Entlassung

Nächsten Montag werde ich entlassen, das hätten sie so im Team besprochen. Weil die Medis sind ja umgestellt und für den Rest müsste ich ja auf eine therapeutische Station. Dass die Wartezeiten von mind 8 Monaten haben, die Suizidgedanken nach wie vor sehr massiv da sind (aber eben keine direkte Drohung), spielt keine Rolle. Oder das eigentlich vier Wochen ausgemacht waren. Egal. Dass ich die vom Team insgesamt genau 5 mal gesehen hab (die Ärztin dreimal und den Oberarzt zweimal jeweils knapp 5 Min.) ist auch egal – es ist egal wie es geht oder nicht geht.

Hauptsache die Medis sind umgestellt.

Dass heute und morgen noch Medis umgestellt werden – übrigens auch nicht – dass ich die zu Hause dann immer noch neu einstellen muss wohl ebenso nicht. Und dass die ganzen abhängig machenden gar nicht reduziert wurden wurde auch mit keinem Wort erwähnt.

Keine Ahnung was los ist, aber sie entlassen nächste Woche sehr sehr viele – was da auch immer dahin ter steckt.

Mir geht es damit nicht gut – denn für mich hat sich – außer der Tablette – nichts geändert, mir geht es unverändert schlecht, ja ich bin etwas näher bei mir, was mir aber grade im Moment nicht zu Gute kommt.

Werde also heute den Großteil meiner Sachen schon mal nach Hause fahren – weil ich Montag ja einen Termin beim Ersatzthera hätte, den ich auch wahrnehmen will/muss. Denn von meinem Thera hab ich ja nach wie vor nichts gehört. Und so will ich nicht mit zig Taschen und co rumlaufen – reicht ja ein riesiger schwerer Koffer.

Leider ist es nicht möglich schon mehr nach Hause zu bringen, weil ich das nicht mehr getragen kriege und wenn ich mit Koffer losgehe, wird das hier nicht gut ankommen.

Wie es weitergehen soll – keine Ahnung. Interessiert hier aber auch keinen. Da hör ich nur ein: dass muss ich selbst schauen. Danke auch.

 

Das war ja meine Angst, dass es dann auf Medis reduziert wird, dass ich die Umstellung lieber gar nicht erst hier machen sollte. Aber es bot sich halt an – tja – jetzt hab ich den Salat.

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