WMDEDGT 05/17

Die Nacht war dann nach einem holprigen Start doch ganz gut.

Um sieben dann wach, das Aufstehen fiel aber doch schwer – ich brauchte bis zum Wecker klingeln um 25 nach um auch wirklich ganz aufzustehen.

Dann erst Katzen ins Wohnzimmer scheuchen, Bad, mich fertig machen, alles zusammenpacken, Jause (diesmal nur Bananen und Molke) einpacken und um acht wurde ich abgeholt.

Es ging zur Buchbinderei, da hab ich heute den aktuellen Auftrag fertig gemacht und den nächsten in Empfang genomme – was alles auf die Minute genau geklappt hat.s

Dort wurde ich vom Urlaubsvertretungs-Betreuer eingesammelt, wiucr fuhren zu zwei Praxen – Rezepte einsammeln, brachten diese zur Apotheke, dort orderte ich dann auch das Medikament für die Katze mit und da ein Medikament nicht lieferbar ist (das ist schon das Ersatzmedikament für ein anderes), dauerte das alles etwas länger. Ich krieg das von einer anderen Apotheke, die das an meine schickt und hoffe, dass in vier Wochen das Lieferproblem behoben ist.

Von dort ging es zu Aldi – ich brauchte dringend Bananennachschub. Und gleich weiter zur Physio.

Da hatte ich grade noch Zeit für eine Kugel Pfefferminzeis, das gar nicht nach Minze schmeckte und schon war dann auch der Termin.

Da der dortige Crosstrainer erbärmlich quietscht, hab ich das dann abgebrochen (hab ja auch zuhause einen), wir arbeiteten mit Beinpresse und dann noch einiges für die Schultern, die zur Zeit sehr verspannt sind. Aber alles eher gemütlich, weil ich einfach unsagbar müde war und bin.

Da hängt mir die vorletzte Nacht mit nur ner halben Stunde Schlaf noch nach.

Kurz nach zwei war ich dann zu Hause, schleppte zwei Pakete hoch, lächelte über gekochtet Eier, die unbedingt in einem neuen Paket verschickt werden mussten, weil sie am Tag zuvor im anderen vergessen wurden (die Diskussion am Telefon, dass das ja gar nicht schlimm ist, ich auch welche habe und es doch nicht lohnt nur wegen Eier noch ein Päckchen zu schicken verlor ich wie man sieht), merkte, dass ich vom Eis immer noch satt war und nach Umziehen und Auspacken und Verräumen verscheuchte ich den Bonsai-Tiger aus der Hängematte und setzte mich selbst rein.

Nach mails checken und das eine oder andere am Computer erledigen startete ich mit diesem Beitrag.

Geplant ist jetzt noch viel Ruhe, ein paar Hörbücher einpflegen und später was leckeres Essen – ob das ein gemischter Salat oder doch Kässpätzle werden weiß ich noch nicht.

Die frischen Spätzle und der fertig gemischte Kässpätzlekäs war nämlich im ersten Päckchen, in dem die Eier vergessen wurden. Die wurden übriges von einer Dose Mais und einer Dose Erbsen gestützt im kleinen Päckle.

Nebenher wurden noch die Nägel neu lackiert (also angefangen), weil morgen der Termin beim Handchirurgen ist. Und irgendwie nervt die Tastatur heute extrem, weil sie mir immer den Link reinschreibt – den zu Frau Brüllen, die das ganze WmdedgT anfragt.

Mittlerweile ist es kurz nach fünf. Vor mir steht ein gemischter Salat und selbstgebackenes Brot mit Salami oder Butter und Schnittlauch.

Zu den Hörbüchern bin ich noch nicht gekommen, aber die Nägel sind fast fertig (nur der Daumen, den muss ich neu machen, da hab ich zu früh Essen gemacht) und statt Hörbücher werde ich mich an einen geplanten Artikel machen. Da hab ich bisher nämlich nur arg grobe Vorstellungen.

Halb sieben ist durch, aus einem wurden zwei Artikel, wobei ich beim zweiten noch einiges machen muss.

Gleich gibt es noch ein paar Trauben und dann werde ich den Abend einläuten. Morgen dann Handchirurg, der trotz Verschlechterung bitte sagt, dass die Op nicht unbedingt sein muss.

Tja und dann kommt um zehn nach sieben ein Anruf, der alles verändert. Ich hab ja nur noch zu einem Bruder regelmäßigen Kontakt. Trotzdem sind mir auch die anderen sehr wichtig.

Manche haben den Kontakt zu mir abgebrochen, als ich den zu meinen Eltern abbrach, bei manchen ist er – eingeschlafen. Weil ich die Eltern konfrontiert habe und irgendwie beim Kontakt mit mir der Missbrauchsvorwurf (den der Vater übrigens nie bestritten hat) immer mit im Raum stand.

Grade mit den Halbgeschwistern, mit denen ich den Vater teile – fiel es schwer. Und die, die die selbe Mutter haben mussten sich entscheiden – sie oder ich. Es war klar, dass sie sich für die Mutter entscheiden (mussten).

Meine Geschwister sind mir wichtig. Unabhängig davon ob Kontakt besteht oder nicht. Manche fehlen mir mehr, manche weniger. Was einfach darin begründet liegt, dass ich mit manche mehr und anderen weniger zu tun hatte als Kind oder Erwachsene.

Aber ich hab eben erfahren, dass einer von ihnen sterben wird. Bald. Es geht um ein Abschied nehmen. Und für mich ist klar, dass ich das auch möchte, weil er mir immer wichtig war, er einer von denen war, mit denen ich früher engeren Kontakt hatte.

Das klingt alles – blöd. Meine Familie ist nicht „normal“, es gab keine richtigen Geschwisterbande – weil die nicht gewünscht waren, weil das untergraben wurde. Es gab ein füreinander da sein um zu überleben – aber keine wirklichen Beziehungen.

Auch mir ist hier ein Abschied nehmen und auch ein Klären zwischen uns wichtig – ich weiß nur noch nicht wie – wir haben seit über 10 Jahren keinen Kontakt und nicht weil es Streit gab, es ist – kompliziert.

Ein Anruf und plötzlich wird der eigene Alltag und die eigenen Probleme unwichtig.

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Ein Kommentar zu WMDEDGT 05/17

  1. ute sagt:

    Ein Anruf und plötzlich wird der eigene Alltag und die eigenen Probleme unwichtig.

    Ich verstehe dich generell ganz gut… finde aber dass du zu sehr in deiner Vergangenheit verhaftet bist, und zu wenig … ich möchte dich nicht verletzen, aber: lebe einfach mal wieder.
    Egal was ich schreibe… ich würde nie zu dir durchdringen……………… können *denke
    Alles Liebe dir

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