auf und ab

Heute sollten also Voruntersuchungen laufen – tja Untersuchung war keine einzige (und ich bin ja immer noch nicht so sicher, ob das mit fehlender Blutabnahme so stimmt, weil sowohl der Anästhesist als auch der Chirurg, der die Aufklärung gemacht hat von Blutabnahme und aktuellem Blutbild sprachen, aber die Dame dort meinte dann wäre nicht nötig), dafür OP-Aufklärung und vom  Anästesiten ein „no go“ für ambulante OP.

Da hatte ich ja den Chirurgen drauf angesprochen – wegen der Nebenniereninsuffizienz – aber es hieß: kein Problem. Sah der Anästestist dann doch sehr anders. Auch dass ich das Metformin abgesetzt ab (obwohl der Chirurg meinte: nicht nötig) war richtig und gut – sonst hätte die OP nämlich nicht gemacht werden können.

Arm ist bereits markiert („nicht dass wir noch das falsche Handgelenk machen“, was ich mit einem – „na bei dem steht es doch eh auch irgendwann an“ quittierte) und der Anästestist war sehr angenehm, hatte viel Verständis (und eher Sorge wegen „na Sie haben aber auch bei allem „ja“ geschrien“ beim Studieren meiner Diagnosen- und Medikamentenliste), wird das mit der Musik auf jeden Fall klären und auch erst Verweilkanüle legen und mich erstmal schlafen schicken (weil Dormicum-Tropfen führen eher zu Erbrechen und funktionieren eh nicht) und wenn ich dann schlafe den Rest machen. Er hat mir fest versprochen dafür zu sorgen, dass ich nichts mitkriege.

Den Chirurgen hab ich dafür mit meinen Fragen ziemlich irritiert – so genau konnte er mir das alles nämlich nicht sagen, wie ich es wissen sollte – weil er nämlich die OP gar nicht macht, sondern nur die OP-Aufklärung (was er mir aber erst ganz zum Schluss gesagt hat – das hat mich dann doch wieder beruhigt).

Von meiner Seite gab es das ok für alles, was nur einen Unterarmgips braucht – für den Fall, dass dann doch mehr gemacht werden wird/soll. Es wird nämlich doch nicht nur geschaut, sondern evt. auch schon gerichtet/genäht/aufgeräumt/gesäubert/aufgefüllt usw.

Wie auch immer – morgen um 12 soll ich dort aufschlagen, dem Anästesisten nochmal kurz an „jede Berührung ankündigen“ erinnern und einweisen, was er tun soll, wenn ich beim Aufwachen Panik schiebe (mich in Ruhe lassen und mir eingeschaltenen Mp3-Player und Kopfhörer reichen und bloss nicht beruhigend tätscheln), denn das kam durchaus schon vor (grade Zeit zwischen Ausleiten und wach sein ist da kritisch, aber mit Musik klappt das am besten) und mich auf eine Nacht vor Ort einstellen.

Find ich ja nur mäßig gut, weil ich zwar keine Probleme mit Narkosen an sich hab, diese aber häufig ziemlich viel alten Mist (Flashbacks hoch drei) und Panikattacken auslösen – und damit komm ich alleine halt deutlich besser klar als im Mehrbettzimmer.

Aber ehrlichgesagt so ganz überrascht hat es mich jetzt nicht. Denn mit dem Cortison hieß es damals schon, dass ambulante OP’s damit nicht mehr möglich seien.

Nun denn – ist nur eine Nacht, Schlafmittel gibts auch und wenn ich vormittags sehr unruhig bin, darf ich auch Tavor nehmen. Nur das Hydromorphin muss ich morgens weglassen, aber das ist kein Problem. Nach der OP darf ich dann wie ich will (quasi – also Medis mitnehmen und darf sie auch ohne Rücksprache dann nehmen wie ich es brauche – im Rahmen der sonstigen Absprachen dazu).

Große Tasche brauch ich für eine Nacht nur wegen Laptop, großen Kopfhörer und sonstige Unterhaltungsmöglichkeiten und Technikkram. So für alle Fälle – wenn Schlafen gar nicht klappen sollte.

Während der Wartezeit hat sich dann leider meine Sandale aufgelöst. An einer nicht reparierbaren Stelle.  Und ja – das ist schlimm, weil der absolute Lieblingsschuh, super bequem und – was sehr selten ist – ich kann darin gut laufen und ich krieg keine Fußschmerzen (krieg ich ja schon von Schuhen immer).  Die Suche ergab, den Schuh gäbe es sogar noch.

Ich trag ja immer die selben Schuhe – ich hab noch einen der selben Firma für „schicker“ (also nicht wirklich schick, nur halt dezenter als sonst) und Turnschuhe (die sich auch schon auflösen) und dann halt für Herbst ein Paar und für Winter zwei. Sonst hab ich noch ein paar Bade- und Hausschuhe.

Also trage ich erstmal Turn- oder „schicker“ Schuhe (bei der Hitze wohl eher letzteres) und schaue mal wie ich das in den nächsten Monaten hinkriege. Das sollte eigentlich klappen.

Heute noch was anständiges Essen, weil morgen ist dann erstmal nichts (und nein ich werde nach Möglichkeit nicht um fünf aufstehen, nur um ein Brot zu essen).

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