Thera heute

Wir nähern uns der Ursache – für das totale Blockieren.

Unsicherheit.

In den alten Räumen gab  es einen Ablauf, der beinhaltete etwa 65 – 70 Punkte wie:

Wecker klingelt um 12.15 um mich fertig zu machen, Bad, diese eine Hose, dieses eine Shirt, Wecker klingelt um mich an die Zeit zu erinnern – großer Sprung – vor der Praxis, geklingelt wird um 10 vor, hochgehen, Schuhe, Sachen zusammensuchen, Taschentücher in die Ärmel, Ball in den einen, Handengel in den anderen – wieder Sprung – bis ich halt dann im Therazimmer fertig sitze.

Je besser es mir ging, desto mehr durfte im Ablauf durcheinander geraten oder mal vertauscht sein oder wegfallen. Je mehr anders war, desto instabiler wurde ich.

War ich eh schon instabil, durfte entsprechend nur wenig sich ändern.

Ich brauche solche Abläufe – klar strukturiert. Klar von Punkt zu Punkt kommend, weil der Weg bis zum letzten zu groß ist – von Punkt zu Punkt klappt.

Aktuell hab ich keine solche Struktur. Dazu kommt, dass die Räumlichkeiten noch eingerichtet werden und sich dadurch auch ständig ändern und das drumherum weniger – planbar ist.

Im Alltag greift das „destruktive Funktionieren“ – ich mache, was halt zu machen ist. In der Thera geht es ums nicht-funktionieren – nur das da grad nicht viel überbleibt.

Nur Unsicherheit – und die endet irgendwie dann in Panik und Hilflosgikeit.

Diese Unsicherheit übertrage ich irgendwie auf den Thera – ich höre dass er sagt, es ist in Ordnung, wenn Tränen fließen oder Gefühle da sind – aber im entscheidenden Moment – sind da Zweifel – ob es für ihn wirklich ok ist, oder Angst was dann passiert usw.

Ich verliere mich in der Unsicherheit und den Ängsten. Bis ich nur noch dasitze und gar nichts mehr geht. Und ich verstehe es nicht mal wirklich.

Wir arbeiten dran. Aber es ist mühsam – und frustrierend.

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