Thera heute

Irgendwie verkorkst. Wir starteten wieder mit der Gebirgsmeditation – nur dass er sie diesmal ablas und nicht aus dem Stegreif improvisierte.

Und es ging ums Atmen – was nie gut ist, weil ich dann das Atmen eher einstelle, dann ging es weiter und es kam ein Begriff, der für mich – schwierig war. Während ich mit dem Begriff noch haderte, kam der nächste – der dann in Kombination mit dem ersten mich völlig aushebelte.

Panik pur. Ich ließ den Thera erstmal weiterreden, dachte ich könnte seine Stimme als eine Art Anker nutzen, weil ich immer weiter wegdriftete. Doch dann kamen die nächsten Begriffe. Begriffe, die an sich nicht triggern, nur leider irgendwie zum Triggerthema passten und so kam dann ein Stopp von mir.

Ich hatte wirklich Schwierigkeiten wieder aus der Panik rauszukommen und vor allem wieder im Raum des Theras anzukommen.  Das merk ich dann ja immer am Blick, der verschwommen und eher wie in einen grellen Scheinwerfer zu schauen. Es gelang mir nicht etwas wirklich klar zu sehen – immer ein Zeichen, dass ich recht weit weg bin.

Es dauerte lange – ich kam langsam wieder an im Theraraum und dann kam das Klingeln – das hebelte mich dann endgültig aus.

Da half dann nichts mehr und ich schickte den Thera raus, weil ich schlicht keine Luft mehr bekam. Allein fällt es sehr viel einfacher mich wieder zu fangen.

Danach war ich wenigstens wieder in der Lage zu antworten und zu reagieren.

Gegen Ende sollte es dann um Gefühle gehen – wobei ich mich dann entschied, dass wir das mit dem Turmzimmer versuchen sollten. Weil ich schlicht gegen Täterintrojekte nicht mehr ankam – und da ist das Turmzimmer dann die einzige Chance.

Immerhin konnte ich es mir vorstellen – wenn ich auch nicht reinkam. Aber es ist – erreichbar. Also werden wir nächste Woche gezielt am Turmzimmer arbeiten.

War alles so nicht erwartet. Und entsprechend anstrengend. Hat auch Spuren hinterlassen – es arbeitet – wieder mal – und brodelt – auch nicht neu.

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