Buchbinderei

Heute morgen suchte ich grad meinen Kram zusammen, hatte ein Buch fertig und packte das grad in die Presse, als die Leiterin auf mich zukam und mich was fragen wollte – noch kurz umschwenkte zu einem „Wie geht es Ihnen heute“ – von dem ich schon wusste, das interessiert sie zwar wirklich, ist ihr aber grade noch eingefallen, dass sie das vorher abfragen sollte, bevor sie mit dem Rest kam.

Ich fand das eher lustig – weil ich bei ihr auch weiß, dass es ihr WIRKLICH wichtig ist, wie es mir geht.

Wie auch immer. Es gäbe da ein paar Aufträge – natürlich den von dem einen Herren, der gerne noch Kisten hätte, sie hätte auch die Maße, aber sie hätte auch noch Bücher, ob ich die vielleicht machen könnte.

Klar – warum nicht. Sind ganz normale Notizbücher, eins in bestimmten Maß und Vollgewebedecke (und das können nicht so viele) und dann noch drei weitere Bücher – alles Aufträge von auswärts, sollten also auch gut aussehen – und damit kommen dann wieder nicht mehr so viele in Frage.

Vollgewebedecke mach ich ganz gerne – von daher – kein Problem

Ich mach sie jetzt etwas anders als sie dort sonst gemacht werden. Da gab es in den beiden Buchbindereien in denen ich bisher war ja Unterschiede – die eine verzeiht mehr Fehler, während die andere sehr genau gearbeitet werden muss, dafür gefällt mir die halt auch besser.

Von der Arbeit her finde ich es eher interessant – die unterschiedlichen Arten.

Also suchten wir Packpapier – das braucht man nämlich für die 2. Variante und das kommt in der aktuellen Buchbinderei nicht vor. Nach vielen Suchen und rumtelefonieren fand ich dann ein ähnliches Material im Werkraum – und Packpapier als Verpackung für die Pappe. Ersteres unterzog ich einem Test, ob es das, was ich will auch alles kann – passte.

Ich merke, dass mir die Arbeit grade echt unheimlich Spaß macht. Dass es auch gut ist, wenn ich erstmal die Bücher mache, denn Kisten mag ich nur, wenn sie kompliziert sind. Die, die als Auftrag ausstehen sind aber schon berechnet und nur abzuarbeiten. Werde ich trotzdem machen, aber erstmal diese Bücher.

Zwischendrin werde ich für mich eine Art Mischung aus Schnellhefter und Sammelmappe machen. Ich hab ein Heftsystem gefunden, dass für die medizinischen Unterlagen super klappt – weil es ähnlich einem Ordner nutzbar ist, aber nur so dick wie ein Schnellhefter (Jalema-Heftmechanik).

Das möchte ich in der Größe von Hüllen und Register machen (Hüllen sind oben und links offen zur einfacheren Entnahme). So kann ich das wichtigste einfach da immer einpacken, einen Teil für Aktuelles, was ich halt im Rucksack habe und einen weiteren Teil für ältere Befunde, wenn es mal wieder zum Facharzt geht. Sozusagen ein selbstgemachtes Ärztebuch.

Zwar fand ich die aktuelle Lösung auch nicht schlecht, aber manchmal etwas unhandlich. Vor allem nicht so einfach dann für Facharztbesuche erweiterbar.

Und da es so eine Mappe wie mir vorschwebt nicht gibt, mach ich sie mir halt selbst.

Aber das muss noch warten, im Moment mach ich tatsächlich lieber die Bücher. Vielleicht auch weil die recht schnell gehen – man also schnell Erfolgserlebnisse hat.

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