Thera heute

Ein intensiver, aber auch eigenartiger Termin.

Wir fingen mit Familie an, sprachen lange über meinen Vater. Bis es klingelte.

Dann die übliche Panik, die in Tränen kippte. Die waren nicht recht in Griff zu kriegen. Bis ein Schluchzer dazu kam – und dann hingen wir wieder fest.

Geräusche – no go – Panik – festhängen im inneren Konflikt von zu viel Gefühl/Tränen und „darf nicht“.

Darum ging es dann sehr lange.  Ich bekam weder mich noch diesen inneren Konflikt wieder in Griff – zulassen ging aber auch nicht wirklich.

Ein „warum“ ist unklar – es gab Situationen und mehr als genug Gründe für Tränen, die nicht sein durften oder sein mussten oder sonst wie fremd gesteuert waren. Aber Geräusche?

Ich weiß noch nicht mal genau was da dann anders war – plötzlich war ich irgendwo, nur nicht im hier und jetzt – irgendwo im Alten – ohne dass ich sagen könnte, wo oder was da war.

Ich war froh, dass der Thera zu dem Zeitpunt getappt hat – denn das Tappen war das Sicherungsseil, dass mir ein „zurück“ ermöglichte. Aber ein Teil war und blieb irgendwie in Altem stecken – in nicht formulierbaren Altem.

Übrig blieb Angst  – und das Gefühl etwas unverzeihliches gemacht zu haben – ohne zu wissen was.

Insgesamt haben wir fast eine Stunde überzogen.

Als ich dann zu Hause war – war der Termin schon wieder so weit weg. Ich weiß was passiert ist – aber hab kein wirkliches Gefühl mehr dazu. Als wäre es schon Monate her.

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