Thera heute

Sehr aufwühlend.

Es ging um Gefühle und warum die nicht sein dürfen oder genauer, warum die irgendwie logisch sein müssen und erklär- und zuordenbar usw. Irgendwie beim „steht mir nicht zu“ gelandet, dass sehr viele Täterintrojekte ausgelöst hat, dann über „wer muss mir verzeihen“ bei massiven Schuldgefühlen und Scham und so allumfassend bei Täterintrojekten geendet, dass gar nichts mehr ankam und ich von einem Flashback in den nächsten rutschte.

Das was da dann ausgelöst wurde, durfte dann natürlich nicht sein und schon gar keine Hilfe – weil – verdien ich ja nicht – und somit war der Thera dann völlig außen vor – weil gar nichts mehr ging.

Dafür dann sehr sehr aufgewühlt und mit innerem Chaos und Toben den Termin beendet.

Nach dem Termin konnte ich mich relativ schnell wieder fangen.  Eine Tour durch die Stadt half da sicher bei (funktionieren müssen).

 

Für das wie gehts weiter, hat sich eine Idee herauskristallisiert. Wenn ich bisher Traumaexposition gemacht habe, haben wir ja nie diese Trauerarbeit danach gemacht. Meist sogar nichtmal die Situation auf Gefühlsebene – sondern das nur minimal  – eher mit der Gefühlsebene der Erwachsenen, die sich dieses Kind anschaut.

Für mich ist nach wie vor ein Grund und eine Erklärung und „Rechtfertigung“ für ein Gefühl und besonders für einen Ausdruck des Gefühls notwendig. Vielleicht wäre es eine Option diese Situationen, die ja weitestgehend abgearbeitet sind – also keine Flashbacks oder so mehr auslösen – aufzugreifen und gezielt die Gefühle des Kindes und die Trauerarbeit danach zu versuchen – durch die Situation wäre ja Grund, Erklärung und Rechtfertigung eigentlich gegeben.

Ob das wirklich so klappt oder möglich ist – muss ich sehen. Aber wenn macht es nur Sinn mit Situationen zu arbeiten die eindeutig sind und auch für mich ausschließlich eine Opfersituation (also kein „hab ich vielleicht ja  verdient“ oder ähnliches bei) – sonst bin ich eh sofort wieder in der Täterintrojektecke.

Mal sehen.

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