Kopf

Mir hängt das Kopf-MRT noch nach.

Ich hab ein Problem damit, dass da irgendwas ist. Dabei geht es nicht darum, dass es was Schlimmes sein könnte oder nicht, denn es wäre nichts Schlimmes. Sondern einfach dass da was ist.

Vor vielen vielen Jahren (20 etwa) hieß es, dass ich jährlich eins machen sollte – ein Verdacht stand im Raum – oder eher ein weiter ausschließen.

Mir war klar, dass er sich zerschlagen hat, weil sonst schon viele Jahre Symptome bestehen hätten müssen, und im Vorfeld hab ich da auch nicht groß drüber nachgedacht.

Ich merkte nur, dass ich diesmal auch vorm Ergebnis Angst hatte – was ich ja vorher nie hatte.

In den letzten Tagen wurde mir dann klar, dass es mehr um Täterintrojekte usw ging. Ja – ich hab den Kontakt zu den Eltern abgebrochen, aber zumindest die Mutter ist in mir immer noch sehr aktiv – als Täterintrojekt.

Diese Zeit letztes Jahr – in der dieser Anteil quasi komplett übernommen hatte – beschert mir noch heute Alpträume.

Von daher hab ich weniger Angst vor einem Adenom oder so – sondern vor diesen Anteilen, die es ja immer noch schaffen mich komplett auszuhebeln.

Für mich sind sie dann in meinem Kopf – übernehmen quasi den Körper. Nicht immer so massiv wie in diesen 2 Wochen damals – meist ist es mir auch bewusst, aber es ist halt immer noch – da.

Die Angst, dass mit dem Kopf etwas nicht stimmt ist groß – nicht umsonst sind Schlaganfall und Demenz Bereiche, die in meiner Patientenverfügung klare Regelungen bekommen haben.

Es ist die Angst, nicht mehr selbst bestimmen zu können. Und genau das passiert bei Täterintrojekten – es ist nicht mehr freie Entscheidung – da gelten dann wieder alte Regeln. Und selbst wenn mir das bewusst ist, kann ich das nicht immer beenden.

Auch wenn ich es schon ziemlich gut in Griff kriege, gibt es dennoch Momente, in denen das nicht gelingt.

Für mich war die Aussage, dass da was ist, was auffällig ist, aber eben nicht klar gesagt werden kann was es ist – mit die Schlimmste.

Als würde da so ein Anteil sitzen und alles übernehmen wollen.

Mir ist durchaus klar, dass das Blödsinn ist – dass das gar nicht möglich ist. Aber es füttert die Angst. Die Angst, dass mit dem Kopf irgendwas ist oder sein könnte.

Es erklärt die Anspannung die vorher da war, die deutlich anders war als sonst, massiver, intensiver und gleichzeitig weniger greifbar.

Und auch, warum mir das immer noch nachhängt. Teilweise weiß ich jetzt auch warum.

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