Klinik Tag 18

Heute viel Zeit mit rechnen verbracht. Irgendwie dachte ich ja in der Klinik brauche ich weniger Geld. Das Gegenteil ist der Fall. Getränke gibt es zu den Mahlzeiten, dürfen aber nicht mitgenommen werden – müssen also hier dann gekauft werden wenn man – wie ich – keinen Tee mag. Und nein – das Wasser aus der Leitung ist für mich hier keine Option. Der Versuch dann halt das Frühstück quasi aus laktosefreier Milch zu gestalten und damit schon mal viel Flüssigkeit vor zu schicken, scheiterte an Verträglichkeit. Generell glaube ich dass mein laktosefreies Essen nicht immer laktosefrei ist. Da es mit Laktase-Tabletten aber geht bin ich auch sicher, dass es sich um Laktose handelt, die da manchmal „untergejubelt“ wird. Entsprechend ist auch hier der Bedarf gestiegen, da ich zur Sicherheit drauf zurückgreife, wenn ein Termin zeitnah nach dem Essen stattfindet

Meine Seelenfutter-Bananen müssen auch sein und dann noch ab und an Äpfel (Pink Ladys bitte sehr – und ja ich weiß, dass ich da heikel bin bei sowas). Hier eben leider alles zu Tante-Emma-Laden-Preisen, entsprechend hab ich hier den gleichen (teilweise sogar höheren) Tagessatz als zu Hause. Das finde ich schon erschreckend.

Dazu kommt natürlich dass der Skillsbedarf so massiv nach oben geschnellt ist – da wird vor allem für meine Zimtsachen (Jolly Ranger Hard Candy Cinnamon Fire und die Dentyne Fire Cinnamon Kaugummis – ja – wieder heikel) bald eine Großbestellung nötig.

Aber auch sonst hab ich da grad großen Verschleiß meiner Skills und musste schon das eine oder andere nachkaufen/für Ersatz sorgen.

Nicht falsch verstehen – ist alles machbar, da ich ja meinen „Alltagsbedarf-Betrag“ hab, muss ja sonst keine Lebensmittel kaufen – aber ich hab nicht damit gerechnet und muss dann den nächsten Monat einfach etwas genauer planen, weil da halt auch keine Reserve da ist und so wie es aussieht mindestens eine neue Sporthose fällig wird. Und ich hatte halt eher im Hinterkopf mir in der Zeit eine Reserve ansparen bzw Sachen besser abzahlen zu können.

Dafür dass ich von Bananen, Zimt und Co so viel brauche und das Essen ja wirklich gut ist finde ich es erstaunlich, dass ich dennoch weiter abnehme. Je mehr Stress, desto mehr (aber laut Ärztin kompensiere ich ja Stress mit Essen und bin deshalb zu dick).

Tja dann hatte ich ja Einzel – wir arbeiten. Mir waren heute ein paar Sachen wichtig anzusprechen (zum Beispiel die Körpertherapeutin, aber ich wollte auch vom Turmzimmer erzählen und zwei drei andere Sachen genauer erklären, die in den letzten beiden Terminen mal so kurz angeklungen sind), wir haben die Landkarte/Lebensfluss fertig gemacht (schon erstaunlich wie schnell man damit weiterkommt, wenn es eben wirklich darum gehen kann) und werden dann nächste Woche gezielt anfangen am Gefühle zulassen zu arbeiten. Wobei Montag müssen wir erst das ein oder andere wegen der Termine nächste Woche noch klären (Körperthera-Einzel fehlt noch, zwei Gruppen, die wieder im Plan stehen, wobei sie zu einer geschrieben hat, dass wir das im Einzel klären und die Visite bzw wie wir das handhaben werden).

Leider ist sie nächste Woche nur Montag und Dienstag da – da hab ich auch je einen Termin, aber Mittwoch bis Sonntag wird dann eher überschaubar sein – da hab ich zweimal 20min Physio und Ergo-Gruppe – das wars.

Körpertherapie werde ich zu einer anderen Therapeutin wechseln. Das ist mir sehr recht, denn ich weiß, dass bei der, bei der ich war, andere wirklich viel mitnehmen können und es wäre mir unangenehm gewesen, da einen Platz zu besetzen, der eigentlich heiß begehrt ist. Der Wechsel ist für mich aber in Ordnung.

Ich hatte auch angesprochen, dass ich natürlich auch erst gedacht hatte, dass ich den Termin behalte und somit halt auch einen „einfachen“ Termin hab, weil da kein Angsttraining, Einlassen und Co ist – aber das schade fände, denn auch wenn ich vor der Körpertherapie wirklich Angst hab, glaube ich, dass sich damit wirklich viel lösen könnte, sofern ich das Gefühl hab, mein Gegenüber weiß was es tut und kann auch damit umgehen.

Für mich ist es halt schon so, dass ich hier auch arbeiten – und was erreichen! – will.

