Sonntags-Ruhe

Zur Zeit bin ich körperlich  wieder angeschlagen, Laufen geht nur begrenzt, wobei das schon noch ganz ok ist. Stehen ist schwierig und immer wieder Übelkeit, die sich heute auch mal wieder erst mit dem Übergeben besserte. Für mich noch nicht eindeutig genug für zusätzliches Cortison. Ehrlichgesagt tippe ich eher auf einen Fibroschub. Und fehlende Phyiso – aber Mittwoch geht die ja wieder los.

Von daher war heute geplant wirklich nichts zu tun, den Körper zur Ruhe kommen lassen und ein „kein-muss“-Tag.

Also schälte und schnibbelte ich Gemüse in der Hängematte, während ich Der Super-Doc schaute, machte die Nägel nochmal komplett neu (weil „ich wollte doch mal diese andere Kombi probieren“ – die übrigens nicht klappt, aber ich fand eine Alternative), trennte meine Mütze im Entrelac-Stil wieder komplett auf (weil „och das wäre mit je 9 statt 8 Maschen sicher bequemer und außerdem hab ich ja eh zu große Nadeln gewählt) und startete neu.

Außerdem endlich mal die Liedauswahl und -reihenfolge fürs nächste NF festgelegt – das ist ja kommenden Freitag und die Gruppe ist grad völlig neu zusammengewürfelt. Also neue Gruppe und neue Lieder.

Es war der erste gute Tag – seit es ab Dienstag irgendwie eher unterirdisch war. Gut im Sinne von Ablenken funktioniert wieder und auch wenn es kein wirkliches zur Ruhe kommen ist, näher ich mich dem wieder an.

Gestern schrieb ich noch an den Thera, was wir Dienstag vielleicht machen können. Denn die aktuelle Situation soll dort keinesfalls thematisiert werden – dann ist eine Therapie nicht mehr möglich, weil ich so in Täterintrojekten oder Flaschbacks feststecke, dass schlicht nichts mehr geht. Aber es gibt anderes, was wir angehen können, wir wollten schon lange zwei Situationen anfangen zu bearbeiten.

Das mag unlogisch erscheinen ob der mangelnden Stabilität grade, aber für mich geht es immer noch darum der Ohnmacht und dem Ausgeliefertsein einer Entscheidung durch Gericht oder MDK/Krankenkasse etwas aktives entgegen zu setzen.

Vielleicht liegt es auch am „nichts-muss“-Tag – keine Anforderung, die es zu erfüllen gibt oder ähnliches.

Ganz egal – ich genieße dieses „gut“ sehr.

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