Thera heute

Irgendwie nicht in Worte zu fassen. Ein ziemliches emotionales Chaos, mit Vermischen von Dingen auf eine Art und Weise die gar nicht gut ist. Das weiß ich und krieg es dennoch nicht gestoppt oder gar sortiert.

Verirrt in Satzfetzen, die aus Zusammenhängen gerissen zu einem unguten Mischmasch werden und Bedeutungen kriegen, die noch mehr Chaos stiften.

Immer wieder über bestimmte Worte stolpernd, die völlig verunsichern und Täterintrojekte/Widersacher füttern – so sehr, dass ich nicht mehr weiß was wirklich real war und ist.

Entsprechend ein sehr intensiver Termin. Und ein sehr chaotischer.

Irgendwie wohl grade an einem wichtigen Punkt, einem zentralen Punkt, der Altes in Frage stellt und doch noch nichts Neues greifbar hat. Der vielleicht irgendwann einen neuen Ansatz ermöglicht. Zumindest wenn ich in dem Chaos die Orientierung wieder finde.

So kryptisch wie es hier steht, so unklar ist es auch für mich. Was mich kirre macht, weil ich sowas hasse.

Alles weil ich so verunsichert bin, dass ich alles in Frage stelle. Vor allem mich und meine Gefühle, Gedanken, mein Wahrnehmen, Erleben.

So sehr, dass ich es nicht schaffe das Chaos in Worte zu fassen. Als würde bei jedem Denken und Fühlen alles von bestimmten Stichworten, die laut zwischengebrüllt werden, blockiert. Was noch mehr Durcheinander und Vermischen und nicht mehr getrennt kriegen zur Folge hat.

Das was ist – ist der Grund, warum ich mich im Moment versuche abzulenken, einfach nicht nachzudenken oder gar hinzuspüren, in der Hoffnung nicht noch mehr undurchdringbares Chaos zu schaffen. Dann lieber weit weg und hoffen, dass ich es mit dem Thera zusammen schaffe da wieder Durchblick zu kriegen.

Da arbeitet grad was – auf vielen Ebenen – und ich hoffe, dass die konstruktiven im Endeffekt überwiegen werden – und gewinnen.  Und dass es bis dahin wenigstens so bleibt, dass ich vom Kopf her weiß, dass da grad einiges in falschen Zusammenhängen läuft. Dass es mir bewusst bleibt und damit irgendwann das Gute vom Negativen getrennt werden kann.

Bis ich wieder an dem Punkt bin, dass ich meiner Wahrnehmung, meinem Erleben, meinen Gefühlen wieder trauen kann. Denn aktuell traue ich ihnen zu recht nicht.

Kein schöner Gedanke. Nichts worauf ich stolz bin und etwas, bei dem ich aktuell sehr froh bin, dass ich einen Thera habe, dem ich vertrauen kann. Der mir helfen kann, da wieder Realität rein zu bringen, wo ich sie grad zu verlieren drohe.

Bis dahin auf das konzentrieren was klappt, was geht, was funktioniert. Eben funktionieren, ablenken, damit es nicht noch undurchdringbarer wird. Was gut klappt, solange ich mich eben möglichst nicht mit mir beschäftige. Denn allein stifte ich da grad nur noch mehr Chaos. Das kann ich mir grad nicht leisten.

Also bleibt es dabei – im Alltag im hier und jetzt bleiben, ablenken, nicht groß denken oder fühlen. Nur sein. Balance halten zwischen Ruhe und Aktivität. Ruhe und Funktionieren.

Wenn es dann für mich klarer wird, formulierbarer, werde ich es auch hier klarer schreiben können.

 

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Eine Antwort auf Thera heute

  1. Ingrid, die Bastelmaus sagt:

    Liebe Ilana,
    ich denke, Du musst nun erst einmal wieder daheim ankommen! Das dauert gewiss eine gewisse Zeit und ich hoffe und denke, dass Du es irgendwie und gewiss mit Deinem Thera schaffst.
    Denk an Morgen = Eis essen (?) und lass all das Negative wenn möglich hinter Dir, sofern es da noch im Kopf vorhanden ist .
    Danke für Deine Mail und sei lieb gegrüßt mit ganz vielen guten Wünschen von
    INGRID

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