Die Therapeutin fragte auch, ob sie mit meinem Therapeuten Kontakt aufnehmen darf – einfach auch um das als zusätliche Quelle zu nutzen – finde ich ja auch vollkommen ok und in Ordnung und war ja auch im Vorfeld schon mit meinen abgesprochen, dass das im Falle ok ist.

Frühen Nachmittag hatte ich dann Physio, das ist eigentlich ganz gut – am Abend hab ich dann heute noch Einführung in freien Sport – da erst nach acht, schreib ich da erst später was zu (gibt jetzt einen Nachtrag hier dazu).

Außerdem wurde ich gefragt, ob es für mich ok wäre, wenn ich ein anderes Zimmer bekäme – der Umzug wäre dann nächste Woche. Für mich war nur klar, dass ich im selben Haus bleiben möchte, weil im anderen kein Aufzug ist und da hätte ich dann morgens vor den Schmerzmedis oder auch abends eventuell ein Problem – Treppen sind immer noch – schwierig und ein Knie ist der Meinung da gerne mal streiken zu müssen. Das wäre aber eh auch hier im Haus und von daher ist das für mich auch in Ordnung. Abends hab ich dann sogar noch gefragt welches Zimmer es wird, und es ist tatsächlich sogar auf dem selben Flur, was mir viel Packerei ersparen wird – einfach rauf auf den Wagen und dort wieder runter (das würde ich jetzt so quer durchs Haus dann doch lieber nicht so offen machen).

Ich hoffe nur, dass das Zimmer genauso groß ist – es gibt wohl – was ich leider erst später erfuhr – auch arg kleine. Aber das ist ja jetzt nun nicht wirklich ein großes Problem. Schwieriger wäre für mich, wenn das Bett direkt von der Tür einsehbar wäre – aber dann muss ich von innen halt zusperren – also alles – machbar. Hab ja nicht mit so wirklich großen Zimmern wie das aktuelle gerechnet. Was mir erst Abends dann einfiel war, dass ich da hoffentlich nicht noch schlechteren Empfang hab – denn das Zimmer geht in eine Ecke raus, in der eigentlich auch draußen keiner ist. Das wäre natürlich echt doof.

Den Plan für nächste Woche gab es dann auch schon und der ist – überschaubar – wobei Montag und Dienstag heftig werden und Montag für mich das Mittagessen ausfallen wird, weil ich in der Zeit mein Einzel-Gespräch hab. Mal sehen ob ich morgens was aus der Küche mitkriege (weil ja strikte Regel NICHTS aber auch wirklich absolut gar nichts aus dem Speisesaal mitzunehmen, andererseits gibt es für best. Patienten auch Zwischenmahlzeiten, die die ja auch mitnehmen müssen – bin also gespannt. Zur Not gibts ums Eck einen asiatischen Imbiss und ich ess gebackene Bananen oder so).

Nachtrag: das muss ich jetzt doch noch loswerden. Im Sportstudio (ok es ist wirklich sehr! klein und halt Teil einer Physiotherapiepraxis – nennt sich aber Sportstudio) kein Crosstrainer, Ergometer so, dass ich sie nicht nutzen kann, einziges Gerät, dass ich somit nutzen kann/darf ist das Laufband. Natürlich nur gehend! Davon dafür zwei verschiedene. So als Ergänzung zum Nordic Walking.

Immerhin – beim einen kann man Steigung einstellen – also hab ich jetzt mal angegeben, dass ich da „Steigung trainiere“. Auch wenn wir die vor der Tür auch haben. Heute waren wenig da – das ging. Die Geräte stehen aber so eng, dass dass schwierig wird, wenn jemand das Nachbargerät nutzt. Zumal es schon schwierig ist überhaupt zum Gerät zu kommen ohne andere auf ihren Geräten zu schubsen (und ich meine wirklich schubsen, ohne Körperkontakt kommt man da nicht durch). Bei manchen kämen selbst dünne Leute nicht durch. Dafür könnte man sich super unterhalten.

Wird also durchaus interessant. Aber ich trauere wirklich dem Crosstrainer hinter her.

Sinnvoll wird es dann sein, wenn ich einen Schub hab, weil ich beim Laufband jederzeit aufhören kann (oder eben nur auf der Ebene laufen), während ich beim Nordic Walking ja immer auch wieder zurück muss. Von daher schon ein möglicher Ersatz, wenn NW nicht geht oder mal grad wieder nicht darf.

Oder um zu schauen wann ich die nötigen Kilometer schaffe um zu Fuß zum Einkaufen laufen zu können (was wohl eher noch in weiter Ferne liegt oder eher so Ende meiner Zeit hier erreicht sein dürfte).  Oder zum Tempo steigern (bin ja nicht die schnelle NWlerin). Es wird sich also schon nutzen lassen. Hätte mir halt eine Alternative zum normalen Gehen/Laufen gewünscht. Zumal mir das draußen alleine natürlich sehr viel lieber ist als in einem kleinen Raum mit anderen Leuten. Zählt dann also weniger als Sport und mehr als Angsttraining.

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