uff

Heute früh erstmal Buchbinderei – was gut war, weil ich quasi allein war und auch den aktuellen Auftrag fertig bekommen habe.

Vor allem ging es mir aber um Ablenkung und in Kombination mit Hörbuch hören klappte das sogar.

Dann kurze Pause und dann Termin beim Ersatzthera – wir wollen ja alles für die Krankenkasse fertig machen. Das haben wir dann – mit deutlichem Überziehen – auch geschafft. Jetzt wird das nur ausgedruckt, was dazu gelegt wird kopiert und muss dann noch von der Oberärztin unterschrieben werden – dann kann es morgen auf die Reise gehen.

Ich hatte mich im Vorfeld ja schon abgeschossen, was klar die richtige Entscheidung war.  Nur dass ich jetzt unglaublich müde bin und wir ja heute Abend noch einen Termin bzw eine  Probe haben. Trotzdem werde ich mich jetzt erstmal nochmal hinlegen und hoffe, danach bin ich etwas fitter.

Mir ist natürlich immer klar, dass ich nur MIT all der Hilfe meinen Alltag gestaltet bekomme, dass es ohne nicht möglich wäre alleine zu wohnen. Trotzdem ist es immer schwierig, wenn es eben mehr um die Defizite geht.

Mir ist aber noch was klar geworden – die meisten kriegen die Hilfe gar nicht so mit, schätzen mich oft fitter ein als ich bin, weil halt vieles davon auch eher im Verborgenen geschieht. Nicht weil es für mich so selbstverständlich ist, sondern weil ich es nicht anders kenne – es ist mein – Alltag. Dadurch dass die Hilfe aber da ist, ist es nicht so im Vordergrund – mit klappt es ja.

Daher möchte ich in der nächsten Zeit mal einen Beitrag schreiben, in dem es darum geht, was alleine eben nicht geht, wo ich Hilfe brauche.

Ich glaube das geht nämlich wirklich oft unter – auch für mich. Es ist natürlich schöner sich mit Dingen zu beschäftigen die klappen und dem was nicht geht, gar nicht so viel Aufmerksamkeit zu schenken.

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Eine Antwort auf uff

  1. Renée sagt:

    Schön, dass die Buchbinderei für die Ablenkung geklappt hat und sogar produktiv war, und gut auch, dass der Papierkram mit dem Ersatzthera in einer Sitzung erledigt werden konnte. Ich stelle mir vor, dass ein zweiter Termin u. U. anstrengender geworden wäre, aber weiß natürlich nicht genau, wie das für dich war mit dem langen Monstertermin. Hoffe, danach war es dann auch dank Medis und Pause okay mit dem weiteren Verlauf des Tages…

    Der Beitrag mit dem, was alleine bei dir nicht klappt, interessiert mich wirklich sehr. Ein bisschen hat man davon ja schon eine Ahnung, weil du ja schon beschreibst, was ihr z. B. mit dem Betreuer im Groben macht, anderes kenne ich auch von mir und meinen eigenen Helfern im weiteren Sinne. Aber ich denke auch, dass manches davon in seiner ganzen Tragweite bisher nur für dich sichtbar ist. Respekt, wenn du das auseinanderklamüserst.

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