sein

Die Tage sind aktuell voll mit Panikattacken im Wechsel mit sehr weit weg sein. Wobei es handhabbar ist. Die Nächte sind unruhig, immer wieder hochschrecken und leider nicht erholsam. So manchesmal frag ich ich mich tagsüber, ob ich heute überhaupt schon mal wirklich wach war – und viel zu oft ist die Antwort: nicht wirklich.

Tagsüber klappt es aber soweit, zwar ist die Kraft meist vor dem Tag zu Ende, aber irgendwie geht es – vor allem das weit weg sein ist da sehr hilfreich und mir aktuell der liebste Zustand.

Die Nächte sind da leider schon schwieriger – vor allem merke ich zunehmend den Mangel an erholsamen Schlaf.

Klingt jetzt irgendwie arg ungut – und es ist sicher auch nicht gut, aber es ist im Moment noch handhabbar.

Solange keine Anforderungen an mich gestellt werden, geht es wirklich ganz gut, dummerweise gibt es immer wieder Anforderungen – sei es eine Dusche, Kochen, Aufräumen oder ähnliches. Termine sind unterschiedlich – manche gut und wichtig und notwendig, andere zwar notwendig, aber auch etwas anstrengend.

Ich versuche ein Gleichgewicht zu finden, aktuell läuft das aber nicht wirklich gut – was auch daran liegt, dass ich – weit weg von mir – meine Grenzen natürlich erst merke, wenn ich schon meilenweit drüber bin. Also arbeite ich dran.

Gleichzeitig hoffe ich jeden Tag aufs Neue, dass das „weit weg sein“ heute möglichst dauerhaft da ist. Denn das ist eben am besten auszuhalten. Und es gibt Tage, da ist das auch so. Es sind diese Tage, die aktuell „gut“ sind, die auch mal einen anderen Tag aushaltbar machen.

Dieser Beitrag wurde unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.