Thera heute

Ein Termin mit viel Theorie.

Es ging um Gefühle und die Trennung zwischen Fühlen und Denken, die bei mir sehr strikt ist. Ich kam mir wieder wie ein Alien vor – der die Menschen einfach nicht versteht – der sie ansieht und versucht zu verstehen und doch nur imitieren kann – das Verhalten „nachmachen“ kann, aber nicht wirklich verstehen wie und warum und wieso.

Und es ging um Kontrolle. Der Thera sagte, dass ich ja die Kontrolle habe – dass ja immer sofort Mechanismen anspringen, die gegensteuern.

Kontrolle zu haben bedeutet für mich, dass ich mich bewusst für oder gegen was entscheiden – und das dann machen kann. Aber Gefühl taucht auf und es laufen Abwehrmechanismen – egal ob ich das will oder nicht. Egal ob ich das Gefühl jetzt will oder nicht. Das hat für mich nichts mit Kontrolle zu tun – es ist kein Entscheiden möglich.

Ja ich kann drauf vertrauen, dass ich da irgendwie wieder rauskomme – denn spätestens wenn der Körper das Atmen einstellt geht es sehr bald nicht mehr ums Gefühl, sondern nur ums Luft kriegen.

Und ja – ich kann auch drauf vertrauen dass Skills greifen – aber auch hier: solange das Gefühl als solches noch fühlbar – läuft das eher im Automatik-Modus – nicht als willentliche Entscheidung.

Wie oft saß ich in der Thera und hoffte, flehte und wollte beim Gefühl bleiben, damit arbeiten, es zu lassen – los lassen. Einfach nur die Tränen laufen lassen. Aber nichts. Um jedes Dranbleiben am Gefühl muss ich kämpfen – und meist verlier ich diesen Kampf.

Das ist für mich das Gegenteil von Kontrolle haben.

Es war ja heute klar, dass wir heute nicht an den noch offenen Situationen arbeiten, da ja nächste Wocher der Theratermin wegen Feiertag ausfällt.

 

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