Klinik Tag 13

Heute morgen zum einen schwer aus dem Bett gekommen und schmerztechnisch jenseits von gut und böse. Außer etwas weniger Schlaf finde ich keinen Grund. Klar bin ich die letzten Tage mehr gelaufen, aber eigentlich hatte ich nicht das Gefühl dass das zuviel war – im Grenzbereich ja, aber zuviel nicht.

Bewegung ist in so einem Fall für mich wichtig – manchmal wird es dadurch auch besser – muss halt nur achtsam sein, etwas, was aktuell etwas schwer fällt.

Aber ich freute mich aufs rausgehen und lief dann auch eine schöne Nordic-Walking-Runde (die idealerweise etwa 5 Min weniger dauern hätte sollen, aber auch so gut getan hat).

Ansonsten: ich kämpfe immer noch mit dem mp3-Player. Aber das ist nicht so tragisch. Dann hab ich die Nägel gemacht – 3x – wie immer – hatte da doch gestern abend noch gemacht, während einer Quizzshow (deshalb wurde es auch nach elf und das ist für mich halt doch zu wenig Schlaf aktuell), aber irgendwie hab ich das heute schon wieder völlig zermatzt gehabt. Also nochmal neu – mit anderem Lack.

Hab mich dann für „Therapie-Nägel“ entschieden – also mit Symbolen, die auch was bestimmtes bedeuten. Im Endeffekt sollen sie mich erinnern warum ich hier bin, mich nicht zu verzetteln, den Ängsten zu stellen, die Ziele (und Wünsche) vor Augen zu behalten und bei mir zu bleiben.

Morgen ist ja die Einführung durch die Klinikleitung, vor der ich so Schiss hab – auch wenn mir gestern jemand sagte, dass es da wohl keine „Vorstellungsrunde“ gibt – aber ich seh halt erstmal die für mich zuständige Ärztin und da ich bei ihr dann auch die Visiten hab, ist das für mich ja fast was „behörden-/gutachtermäßiges“ inkl dazugehöriger Panik. Und ja – vom Kopf ist mir schon klar, dass das was anderes ist.

Egal – da auch der erste Körpertherapie-Einzel-Termin, zweimal Physio (auch mit neuer Dame) und dreimal Einzel ist (da freu ich mich allerdings drauf, ich will ja wirklich was tun hier), dachte ich, ich kann alle Hilfe brauchen.

 

Dieser Beitrag wurde unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik, stationärer Aufenthalt veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.