WMDEDGT 11/15

Frau Brüllen fragt wie jeden 5. des Monats: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“

6:00 Uhr – auf die Uhr linsen und noch im warmen Bett bleiben

7:00 Uhr – ans Telefon gehen, da MissMutig für heute leider absagen musste und Wecker abstellen – weil ich jetzt ja nicht aufstehen muss

8.00 Uhr – aufstehen und das ist ich glaub seit sehr langer Zeit ein Rekord – bin ich sonst doch immer schon so um fünf wach und spätestens halb sieben auf. Hat aber gut getan.

Nicht so toll war, dass ich mir meinen (individuell angefertigten) Ohrenstöpsel bröckchenweise aus dem Ohr fischen musste –  damit hat sich die Hoffnung, dass das aktuelle Paar noch den Klinikaufenthalt überlebt erledigt. Und die Langarmshirts wohl auch, weil ich erstmal Ohrenstöpselnachschub besorgen muss (erstmal die „Einmaldinger“, die man aber für ein paar Tage nutzen kann, weil eben günstiger als die Alternativen – da ich ja kaum welche ohne Druckstellen und Schmerzen ertrage, hab ich ja nicht so viel Auswahl). Und ja – Ohrenstöpsel haben schon zu Hause eine hörere Priorität als ein blödes Langarmshirt, sie sind einfach ein „muss“ und in de Klinik noch mehr.

9:00 Uhr  – ich sitze im Wohnzimmer, fange hier an zu schreiben, war bereits im Bad, die Katzen sind versorgt und ich sitze nun hier mit 5 Kilo Äpfel, die kleingeschnibbelt und auf Dörrapparat-Gitter gelegt werden wollen. Nebenher soll erstmal „Kim und die Wölfe“ laufen.

10:00 Uhr: bis auf vier  Äpfel sind alle geschnitten, geschichtet, teilweise mit Zimt bestäubt und der Dörrapparat angeschmissen. Die eine oder andere mail wurde beantwortet, Blogs nachgelesen, für Twitter fehlt mir die Ruhe, da hab ich schon seit Tagen nicht mehr folgen können und ich merke, das wieder rein kommen irgendwie auch grad keine Priorität hat.

10.30 Uhr: feststellen dass ich vergessen habe die Zuzahlung für die Krankenkasse für 2016 einzuplanen – was bedeutet, dass ich erstmal schauen muss wie ich das nächsten Monat hinkriege – da wäre sie fällig wenn ich bis Januar den Befreiungsschein will – und den brauche ich ja schon allein für die Fahrten. Ich hasse meine Vergesslich- und Schludrigkeit im Moment sehr – noch so ein Punkt der sehr extrem für den Klinikaufenthalt spricht. Das bin ich einfach nicht. Hab ja sonst auch immer Plan A-F im Kopf.

Achja ich muss übrigens meine Meinung zu den Feurigen Flammen von Haribo von gestern revidieren – ich erwischte nämlich eine Flamme, die wirklich feurig war – also mir zu scharf (und ja – ich mag scharf eh nicht so) – traute mich dann aber nicht zu testen ob vielleicht die unterschiedlichen Farben für unterschiedliche Schärfe stehen oder es Zufall ist. Also alle die scharf mögen: die Feurigen Flammen von Haribo find ich scharf, die eine gelbe die ich aß war ok und gut, die Schärfe ok, die dunkle Flamme war mir definitiv zu scharf – die anderen nicht getestet, insofern kann ich nicht sagen wie es sich da verhält, nur dass die beiden eben sehr unterschiedlich war. Wenn also jemand testen will – ich hätte hier ein paar über.

18:00 Uhr: um halb eins ging es zur Thera, die heute dann so richtig eskalierte und das „aus“ steht mehr als nur im Raum. Nach viel Verzweiflung und Tränen gab es noch ein tränenreiches Gespräch bezüglich eines Notfallmittels und das Angebot da als Vermittler zu fungieren (das war ja vor 2 Wochen schon mal Thema) und danach eine mail an den Thera mit eben diesem Vorschlag. Ob er ihn annehmen wird, das ok findet oder nicht – keine Ahnung.

Mittlerweile wirken ein Teil der Medikamente – abschießen – wie so oft in letzter Zeit. Besser als die vorhin durchaus im Raum stehende endgültige Lösung (und nein es besteht keine Gefahr mehr, das Notfalltelefonat hat geholfen).Wobei die Medis heute bei weitem nicht so gut wirken wie sonst. Und plötzlich ist eine stationäre Aufnahme nächste Woche doch wieder arg weit weg.

Also gleich Bett, Decke über den Kopf, Welt aussperren und hoffen, dass die Medis bald so wirken, dass ich schlafen kann. Und es morgen früh dann etwas besser ist. (Und ich nicht bis nächste Woche auf eine Antwort warten muss).

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