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Nachdem es wegen vergessenem Anruf eh kippte, war dann der – überfällige – Betreuungstermin, bei dem auch ohne schon klar war, dass er mich überfordern würde (weshalb ich das heutige Thema auch schon länger geschoben hab – nur ging das jetzt nicht mehr).

Der Betreuer hat Hilfe angeboten, mich sonst in Ruhe gelassen – also sich ideal verhalten. Dafür bin ich auch dankbar. Trotzdem gab es zwei Frustkekse (weil die Alternative gewesen wäre loszuheulen, was solange der Betreuer da ist, ein no-go für mich ist).

Immerhin – wir haben es geschafft.

Danach sollte es Pommes geben. Die irgendwie einfach nur zäh waren. Und beim aus der Tiefkühle holen, ist mir einer der Böden gebrochen. Also die, durch die das Kältemittel fließt und auf die man die Schubladen stellt.

Ich hab nicht nachgesehen – weil alles nur noch zuviel – die Tür wieder zugemacht und hoffe jetzt einfach, dass mir da drin nichts ausläuft und er weiter kühlt – weil neuer ist frühestens im März drin, wenn nicht wieder was dazwischen kommt.

Ich aß also zähe Pommes und versuchte durchzuhalten. Nicht denken, nicht fühlen, äußere Reize abschalten (Licht, Fernseher, Musik, alles was Töne oder Helligkeit verursacht). Einfach irgendwie den restlichen Tag rumkriegen ohne zusammenzuklappen.

Was nicht wirklich funktionierte.

Es wurde immer schlimmer – und so hab ich mich eben das erste Mal seit langem wieder abgeschossen, warte jetzt dass die Medis wirken und konzentriere mich bis dahin aufs atmen.

Oder versuche über aufschreiben etwas von dem inneren Druck loszuwerden.

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