besser

Es wird wirklich langsam besser. Die Tage gehen soweit einigermaßen ganz gut –  da ist noch viel Luft noch oben, aber immerhin auch mal wieder einige nach unten.

Die Nächte sind – schwierig.

Morgen soll ein EKG gemacht werden, für mich ja aktuell ein Horror, so mit Körpererinnerungen, Flashbacks und Co. Unter sehr viel Tavor. Einfach weil eins gemacht werden muss wegen des neuen Medikamentes.

Dann ist die Zeit so ein Faktor, der Oberart macht massiv Druck – ich sehe es – in Anbetracht des zu erwartenden Rückschlags morgen mit 2-3 Wochen realistisch. So dass ich es zu Hause wieder schaffen kann – unabhängig von der Thera.

Doch das muss ich erst klären, ob ich so viel  Zeit kriege. Wird – schwierig, fürchte dass es eher 1-2 werden und das ist klar zu wenig. Dabei würde es ja schon mehr Sinn machen jetzt lieber etwas länger und dafür steh ich nicht in 2 Wochen wieder auf der Matte.

Ganz blöd ist, dass es diese „Belastungswochenenden“ nicht mehr gibt – sprich Samstag nach Hause, Sonntag wieder kommen – man kann nur einen Tag weg und muss da um 18 Uhr wieder auf Station sein.

Jetzt liegt aber mein letztes NF auf nächstem Wochenend (5.) – und ja, das würde ich schon gern machen, zumal wir sonst ein ernsthaftes Problem hätten, weil wieder mal viel zu wenig Musikgruppen.

Auch das muss ich am Donnerstag in der Visite (Gott sei Dank klappt das, dass ich dann alleine mit Oberarzt oder Stationsärztin da sitze mittlerweile) klären. Denn das wäre richtig blöd. Unter der Woche ist bis 22 Uhr kein Problem. Warum das grad am WE dann ist, weiß ich nicht wirklich.

Mit im Raum steht ein geplanter Aufenthalt in einer Therapieeinrichtung – sprich einer Klinik, die keine Akutversorgung macht. Bin da noch sehr skeptisch, weil ja das mit „keine Gruppen“ da immer ein ziemliches Problem war.

Alles in allem hab ich das Gefühl ich bin jetzt endlich angekommen.

Heute geht das Klavier zurück nach Hause – und ja das schmerzt, aber im Endeffekt hab ich nur ein- oder zweimal am Tag kurz drauf gespielt. Dafür kommt die Gitarre her – wenn auch meine alte, weil die leiser ist.

Es ist jetzt ok so – da neue Medikament scheint langsam anfangen zu wirken und zu helfen und der Rest ist halt Ruhe, Ruhe , Ruhe, das ist für mich der schwerste Teil.

Im Moment unterstützt das der Körper indem er Stricken und Zeichnen (meine beiden mitgebrachten Hauptbeschäftigungen) torpediert – Handgelenke zicken gewaltig.

Es wird. Langsam, aber es wird. Und ich bin darüber sehr erleichtert

 

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