Das Jahr 2015 und 2016

Wie jedes Jahr blicke ich zurück auf das letzte Jahr, vergleiche es mit dem letzten Rückblick (kursiv geschrieben) und schaue wo ich hin will, was ich ändern möchte. Nicht als „Vorsätze“ – eher wie ein Innehalten und schauen ob der Weg auf dem ich bin auch der ist, auf dem ich sein möchte.

Aber auch meine Wünsche – was würde ich gerne versuchen, ausprobieren, neu/ganz anders machen, eher spielerisch für mich neu entwickeln oder ähnliches. Nicht als Vorsatz – eher als Wunsch oder Traum, der aber auch realistisch ist, also durchaus umsetzbar. Wobei weniger das Ergebnis zählt, sondern mehr das ausprobieren, mir neue Horizonte erschließen.

Das Jahr 2015

körperlich:

– ich muss deutlich etwas an der Fitness arbeiten, auch wenn ich noch nicht recht weiß wie – wegen Punkt 2

diesen Punkt hab ich leider sehr vernachlässigt – zwar klappte es dann anfangs und mit dem neuen Crosstrainer lief es auch lange gut, aber dann durfte ich erst wegen eines hartnäckigen Infektes und dann wegen Achilles- und Plantarsehnenentzündung lange nicht und da dann eh Krisenmodus war kam ich auch nicht wieder rein.

– das Ausschleichen des Schmerzmittels irgedwie so gestalten, dass nicht alles zusammenbricht – das bedeutet: dran arbeiten, dass ich möglichst auf die Krücken verzichten kann und etwas suchen, das trotz der Schmerzen geht – wie z.Bsp nach Ende des Turnus der Buchbinderei das Montagsschwimmen wieder aufnehmen

Das Schmerzmittel wurde umgestellt und damit läuft es ganz gut. Das Montagsschwimmen ist aber nicht wieder mit reingekommen, da ich es fahrtechnisch nicht hinbekam.

– die Physiotherapie wieder etwas konsequenter und regelmäßig nutzen um die beiden oben genannten Punkte zu unterstützen

Etwas konsequenter war es, aber das darf noch besser werden – muss es auch, weil wir sonst abrechnungstechnisch Schwierigkeiten kriegen

– das Gewicht nicht weiter erhöhen, ideal wäre natürlich senken, aber zumindest halten

tja -das ist leider deutlich nach oben gegangen als ich im März stationär war, dann deutlich runter als ich wegen Zahnarzt auf ein Medikament verzichten musste und wieder ein klein wenig hoch als es wieder rein kam – insgesamt ist es also höher, aber nicht so hoch wie es im März war – ich arbeite da grade dran.

Betreuung, Wohnung und Zwischenmeschliches:

– einen guten Rhythmus mit den Terminen bei der Betreuung finden und Stabilität reinbringen

das hat nicht funktioniert, aber es gibt einen Plan fürs neue Jahr – mit vier Terminen die Woche, die gleichmäßig verteilt sind, statt einem großen Wohnungstermin – ich hoffe sehr es klappt.

– wieder deutlich mehr Stabilität in die Wohnung bringen, so dass ein ausfallender Betreuungstermin nicht einer Katastrophe gleicht

leider gar nicht – dazu fehlte jegliche Stabilität und ich rutschte von einer Krise in die nächste

– die Wohnung wirklich „fertig“ machen, so dass alle Möbel da stehen, wo sie im Endeffekt hin soll

Das haben wir geschafft, es fehlen nur noch die Bilder und auch da bin ich dran.

– weiterhin bei NF und den Gottesdiensten mitarbeiten – auch wenn die Anforderungen für mich aktuell höher sind (mehr Leute, mehr Angst, aber auch teilweise mehr Arbeit, bei mehr körperlichen Einschränkungen)

hab ich gemacht, aber auch die Organisation jetzt abgegeben, weil es einfach zu viel wurde.

– Klavier lernen – und das mit möglichst regelmäßigen Unterricht, der ja im Januar starten soll

auch das hab ich gemacht, da gab es seit den Sommerferien jetzt nicht viel, wegen hartnäckiger Sehnenscheidenentzündung, aber auch das soll wieder anlaufen.

– mich etwas häufiger mit meiner besten Freundin MissMutig treffen 😉

das hat phansenweise gut geklappt, aber es gab auch Phasen, da sahen wir uns wochenlang nicht, hoffe sehr, dass das im nächsten Jahr nicht mehr vorkommt.

– generell mehr Dinge tun, die mir gut tun, am „mir etwas gönnen“ arbeiten

ich finde ich hab mir viel gegönnt – der Crosstrainer war mit das teuerste. Aber auch die drei Konzerte dieses Jahr haben einfach nur gut getan.

Therapie:

– den letzten Turnus Buchbinderei und danach ohne diese Unterstützung klar kommen

Gott sei Dank konnte ich die Buchbinderei weiter machen. Dadurch dass ich dann im Sommer den Versuch bei der externen Buchbinderei startete, konnten wir auch neue Begründungen finden, damit die „alte“ weiterlaufen kann. Zwar mit Pausen, aber immerhin – und das war sehr gut so – denn es war teilweise das einzige was verlässlich war.

– abgesehen vom „geplanten“ Aufenthalt, wenn der Gerichtsentscheid kommt – keine weiteren stationären Aufenthalte

Es gibt immer noch keinen Gerichtsentscheid. Aber zwei stationäre Aufenthalte, weil es einfach nicht mehr ging.

