Hand und Endokrinologie

Ich mag den Chirurgen ja. Auch wenn er dann heute meinte – Heilungszeit ca 6 Wochen und zweimal die Woche Physio und erst wenn das alles wieder gut ist, können wir die große Op planen anfangen.

Er meinte dann auch, er bzw sein Kollege hätten mir alles genau erklärt, ich wäre auch völlig klar gewesen und hätte noch so einiges erzählt – aber alles gut – und dass die Anästesisten ja immer meinen, dass so ein Gespräch direkt nach der OP keinen Sinn mache, er es immer wieder spannend fände, dass die Patienten davon oft einfach nichts mehr wissen.

Ich hab ihn überhaupt nicht wahrgenommen, einen Kollegen schon gar nicht (hatte auch gedacht er hätte es gemacht), das erst was ich weiß war Panik und Hyperventilieren im Aufwachraum.

Aber immerhin, sie konnten viel und gut arbeiten und richten, es war genug Material über so dass die Aussichten sehr gut sind.

Und dass er mich bremst – ich soll nicht zu schnell machen, worauf dann die Schwester nur einwarf, dass er normalerweise genau das Gegenteil sagt, also eher puscht usw und dass ich daher seine Warnung wirklich ernst nehmen soll. Ich hatte ja von meinem Physiotherapeuten im Vorfeld schon den Tipp bekommen dann halt Finger strecken und leichte Faust machen zu üben – im Rahmen wie es ok ist, also auch nicht groß weh tut. Das hab ich also auch seit Sonntag brav gemacht und entsprechend gut (und beschwerdefrei) geht das heute auch schon, das ist wohl nicht so typisch, normalerweise müsse man die Patienten da eher aufmuntern sich das ruhig zu trauen.

Trotzdem geht es dann langsam auch in Richtung Beweglichkeit des Handgelenks wieder hinbekommen und er warnte mich, dass das ein schmerzhafter Prozess wird, der aber leider sein muss.

Ähm. Ja. Gut. Lass ich mal so stehen. Denke da bin ich als Dauerschmerzpatientin schon anderes gewohnt, wie gesagt, ich fand jetzt schon die Fingerübungen nicht wirklich schmerzhaft, höchstens anfangs etwas unangenehm.

Nur das mit den 6 Wochen macht mir etwas zu schaffen, weil das auch heißt, dass eben auch die große Op sich weiter verschiebt und damit die Planung wieder durcheinander wirft – damit steht dann wieder im Raum eventuell doch vorher die Reha zu machen.

Nächsten Montag dann beim Hausarzt Fäden ziehen und dann kann es quasi losgehen. Ob das mit meinem Physiotherapeuten mit 2x die Woche klappt (eigentlich darf er gar keine amb. Patienten mehr, ich bin nur, weil halt schon seit vielen Jahren und ein zweiter Termin muss da erstmal untergebracht werden), muss ich morgen klären – wird auch fahrtechnisch evt eine Herausforderung. Zumal ich ja mit Buchbinderei eigentlich wieder starten wollte, aber die wird wohl noch diese 3-4 Wochen warten müssen.

Endokrinologie war dann heute etwas enttäuschend – weil sie noch abwarten will, bevor sie die Provokationstests wiederholt. Kann ich zwar verstehen, aber irgendwie war schon das alles für jetzt geplant. Also wurden nur Blut abgenommen, Werte krieg ich dann übernächste Woche, in zwei Monaten also nochmal ein Labortermin (bei dem dann hoffentlich auch der Glukose-Provokationstest gemacht wird, weil da erwarte ich eigentlich, dass das mittlerweile alles ok ist), der Cortisoltest erst in etwa 4 Monaten (den hatte ich mir für heute erhofft, weil ich ja glaube, dass die Dosierung noch nicht so richtig passt).

Bis dahin die Medis so weiter (Cortison erhöhen möchte sie erstmal nicht, aber ich soll da ruhig großzügiger sein mit situationsbedingten erhöhen – sofern das nicht häufiger als einmal die Woche ist, ist alles ok – das ist ja in etwa auch das was ich wollte, von daher passt das) und dann sehen wir weiter.

Nach dem Fäden ziehen nächste Woche sind Arzttermine dann tatsächlich erstmal raus – und ganz ehrlich, diese regelmäßigen werden mir sicher nicht fehlen. Ok da Mrt dann noch, aber sonst ist tatsächlich mal für 5-6 Wochen Pause.

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