Thera heute

Geplant war eine Situation aufzugreifen, die mich seit einer  guten Woche mehrfach täglich außer Gefecht setzt. Auslöser war ein Satz in einem Buch – wobei es weniger um den Satz an sich geht, als darum, dass er für mehrere Dinge steht. Wie auch immer.

Flashbacks sind seitdem nicht nur Alltag, sondern auch so massiv im Vordergrund, dass klar war, da muss ich ran.

Dabei hab ich von der Situation nur ein bestimmtes Bild – wie ein Foto – und das Gefühl, dass es auslöst – diese Mischung aus Panik, Überraschung, schrecklicher Klarheit oder so.

Gestern hatte ich den Thera entsprechend noch angeschrieben und heute wollten wir dann diese Situation in wirklich kleinen Schritten anschauen.

Vorab wollte ich noch eine Absprache, da ich ja im Moment eh weiter weg von mir bin und ich die Sicherheit wollte, dass er mich da auch wieder ins hier und jetzt kriegt. Im Endeffekt war das dann nicht nötig, aber wir war das zur Sicherheit wichtig.

Wir konnten gut arbeiten, aber durch sind wir mit der Situation noch lange nicht. Wir beschäftigten uns heute auch mehr mit dem Auslöser – wie gesagt eine Stelle in einem Buch – und versuchten eben diese von dem was war und noch mehr vom heute zu trennen. Da sind wir ein gutes Stück weiter gekommen.

Es war heftig, mühsam, anstrengend und schwierig – und dennoch gut. Wir waren etwas unsicher, ob es Sinn macht sowas in der aktuellen Situation zu machen. Aber ich war mir sicher, dass es geht. Dass es sogar gut ist. Denn an der aktuellen Situation kann ich nichts ändern – ich bin ihr – und im Endeffekt der Bewertung einer mir fremden Person – ausgeliefert.

Hier war es etwas klar altes, etwas das beendet ist – und dass sich klar vom heute trennen ließ – und vor allem: etwas, was ich aktiv machen konnte, woran ich arbeiten konnte, etwas tun konnte. Das ist viel wert.

Dazu kommt sicher, dass die aktuelle Situation auch kein Thema für die Therapie grad ist – weil es mich völlig aushebelt und gar nicht bearbeitbar oder besprechbar ist. Es ist wie es ist. Daran kann weder der Thera noch ich was ändern – wir können nur hoffen und beten.

Ich hoffe, dass wir so viel erreicht haben heute, dass die Flashbacks nicht mehr mit dieser massiven Häufigkeit auftreten wie in den letzten Tagen. Oder es etwas besser wegpackbar wird. Mal sehen.

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