frustrierend

Solange es keinen Termin gibt, geht es eigentlich ganz gut, aber kaum ist ein Termin wird es eng. Und ist es dann ein schwieriger Termin wie im Moment die Betreuungstermine – dann eskaliert die Situation, ich funktioniere grade so bis er zur Tür raus ist und dann – tilt.

Es sind die ständigen Veränderungen der Termine – auch heute musste er eher los. Morgen wird er dafür etwas eher kommen – wann weiß ich aber nicht. Damit wir die Wohnung schaffen, weil er pünktlich los muss.

Auf der einen Seite sind ja selbst die eineinhalb Stunden schon zu viel, aber ich weiß nicht wann wir es sonst machen sollen – am Freitag ist das MRT und ab nächster Wocher ist er für drei Wochen in Urlaub.

Ich weiß nicht, warum nicht ankommt, dass für mich die Zuverlässigkeit und Regelmäßigkeit so wichtig ist. Er sieht es doch auch an der Wohnung – klappt es mit den Terminen, klappt es auch mit der Wohnung gut. Es ist also nicht nur das was ich sage, er sieht es doch auch.

Wir haben das so oft besprochen und ich merke, dass sprechen immer schwerer fällt – weil es eh nicht ankommt.

Und ich merke, dass da so viel Wut ist – weil die Betreuung es eigentlich leichter machen sollte. Ich mich aber auch gefangen fühle – Angst habe es wieder anzusprechen, Angst, dass er dann aufhört und eine Alternative gibt es grade nicht.

Ich weiß ja, dass er sich bemüht. Dass es ihm schwer fällt sich abzugrenzen und daher die Notfälle der anderen Klienten eben Normalität wurden – aber es ist doch nicht mein Job auf seine Grenzen zu achten. Und vom Kopf her weiß ich, dass es auch nicht ok ist, dass das immer auf meine Kosten geht – aber ich scheue die Konfrontation.

Dabei ist die ja schon da – für beide ist die Situation im Moment unmöglich.

Es ist einfach – frustrierend.

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