Angst vor heute, morgen, gestern

Heute ist eindeutig ein auf und ab Tag. Insgesamt hab ich das Gefühl es ist ein schlechterer.

Aber ich war in der Kirche und konnte klären, dass ich da mittwochs von eins bis halb drei spielen darf, ich hab mit jemanden Backgammon gespielt und auch Gitarre gespielt.

Die gestrige Probe war toll und ich bin echt stolz auf meine Gruppe. Denn sollte es wirklich so sein, dass ich am 5. nicht raus darf, werden die das alleine machen. Nur eine hab ich noch nicht erreicht und von der hängt es dann ab, aber ich hoffe sie zieht dann mit.

Die eigentlich angedachte (und für mich absoluter Horror und daher schon mit 5 mg Tavor eingeplant) wurde dann abgesagt – weil die, die die macht krank ist. Wann sie ist – ist unklar. Das war für mich mehr als ungut.

Gestern ist leider eine Saite gerissen bei der Gitarre, ich hatte zwar eine alte mit, aber es bedeutet, ich brauche einen neuen Satz. Da habe ich dann mein letztes Geld investiert und rumtelefoniert und hoffe, dass mir das direkt in die Klinik geschickt wird. Ist halt leider ein billiger Satz und nicht die Saiten, die ich sonst nehme, aber das war grad nicht anders möglich. Immerhin hab ich jetzt noch genau 2 Cent bis zum 30.

Mit der Zimmernachbarin das hat sich etwas gebessert, die Nächte sind immer noch ungut.

Morgen ist Visite und ich hab Schiss – ich würde gerne noch mind 2 Wochen bleiben – die brauche ich – eher drei wenn ich ehrlich bin. Aber der Oberarzt macht Druck. Ist dieser ewige Fluch, dass ich nach außen anders wirke, dass ich zwar ständig in Tränen ausbreche, das aber gut versteckt auf der Toilette oder wenn ich allein bin.

Mit dem Thera gab es bisher keine Klärung und somit glaube ich nicht, dass es das weiter gehen kann.

Im Prinzip hab ich überhaupt keine Ahnung wie es weiter gehen kann. Entsprechend geht es mir auch nicht gut. Gar nicht. Das macht der Druck, den der Oberarzt macht leider nicht besser.

Also morgen bitte einige gedrückte Daumen, dass erstmal das mit den 2-3 Wochen klappt – dann kann ich in Ruhe weitersehen – aktuell ist da ja ständig die Angst, dass es heißt, ich darf/soll/muss morgen gehen.

Innerlich bin ich total aufgewühlt, nach außen recht ruhig – von daher verstehe ich ja, dass man es mir nicht so ansieht – ich zieh mich ja auch zurück, seh die nur wenige Minuten die Woche.

Es ist – anstrengend. Aber ich weiß nicht wie ich das zu Hause grade schaffen sollte.

Dieser Beitrag wurde unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik, stationärer Aufenthalt, Therakrise, Therapie veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.