WMDEDGT 09/16

Frau Brüllen fragt wieder: Was machst du eigentlich  den ganzen Tag?

5:00 Uhr: erstes Überlegen ob ich aufstehen soll, aber mich für nochmal probieren entschieden

8:30 Uhr: der Wecker klingelt, ich stehe auf, kuschel bisschen mit der Katze, die, sobald ich sitze erstmal auf den Schoss klettern will bis es an der Tür klingelt

8:40 Uhr: ich öffne mit Wischmophaaren, kläre kurz mit der Freundin-Nachbarin, dass ich ihr den Garagenschlüssel hinterlege, damit sie ganz in Ruhe ihre Sachen packen und dort erstmal zwischenlagern kann, dann Bad und erstmal Medis nehmen und als ich die Katzen von einem ins andere Zimmer scheuchen will, klingelt schon der Urlausvertretungs-Betreuer.

10:30 Uhr: wir haben richtig viel geschafft und vor allem konnte ich endlich mal das Bad wieder richtig sauber machen – dafür tut die Hand jetzt auch richtig weh – das mit dem dosieren üben wir also noch.

Ich überlege was ich jetzt frühstücke, zumal ich mittags auch weg bin, entscheide mich für einen Frau-Brüllen-Flammkuchen, schnibbel die Zutaten und mach gleich die doppelte Portion – eine fürs Frühstück und eine kalt dann nach der Physio.

Es klingelt an der Tür, aber niemand da – nur ein kleines Päckchen liegt da. Der Bluetooth-In-Ear-Kopfhörer, den ich testen darf.  Suche da ja immer noch einen Ersatz für den Haupkopfhörer, für den Fall dass der Akku da mal alle ist. Der bisherige Ersatz schirmt Geräusche von Außen nicht ab und ist für mich daher nicht nutzbar – wenn jemand so einen sucht – einfach melden.

11:00 Uhr wieder mal viel Ärger mit ebay-Kleinanzeigen – die Leute sind manchmal wirklich sehr unverschämt, ich überlege seit Tagen meine Sachen da rauszunehmen. Feilschen ist ja gut und schön, aber alles was mehr als 10 – 20 % ist, finde ich einfach unverschämt. Ich mach mir nämlich durchaus einen Kopf was ich für einen Preis da einstelle. Vor allem die sich häufenden Fragen nach halben Preis und ich soll bitte auch noch die Versandkosten übernehmen – nerven sehr.

Nebenher hab ich die Nägel, die durch die Putzaktion in Mitleidenschaft gezogen wurden, ausgebessert – dabei festgestellt, einer meiner Nagellacke lässt sich super ausbessern, der andere – nicht so.

Das war mir heute wichtig, weil ich gestern sozusagen „Therapie-Nägel“ für morgen gemacht hat. Mit Nagelstickern, die jeder einzelne eine besondere Bedeutung für mich hat und eben Erinnerung/Wünsche/Kraft/Sicherheit signalisieren sollen und mich daran erinnern, dass es gut ist, dass ich das so will und mit Hilfe vielleicht auch schaffen kann.

Ich liebe ja Nagelsticker und als ich einen Bogen mit Turm und Baum drauf fand – musste der natürlich sein – auch wenn ich eigentlich zu alt für diese Art Sticker bin.

Diesmal also:

  • Turm – für den sicheren Ort, Sicherheit, aber auch dafür, dass mir mein Turmzimmer so sehr fehlt und ich mir das unbedingt wieder erarbeiten möchte, das geht nur mit Gefühle zulassen, hinspüren, fühlen.
  • Baum – für Stärke, Schutz, ist ja „mein“ zweites sehr wichtiges Symbol – auch hier mit ein Symbol für einen der sicheren Orte, der mehr zum Auftanken da ist
  • Brief – als Erinnerung die Kommunikation aufrecht zu erhalten mit dem Thera, nur so kann er verstehen um was es geht und auch unterstützen – wenn Reden nicht geht, eben schreiben. Aber eben auch – in Kommunikation bleiben, ihn nicht rausschmeissen, seine Hilfe annehmen.
  • Feder – es geht darum, den Druck, der da ist – zu mildern, diese Masse an Gefühlen, das Chaos, die Schwere darin – leichter zu machen
  • kleiner Stern – das Ziel (Turmzimmer, Gefühle zulassen können, fühlen, hinspüren – daran Arbeiten dass auch Gefühlsausdruck (Tränen) sein dürfen) nicht aus den Augen zu verlieren. Und es auch als Licht sehen, selbst wenn ich grad keins mehr sehe. Die Sterne sind trotzdem da.

Da diesmal ja der kurze Abstand in den Terminen ist und ich das wirklich nutzen will (und tatsächlich etwas näher dran bin an mir als sonst) – war mir das halt wichtig und weil ich immer vergesse Handschuhe beim Putzen anzuziehen – musste halt etwas korrigiert werden.

11:20 Uhr: Der Ofen klingelt, aber die Katze kuschelt grade (und zwar die, die sonst nie kuschelt) und ich fange nebenher hier an.

11:30 Uhr: es klingelt zum vierten Mal an der Tür – die Post (und ich bedauere jetzt schon, den, der morgen kommt, da sind nämlich 3 30-Kilo-Pakete bei, die wohl montags nicht zugestellt werden, sonst wäre das aufgeteilt heute und morgen) – die einen weiteren Produkttest bringt. Also hol ich auch gleich den Flammkuchen aus dem Ofen.

12:00 Uhr: tatsächlich mal geschafft die Mittags-Cortison-Tablette pünktlich zu nehmen – suche ja immer noch nach einem narrensicheren System dafür. Erinnerungen reichen irgendwie nicht.