– die Therapie wieder als Therapie nutzen, denn die Basis dafür haben wir schaffen können. Das bedeutet: mehr am Gefühle zulassen arbeiten, mich auch drauf einlassen und gemeinsam Wege finden (wir sind ja aktuell auf dem richtigen Weg)

Nachdem wir da anfangs gut arbeiteten, rutschten wir im zweiten Halbjahr in eine heftige Therakrise, die fast das Aus der Therapie bedeutete – wir versuchen es jetzt hinzukriegen und sind auf einem guten Weg denk ich.

Wünsche

– was würde ich gerne versuchen, ausprobieren, neu/ganz anders machen, eher spielerisch für mich neu entwickeln oder ähnliches. Nicht als Vorsatz – eher als Wunsch oder Traum, der aber auch realistisch ist, also durchaus umsetzbar. Wobei weniger das Ergebnis zählt, sondern mehr das ausprobieren, mir neue Horizonte erschließen.

Ich würde gerne mich selbst aufnehmen. Das ist jetzt nicht neu, aber meistens bleib ich nur ein paar Tage dran, weil dann mein Perfektionismus alles kaputt macht.

Vor allem würde ich gerne den Spaß am Singen aufnehmen. Grade weil ich bei Messen oder NF dieses Jahr gemerkt hab, wenn ich eine gute und stabile (und laute) Sängerin als Partnerin habe, dann kann auch ich losfeuern, weil dann einfach nur noch der Spaß am gemeinsam (und mehrstimmig) singen im Vordergrund steht und nicht ganzen Unsicherheiten – untergehen. Das klappte übrigens auch bei z.Bsp sehr lauten Straßen (ohne Fußgänger!) oder manchmal auch im Wald, wenn ich sicher sein kann, dass mich niemand hört.

Ich erhoffe mir davon, dass ich das dann eben auch ohne Singpartner oder Lärm hinbekomme, dass es unabhängig davon mehr um den Spaß dran geht – und mir neue Räume erschließt.

Um ein erstes Hindernis zum umgehen (die fehlerfreie Gitarrenversion, die auch noch super klingen muss, nichts knacken oder quietschen darf und überhaupt und sowieso), werde ich schauen, dass ich es erst mal mit Playbacks versuche – also fertigen Versionen zum dazu singen. Die kosten zwar meist um die 3 Euro (zumindest für „meine“ Lieder, aber das geht ja ab und an mal eine. Ein paar hab ich ja auch.

Also das Aufnehmen hab ich nicht geschafft, weil ich es nicht hinbekam das ausgewogen zu regeln. Aber ich habe mich mehr mit Playback-Aufnahmen beschäftigt und es ist ein Projekt fürs neue Jahr geplant, dass das reingehört.

außerdem geschafft: die Zahnsanierung!

Das Jahr 2016

körperlich:

– ganz oben steht da, dass ich an der Fitness arbeiten muss – sei es mit Schwimmen oder Crosstrainer oder Aerobic-Kursen – aber ich möchte da wieder regelmäßig etwas tun

– das Schlafmittel, das aktuell regelmäßig genommen wird, wieder ausschleichen und ohne klar zu kommen.

– die Physiotherapie wirklich konsequenter nutzen (mind alle 14 Tage).

– das Gewicht etwas senken – diesmal reicht mir das Halten nicht.

 

Betreuung, Wohnung und Zwischenmeschliches:

– einen guten Rhythmus mit den Terminen bei der Betreuung finden und Stabilität reinbringen

– über die neue Regelung mit 4 Terminen die Wohnung besser im  Griff haben

– die Bilder in de Wohnung weitestgehend fertig haben.

– bei den Anbetungen halbwegs regelmäßig mitmachen

– weiter Klavier lernen und vor allem wieder regelmäßiger üben

– mich etwas häufiger und regelmäßiger mit meiner besten Freundin MissMutig treffen

– generell mehr Dinge tun, die mir gut tun, am „mir etwas gönnen“ arbeiten

Therapie:

– die Buchbinderei gut nutzen um wieder Stabilität aufzubauen

– abgesehen vom „geplanten“ Aufenthalt, wenn der Gerichtsentscheid kommt – keine weiteren stationären Aufenthalte

– die Therapie wieder als Therapie nutzen, weiter dran arbeiten, dass wir das auch hinbekommen und die Krise hinter uns lassen können. Das bedeutet: mehr am Gefühle zulassen arbeiten, mich auch drauf einlassen und gemeinsam Wege finden

– in der Therapie evt die Orte neu gestalten – Turm, Baum, Felsen.

Wünsche

– ich würde gerne für R. eine CD aufnehmen – richtig im Tonstudio – auch wenn ich da etwas Schiss vor habe. Ein entsprechendes Tonstudio hab ich – ich glaube T. ist da der Richtige für.

– ich würde gerne jemanden finden, der mir den Turm auf der Klippe zeichnen oder malen kann, meinen Turm, sturmumtost und doch fest und sicher.

 

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2 Kommentare zu Das Jahr 2015 und 2016

  1. Webschmetterling sagt:

    Liebe Ilana,

    für das neue Jahr 2016 wünsche ich Dir alles Gute,
    vor allem Gesundheit, auch das Spüren von
    Ruhe und Gelassenheit (da denke ich grad dran
    weil ich persönlich das auch für mich wünsche)
    und zudem, dass Deine Vorhaben für 2016
    für Dich alle gut umsetzbar sind.

    Liebe Grüße vom
    Webschmetterling

  2. Ilana sagt:

    Danke! Ich wünsche dir Ruhe und Gelassenheit von ganzem Herzen, ein Auftanken können wieder, leben mit allen Sinnen.

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