Pflanzen zu kümmern und ich kann gar nicht sagen, wie dankbar ich ihr dafür bin. Ohne sie wäre das grad alles gar nicht so möglich.

Ab und an fahr ich dann auch mit ihr mit um vor allem Post auszusortieren bzw auch Skills- oder Beschäftigtungsnachschub zu holen.

Für mich ist es schwierig mich damit zu arrangieren, dass es jetzt doch noch so lange sein wird.

Hauptgrund ist, dass das Hilfsnetzwerk von Therapie, Betreuung, Buchbinderei, Physio usw. in den nächsten Wochen wegen Urlaub/Feiertage schlicht nicht die nötige Stabilität bieten kann, weil außer Betreuung alles ausfällt und diese durch die Feiertage auch etwas weniger wäre.

Das mag klappen, wenn ich stabil bin, aber nicht wenn es darum geht erstmal wieder Stabilität zu gewinnen.

Ich bin für diese Möglichkeit auch sehr dankbar – mir ist durchaus klar, dass das nicht „normal“ ist, dass mir da wirklich viele Menschen sehr entgegenkommen und auch formale Hürden für mich nehmen, sich für mich einsetzen – um mir das so zu ermöglichen, wie es für mich eben auch machbar ist.

Das bedeutet mir sehr viel.

Trotzdem muss ich schon schlucken, wenn ich dran denke, dass es jetzt doch noch eine ganze Weile so sein wird. Denn auch hier wird zwischen Weihnachten und Neujahr wenig los sein. Buchbinderei fällt natürlich auch stationär aus und sonst hab ich ja nicht so viel.

Dafür hatte ich heute Physio – auch hier hat sich jemand sehr bemüht, da es Einzeltermine normalerweise nicht gibt.  Die Termine sind bei einer Praktikantin, die noch 2 Wochen hier sein wird – und dann sehen wir weiter. Heute das erste Mal auch Rotlicht – und das ist echt toll und tut gut.

Der Tag war soweit ok, nur ab späten Nachmittag wurde es schwierig – erschwert dadurch, dass ich es nicht geschafft habe mir Bedarfsmedikation zu holen und als ich das Tavor vom Abend vorziehen wollte, hat es so lange gedauert, bis ich so weit war, dass alle Medis für Abends schon gestellt und auch herausgegeben wurden. Da ich aber einen Teil davon möglichst nicht vor viertel vor sieben nehmen soll (idealerweise eben so kurz vor 19 Uhr), hab ich mich dann nicht mehr getraut zu fragen.

Innerlich mit dem Mantra (nur noch eine Stunde, nur noch eine Stunde, nur noch eine Stunde), hab ich diese Stunde jetzt auch fast geschafft.

Ich hoffe nur, dass ich nicht schon über den Punkt hinaus bin, bei dem das Tavor noch wirkt. Denn wenn da ein bestimmter Punkt überschritten ist an Symptomatik, wirkt die bei mir nicht mehr.

Wird schon werden.

Heute hab ich auch das Wachsmalbild aus der Buchbinderei mit aufs Zimmer genommen.  Es ist nicht so geworden, wie gedacht, aber es bringt Farbe ins Zimmer.

So, die Stunde ist geschafft. Damit  dann den Tag für heute ausklingen lassen.

 

Dieser Beitrag wurde unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, Bonsai-Tiger, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik, stationärer Aufenthalt, Therapie veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten auf wie es weiter geht

  1. Unsereins sagt:

    Danke für den Beitrag. Und das Wachsbild ist doch ganz gut geworden um ein Klinik-Zimmer wohnlicher zu gestalten 🙂

  2. Anne sagt:

    Das Bild sieht absolut klasse aus. Hast du richtig gut hinbekommen

  3. Mir gefällt dein Wachsmalbild außergewöhnlich gut, liebe Ilana.
    Schön, dass du es dort aufhängen kannst für die Zeit deines Aufenthaltes.
    Damals hatte ich mal in einer Kur ein erotisches Poster aufgehangen. *g
    Als die Visite kam, meinte einer der 3 Ärzte „Oh hier hat aber jemand viel Liebe nötig“. *g
    Sei ganz lieb gegrüßt. Ich denke an Dich. Du schaffst alles, glaube an dich.
    … herzlichst Webschmetterling

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.