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Ein sehr voller Tag, der auch zeigte, wie viel eine funktionierende Betreuung ausmacht.

Erst Buchbinderei, mit einem großen neuen Auftrag, auf den ich mich freue. Dann die Pause in der Uniklinik, die heute schwierig war, aber ich hab es geschafft.

Physio dann das aktuell doofe Thema angesprochen, dass trotz dranbleiben im Moment nur mit Müh und Not der aktuelle Stand gehalten werden kann – und dass statt besserer Kondition schlechtere rauskommt. Sei es dass da ein Fibroschub sich ankündigt oder es am Cortison liegt oder sonst was – irgendwas ist da gewaltig im Busch und das finde ich nicht gut. Aber ich bleib dran.

Dann Betreuung, mit der Nachricht, dass der morgige Termin ausfallen muss. Was richtig blöd ist, weil ja Bücherei geplant war – da komme ich sonst nicht hin.

Immerhin nimmt er die Sachen, die zurückgegeben werden müssen mit und bringt sie morgen dort vorbei.

Aber ich merke, dass die Betreuung im Moment wieder mehr Stress als Hilfe ist. Kurzfristige Änderungen, das Gefühl immer in Hab-Acht-Stellung zu sein, weil er zu viel entsorgt/irgendwie verräumt usw – dazu die kurzfristigen Anfragen ob Ändern geht und statt der zugesagten 3 Termine sind es wieder zwei Wochen mit je nur zwei.

Nächste Woche vertritt wer andere – nur einen Termin – das war aber auch so abgesprochen, weil am Samstag „mein“ Betreuer wieder da ist.

Aber es haute mich gewaltig auf die Schnauze.

Dann noch ein Schreiben vom Betreuungsverein, dass der Antrag wegen MRT noch nicht gestellt werden konnte und mir zugeschickt wird.

Tja – und dann saß ich da – mit dem Briefumschlag in der Hand und bekam das alles überhaupt nicht nicht. Nicht mal das Öffnen, geschweige denn ein Unterschreiben und entweder direkt abschicken oder wieder an den Betreuungsverein.

Also versucht den gesetzlichen Betreuer zu erreichen, der leider morgen nicht in Göttingen ist – den Antrag eingescannt (und dabei ziemlich durchgedreht) und einfach hoffen, dass der das jetzt erledigt und es möglichst schnell eine Entscheidung gibt.

Achja – und dann noch die mail von der Buchbinderei, dass morgen vormittag nur ne Stunde wäre, ich aber auch nachmittags für 2 Stunden kommen könnte.

Es ist also mal wieder jegliche Planung durcheinandergeworfen.

Das mit dem Betreuer ließ es dann auch kippen. Seitdem versuche ich zu funktionieren – mit medikamentöser Hilfe.

Kurz nach  vier kam dann Pebbels – auf die ich mich echt freute, aber nicht wusste, ob sie wirklich kommt, weil zwischenzeitlich hieß es dass er doch nicht fährt – jetzt aber scheints doch – jedenfalls freu ich mich drüber.

Meine ehemalige Nachbarin A. kam dann auch für ne gute Stunde noch vorbei, sie war grad in Göttingen und hatte gestern angefragt, ob ich Zeit hab – auch das war sehr schön.

Zu viel Instabilität, braucht nur wenig um mich völlig aus der Bahn zu werfen. Und ich merke grade sehr deutlich wie wichtig eine funktionierende, stabile und unterstützende Betreuung ist – wie viel das ausmacht.

 

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