Thera gestern

Ich bin gestern eigentlich sehr ruhig zur Thera gegangen, es war klar um was es gehen sollte und die Situation geklärt. Klar war unsicher ob es klappt, ob ich es wirklich getrennt kriege, ob es klappt – wir wirklich wieder zusammen weitergehen – aber es war soweit alles ok.

Wir hatten anfangs leichte Schwierigkeiten wieder reinzukommen – ich war recht weit weg von Gefühlen und so ging es erst um Angst und Kontrolle als Thema – da triggerte dann was und ich hing in Flashbacks und Körpererinnerungen fest.

Die Flashbacks bekam ich schnell in den Griff – wie meistens – die Körpererinnerungen jedoch sind – ebenfalls wie meistens – ziemlich hartnäckig gewesen. Solange ich da drin stecke, kann ich das dann auch nicht sagen.

Irgendwann bekam ich auch das in den Griff – genug Übung dafür hab ich ja in letzter Zeit wirklich.

Dafür hing ich dann in Täterintrojekten und Widersachern fest. Da hilft dann ja nur noch ein „Reset“ – also Stopp für alle Gedanken/Gefühle/Wahrnehmungen, komplett auf hier und jetzt (räumlich und zeitlich, aber ohne Spüren) orientieren, wieder ganz im Raum ankommen und mit was anderem weitermachen.

Das klappte dann auch und es ging dann um die Sehnsucht nach Ruhe und nach dem Turmzimmer – letzteres eher wegen der Ruhe vor Täterintrojketen/Widersachern, aber nicht nur.

Aber Hinspüren, Fühlen – flutet im Moment sehr, ist einfach nicht auszuhalten – und das war es auch gestern nicht. Von daher klappte das nicht so wirklich. Aber es war für mich dann akzeptierbar – es geht halt grade nicht.

Inwieweit da mit reinspielte, dass es ja der letzte Termin in diesem Raum war, bis zum nächsten Termin 3 Wochen vergehen und dann wird es an einem neuen Ort, neuen Raum stattfinden (ich brauch ja immer eine Weile, bis so ein Raum für mich „sicher“ ist und auch drumherum – ob ich halt, wenn ich aus dem Raum komme noch die Möglichkeit habe mich irgendwo zurückzuziehen um mich zu fangen oder eben gleich „funktionieren“ muss) wird, weiß ich nicht.

Es wäre gelogen, wenn ich sagte, es würde mir nicht zu schaffen machen. Andererseits denke ich, es wird sich eine Lösung finden lassen – und da ich grad eh nicht weiß wie die Umstände sein werden, brauch ich mir da jetzt auch keinen Kopf zu machen.

Alles in allem war es ein sehr anstrengender, aber auch ein sehr guter Termin. Es ist wieder ein miteinander arbeiten und auch ein drauf einlassen können möglich. Das war wichtig, als Gegenpol zu den letzten Terminen, grade wenn jetzt eine Pause ist.

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