überlebt

Die Nacht war – unruhig. Mit mitten in der Nacht stundenlang wegen wässrigem Durchfall und Übelkeit im Bad hängen und in den Stunden, die ich wenigestens gedöst hab, von einem Alptraum oder Flashback zum nächsten zu rauschen.

Entsprechend gerädert startete ich in den Tag. Sehr ärgerlich war, dass die Medis nicht griffen. Das war für den Ersatzthera dann zwar logisch (viel zu hohe Anspannung, als dass die noch greifen könnten, dazu war es einfach schon zu heftig), für mich war es einfach

Wie auch immer – der Anruf von der Rechtsanwältin führte zu völligem Erstarren, ich bekam die verdammte Panik nicht in den Griff und bat dann sehr verzweifelt den Ersatzthera da mal anzurufen und zu klären, dass es kein „nicht wollen“, sondern ein „nicht können“ war, was er dann auch  versucht hat.

Da er sie nicht erreichte, wollte er sich dann im Laufe des Tages melden, wenn sie ihn zurückgerufen hat.

Die Panik war hartnäckig und wir hatten einige Mühe mich wenigstens wieder handlungsfähig zu kriegen. Dadurch, dass ja noch nicht klar war, wie es jetzt weitergeht, kam ich aus der Situation nicht wirklich raus.

Wir machten Plan B – X, inklusive eines für mich blanken Horror-Plans (Treffen mit der Anwältin bei und mit ihm) und naja – es ging dann eigentlich nur noch um Handlungsfähigkeit.

Nach dem Termin holte mich dann die Vertretung des Betreuers (diesmal der, mit dem ich auch gut kann) ab und wir fuhren zu mir nach Hause.

Dort brauchten wir tatsächen 3,5 Stunden um hier wieder Ordnung rein zu kriegen. Daher ging es auch direkt weiter zu K.

In der Zwischenzeit bekam ich eine Nachricht, dass mit der Anwältin alles geklärt ist – wir nichtmal den erwarteten Plan C brauchen, sondern sie auf den Kontakt verzichtet und die Fortführung der gesetzlichen Betreuung befürworten wird.

Ich bin unglaublich erleichtert!

Gegen halb fünf war ich dann wieder zu Hause, telefonierte noch mit R., die Geburtstag hatte, machte mir noch was zu Essen und fiel dann völlig alle in die Hängematte. Fürs Essen war ich dann allerdings zu erledigt.

Heute nur noch den Einkaufszettel für morgen fertig machen, den Wecker stellen und dann hoffentlich eine Nacht voller Schlaf – wobei ich da heute nochmal nachhelfen werde. Da das mit der Anwältin erledigt ist, müssten auch die Medis wieder greifen. Und ich hoffe, dass ich einfach mit etwas Schlaf auch wieder mehr Stabilität gewinne.

Morgen noch den Großeinkauf überstehen, dann hab ich bis Montag Nachmittag frei und kann hoffentlich etwas zur Ruhe kommen.

 

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Eine Antwort auf überlebt

  1. Ingrid, die Bastelmaus sagt:

    Gute Nacht und GUTEN Schlaf!
    LG Ingrid

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