Außerdem etwas mehr als eine Portion vom Flammkuchen gegessen, war einfach zu lecker. Ist aber auch ok.

12:25 Uhr: noch schnell eine Anfrage geschalten (suche eine App für Ernährungs- und Trainingstagebuch, die mir Ernährung, Training und Gewicht als Statistik/Diagramm über einen Monat hinweg darstellt um den Verlauf zu sehen – aktuell nutze ich Fat-Secret, die das leider fürs Training nicht kann – wer da also einen Tip für mich hat – bitte sehr! Für Android.)

Dabei übersehen, dass ich in 15 Minuten abgeholt werde – und statt mich fertig zu machen, schreibe ich das hier. Jetzt gleich geht es zur Physio, wobei ich nicht weiß, ob er überhaupt was machen kann heute, da die Fäden (Hand-OP vor 10 Tagen) ja erst am Nachmittag gezogen werden, das war ja für vorher geplant, hat sich aber jetzt doch verschoben. Mal sehen, sonst halt Crosstrainer oder so.

16:00 Uhr – um kurz nach zwei war ich wieder zu Hause. Der Physiotherapeut war überrascht ob der schon guten Beweglichkeit, schimpfte ein bisschen „du machst sicher viel zu viel, mehr Ruhe geben“, wird aber in die Akte einen Zettel legen mit „bitte eher bremsen und nicht auch noch pushen“, da ja ab nächster Woche jeder Termin bei jemand anderen ist für seine Urlaubszeit.

Da bin ich ja immer noch von der anderen Praxis verängstigt. Die hatten ja mein Knie damals noch mehr kaputt gemacht, weil sie nur sahen: dick = muss gepusht werden. Selbst der Anruf vom Arzt, dass das viel zu viel ist, was die machen und die Schmerzen nicht vorgespielt sind, half nicht – bis er dann meinte: da darf ich nicht mehr hin, wenn ich nicht noch mehr kaputt machen will im Knie.

Seit wieder da ackere mich durch verschiedene Ernährungs-/Trainings-Apps – irgendwie kann jede irgendwas nicht. MyFitnessPal käme in Frage, aber nur in der Premium-Version – und 50 Euro im Jahr? Hmm. Ist dann halt doch viel Geld. Bleibt also erstmal bei FatSecret und ohne Statistiken, dafür kostenlos.

Für Ernährungsberatung/Arzt wären halt solche mind. monatlichen Übersichten nötig, damit auf einem Blick erfasst werden kann, ob und was für Fortschritte es gibt.

FitBit war auch interessant, aber leider lässt sich da die Kalorienzahl nicht fest einstellen, sondern wird erstens berechnet (und das ist nicht die, die ich will) und zweitens mit Aktivitäten verrechnet – ändert sich also auch noch ständig. Geht gar nicht und kann ich so nicht nutzen.

Nun denn – wenn es keine größeren Probleme gibt, bin ich schon froh. Immerhin hat sich das mit dem Essen auf einem Niveau eingependelt, dass erstmal gehalten werden kann. Dann aber auch nicht schnell verändert werden sollte (sonst Jo-Jo-Effekt), sondern über mehrere Monate langsam gesteigert.

Außerdem versucht den Bruder zu erreichen, der heute Geburtstag hat, später dann mit ihm telefoniert und ihm gratuliert.

Gleich geht es zum Fäden ziehen – da hab ich ja eine Panik vor. Ich weiß, es ist nicht schlimm, ziept nur ein bisschen – bla. Aber die Angst bleibt. Als Kind – ich war vielleicht 7 oder 8 – wurden am Unterbauch Fäden gezogen. Es hieß, tut gar nicht weh und es tat sehr weh – also wirklich weh. Seitdem ist Fäden ziehen so was, von dem ich vom Kopf her weiß, das damals war ungewöhnlich und es tut wirklich nicht weh, ziept höchstens kurz – und trotzdem schieb ich total unsinnige Panik. Das macht es dann halt stressig.

19:25 Uhr: wieder daheim, Fäden gezogen, ich hab es überlebt, wieder neu verbunden (von mir, aber was solls) und mir den ärztlichen Segen für die 1800 kcal geholt.

Vorher kurz, danach lange mit dem Fahrer (der für mich ja mittlerweile mehr als „nur“ Fahrer ist und umgekehrt auch) diskutiert/gesprochen. Er ist gläubiger und praktizierender Moslem, ich gläubige und praktizierende Katholikin – wir sprechen oft über den Glauben und ich finde diese Gespräche immer sehr interessant. Vor allem ist er auch offen für Fragen und hat mir da schon so manches Verständnis näher gebracht. Heute ging es darum, ab wann jemand „extrem“ ist oder fanatisch und ums Kopftuch.

Jetzt noch eine Linsensuppe (von gestern), Katzen versorgen und dann ab ins Bett – bin so saumüde.  Eigentlich müsste ich noch Duschen, aber da die Hand grade nicht gebrauchsfähig ist, könnte ich mir die Haare danach nicht bürsten, also muss das bis morgen früh warten (Wecker gleich mal eine halbe Stunde eher stellen).

Im Bett dann noch in Ruhe lesen und etwas runterkommen und später dann hoffentlich gut schlafen.

Tja oder eben doch erst um acht – wo ist nur die Zeit heute geblieben?

20:25 Uhr – endlich im Bett, noch etwas lesen (bis ca. halb zehn) und dann schlafen.

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2 Antworten auf WMDEDGT 09/16

  1. Jaelle Katz sagt:

    Versuchs mal mit fddb.info😃

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