Klinik Tag 36

Heute stand außer Blutentnahme nichts auf dem Plan.

Die klappte dann schon mal gleich nicht,  weshalb ich morgen nicht zum Frühstück gehe, weil die Abnahme danach ist und nüchtern sein soll. Musste da heute schon für kämpfen, dass nicht in der Ellenbeuge, sondern am Handrücken abgenommen wird (weil der Paniklevel in der Ellenbeuge sehr viel höher und man da zu 98% eh nichts kriegt), bin gespannt wie das morgen wird.

Gegen Mittag hab ich der Therapeutin einen Zettel ins Fach legen lassen, mit der Bitte mir zu sagen, ob nun  ein 1-zu-1 Termin mit der Oberärztin stattfinden wird oder ob ich mich da selbst drum kümmern soll – und dass das halt bis morgen abend geklärt sein muss. Zum einen weil ich im Einzel am Freitag wissen will ob wir ein Abschlussgespräch führen oder schauen wie ich eine gewisse Zeit (theoretisch könnte ich ja bis 15. bleiben, aber dasm acht für mich natürlich nur Sinn, wenn ich für mich da noch was nutzen/rausziehen kann und es nicht nur die Sachen sind, die schwierig sind) für mich gut nutzen kann (das muss ja mit den Terminen immer mit der Therapeutin abgesprochen werden), zum anderen weil ich – sollte es wirklich so sein, dass ich Dienstag abreise, ich das ja früh genug mit dem Taxiunternehmen klären muss – Montag ist ja Feiertag.

Es kam dann ein Anruf, dass es den Termin geben wird – morgen. Und dass ich nach dem Team (das geht so bis halb neun/neun) in der Pflege nachfragen soll, wann der Termin ist – denn das wird wohl im Team besprochen.

Der Tag war sehr gemischt. Manchmal war es ok, ich ziemlich pragmatisch und halt am Funktionieren, zwischendrin gab es Verzweiflungs“anfälle“ – im Moment ist es eher die Angst, dass ich dann in dem Termin morgen das alles gar nicht so gesagt bekomme.

Oberärztin bringt bei mir leider das Thema Gutachten mit rein – ist also eh schon deutlich schwieriger – und das Wissen, dass sie da grad so Druck macht, macht es nicht leichter.

Ich hab aufgeschrieben, was ich schon so alles an Angsttraining mache hier, auch was mittlerweile besser geht – und ich hoffe, dass ich das morgen dann auch gesagt bekomme.

Aber vor allem will ich verstehen. Verstehen, warum Absprachen, die so klar getroffen wurden im Vorfeld, nicht eingehalten werden oder warum einfach über meinen Kopf hinweg entschieden wird und erst danach gefragt wie ich es sehe – das aber wohl keine Rolle spielt.

Ich bin des Kämpfens müde.

 

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