ein Tag für die Tonne

Gestern abend hatte ich mich mit der Hand abgestützt und bin erst mal in die Knie gegangen. Plötzliche höllische Schmerzen im Handgelenk. Kurze Zeit später war es dick und es wurde auch sehr warm und leicht rot. Die Schmerzen waren besser. Die Nacht war ungut – mit Schiene aushaltbar, aber wieder deutlich mehr Schmerzen – bei jeder Bewegung/Berührung usw.

Fazit: wieder eine Nervenentzündung, mittlerweile sind die Schmerzen in Ruhe ok, bei Bewegung höllisch, bei Berührung irgendwo dazwischen (mehr bei letzterem, aber besser werdend).

Aber das war heute noch nicht mal das Problem.

Beim Ersatzthera erfahren, dass das ganze Genehmigungsverfahren wegen Klinikaufenthalt bei der Krankenkasse keinen Schritt weiter ist – weil irgenwie das falsche Formular oder so. Also wurde das heute gefaxt, jetzt muss er es noch ausfüllen und hoffentlich zeitnah wieder zurück an die Krankenkasse.

Aber das was wirklich aushebelte war dann wieder mal der Betreuer bzw seine Unzuverlässigkeit. Wir hatten – wirklich ausführlich und deutlich – besprochen, dass er mir heute bis spätestens viertel nach neun bescheid gibt, ob er es bis viertel vor zehn schafft. Wenn ich nichts höre, ist er spätestens viertel vor da.

Weil der Ort, wo ich warten sollte für mich schwierig ist zur Zeit und eigentlich sollte er mich um halb abholen.

Es kam keine SMS – und es kam kein Betreuer. Telefonisch war er nicht erreichbar, also hab ich kurz vor zehn schon sehr aufgewühlt und am Ende das Taxi angerufen. Als das auf dem Weg war kam dann ein Anruf, er wäre jetzt erst fertig geworden und würde kommen.

Was mich ärgert ist, dass ich angeboten hatte es anders zu regeln, er vorschlug, dass er sich melden kann – trotz des Termins den er hatte – und ich mich drauf verlassen hab.

Er sammelte mich dann unterwegs ein, weil noch drei Dinge zu erledigen waren – dann wollten wir eigentlich in der Wohnung was machen. Aber das ging nicht mehr – und in letzter Zeit ist das einfach eher die Regel.

Ich weiß nicht wie ich ihm anders klar machen soll, dass er damit wirklich Krisen auslöst, große Krisen. Dass mir damit dann die Planung und auch Teile oder ganze Termine flöten gehen, wir aber eh immer hinterherhinken mit Arbeit.

Irgendwann war ich zu Hause – völlig fertig und klappte erstmal hinter der Wohnungstür zusammen.

Ich hab diese Unzuverlässigkeit und dadurch ausgelöste Krisen so satt.

Im Endeffekt ist heute also ein Tag zum einmummeln und Welt aussperren. Nichts hören, nichts sehen, nichts fühlen, nichts denken.

Also sitze ich – trotz drei Decken – frierend da und warte darauf, dass dieser blöde Tag endlich vorbei ist.

Ich bin müde.

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