so viel

In den letzten Wochen ist so viel passiert. Tiefkühle, Ofen, Pfanne, Zahn kaputt, so viel inneres Toben und Schreiben und Ertrinken in Tränen, aber auch so viel Warmherzigkeit, Dankbarkeit für tolle Freunde und so viel Spazierengehen – stundenlang – das war in dieser Regelmäßigkeit sicher über 10 – 15 Jahre nicht mehr möglich.

Es zogen neue (also für mich neu) Tiefkühle und Ofen ein, teilweise dann sehr ungeplant geliefert, was kurzfristig Spannung, Stress und Umorganisieren erforderte.

Es gab absolute Tiefs erlebt, aber auch immer wieder Boden unter den Füßen. Außer in diesen Tiefs gab es auch genug Kraft. Nicht grad überschäumend, aber halt – genug. Tiefs dauerten nicht Monate, sondern nur Tage.

Ich war die meiste Zeit relativ nah an Gefühlen – was für mich Neuland ist und so manches Problem bescherte, aber ich kann auch sehen, dass es ein Fortschritt ist.

Und dass eben das Neuland auch viele alte Mechanismen auslöste – alte Reaktionen, die ich hinter mit gelassen glaubte. Als müssten sie sich aufbäumen und dringend wieder die Distanz zu den Gefühlen schaffen.

Die Wochen waren hart – und manchmal, sogar viel zu oft, war auch das Positive überfordernd.

Aber es waren auch Wochen, die sehr bewegt waren. Innerlich und äußerlich und ich bin nicht sicher ob es in die richtige Richtung bewegt oder nicht. Vielleicht werde ich das erst erfahren, wenn ich den Weg gegangen bin.  Im Moment ist alles einfach – neu und aufwühlend.

Ich bin auch nicht sicher, ob ich da grad wirklich was zu sagen hab – es läuft einfach, nicht fremdbestimmt oder so – aber es arbeitet. Und das ist gut.

So schwierig das oft auszuhalten ist – es ist gut so. Es ist besser als Stillstand, es ist in Bewegung und um was zu ändern, muss sich was bewegen.

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