ankommen?

Die – äußere – Ruhe tut gut, ist wichtig, notwendig. Damit ich wieder näher zu mir finde.

Gleichzeitig macht es grade das auch schwierig. Denn bei mir zu sein bedeutet auch sich mit dem inneren Chaos, Ängsten und Gefühlen rumzuschlagen.

Es ist eigenartig – Flashbacks werden dann etwas weniger, aber – intensiver. Statt der zig Themen die in Sekundenbruchteilen wechseln und alles irgendwie lähmen, wird es dann ein oder zwei Themen, die nicht wirklich – klarer – sind, aber hmm – ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll – es ist sonst einfach so viel, dass nichts greifbar ist, es „leer“ wirkt, wie ein Schnelldurchlauf im Film, nur dass die Bilder von mehreren Filmen wahllos durchgemischt sind – es also nicht ein Film, sondern viele gleichzeitig sind.

Mit mehr Ruhe reduziert sich die Anzahl der Filme, so dass man sie auch eher greifen kann, aber es ist immer noch so hinter einer Wand, dass man nichts wirklich sieht, geschweige den erkennt. Nur das Oberthema ist dann – klarer.

Es ist einfach anders – und es wirkt weniger lähmend, weil nicht zigtausend Bilder auf mich einströmen und damit alles fluten.

Insgesamt rutschen Flashbacks dann auch mehr in den Hintergrund. Dafür treten Gefühle leider sehr nach vorne.

Und ab dem Punkt blockiert was. Ich kann mich also so weit nähern, bis die Gefühle auftauchen, dann geht es eher darum, dass der Abstand sich nicht wieder deutlich vergrößert.

Innerlich ist es massive Unruhe und Druck gekoppelt mit einem Flüchten in Ablenkung – irgendwas tun. Das klappt auch – ich kann mich ablenken, aber damit entferne ich mich auch wieder etwas von mir.

Alles in allem ist es gut – weil es verhindert, dass ich immer weiter von mir wegdrifte. Das ist einer der Hauptpunkte, warum Ruhe wirklich nötig ist.

Mir ist schon klar, dass es in mir tobt und zig Themen um Aufmerksamkeit schreien. Themen, die ich aktuell nicht angehen kann – weil dafür die Stabilität fehlt. Und auch wenn es Angst macht, wenn diese innere Unruhe mehr wird, bin ich auch irgendwie froh drüber – weil es mir zeigt – dass ich Zugang zu mir habe. Es ist eher Angst, die mich diesen nächsten Schritt nicht gehen lässt.

Heute ist es gelungen, damit auch irgendwie Frieden zu schließen, es zu akzeptieren, einfach sein zu lassen. Mal mehr, mal weniger, aber im Großen und Ganzen war es heute dann trotzdem ganz gut. Anstrengend, vor allem innerlich, aber im Rahmen.

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