Start in die Woche

Die Buchbinderei fiel aus, da ich keinen Fahrer gefunden hab und „meiner“ nicht konnte.

Also stand nur der Wohnungstermin mit dem Betreuer an und Wäsche waschen. Wobei für mich eben während ersterem auch vor allem die Pflanzen irgendwie wohnungstauglich kriegen auf dem Plan stand.

Bei einer Pflanze hab ich massiven Schädlingsbefall – und ich kann nicht rausfinden was es ist – ich hoffe grad dass das nur abgestreifte Kokons von Trauermücken sind – es sind weiße spinnenartige ca 5 – 7 mm Tierchen, die fast nur Häärchen sind, also ganz fein, die nicht wie Milben aussehen- auch nicht wie Wollläuse oder so. Eigenartig. Ist leider mein kleinerer Papyrus, der jetzt erstmal ins Schlafzimmer in Quarantäne kam, den letzten Rest Pflanzenschutzmittel für saugende Insekten abbekam und jetzt einfach mal abwarten was sich da entwickelt oder ob der überlebt.

Da ich auch massig Trauermücken an der Fensterscheibe hatte, hab ich auch endlich die Nematoden ausgebracht (ich weiß ja, dass ich die brauche wenn ich die Pflanzen vom Balkon reinhole, hatte sie auch schon hier liegen, nur die letzten Tage irgendwie nicht geschafft das endlich mal auszubringen), dabei fast in der Dosierung geschlampt – so dass es grade so auch für die größeren Töpfe reichte (dafür ist in den kleinen vermutlich zu viel, was bei Nematoden ja egal ist).

Achja und endlich die Pepino zurückgeschnitten – radikal – nur die Äste mit Früchten oder Blüten sind geblieben.  Da sie in den letzten Wochen nochmal massig Blüten bekommen haben (und auch ein paar neue Fruchtansätze) wird es dieses Jahr wohl nichts mit radikal zurückschneiden wie sonst. Von daher hoffe ich sehr, dass ich hier nicht die übliche Spinnmilbenplage kriege, die Pepinos ja drinnen gerne haben.

Wie auch immer – die wichtigsten Pflanzen sind jetzt drin, der Rest bleibt draußen und muss draußen überwintern. Einzig die Süßkartoffel werden noch irgendwann geerntet, da sie aber ihre Blätter noch nciht abgeworfen haben, sind die wohl noch nicht so weit.

Jetzt muss der Balkon nur noch gründlich gesäubert werden – das wird viel Arbeit und ich hab noch keine Idee wie ich das hinkriegen soll. Da da aber noch geschnittenes Zypergras und Vogelfutter und -kot rumfliegen – muss das sein. Bisschen leid tut es mir um die Chili- und Snackpaprikapflanzen – davon hab ich so viele Setzlinge (wobei ich bei den einen nicht mehr weiß was davon sie sind – ob Chili, gelbe oder rote Snackpaprika) – schätze da werde ich nur zwei oder drei der starken Setzlinge irgendwann reinholen – und den Rest lassen. Ich hatte dieses Jahr definitiv zu viele Paprika – kann sie nicht mehr sehen und bin ja eh nicht so der Paprikamensch. Ja – mal in den Salat oder so – lecker, aber mehr brauch ich dann auch nicht.

Was heute aber auch klar wurde – nach dem Wohnungstermin – körperliche Anstrengung führt dazu, dass der Körper danach völlig streikt – dabei war es heute alles nicht wirklich – anstrengend – aber es reichte offensichtlich, damit ich danach erstmal 2 Stunden das Bad nicht verlassen konnte.  Ehrlichgesagt kann ich das nicht mehr so richtig einordnen – es geht da nicht um Kondition oder so –  es gibt auch keinen Punkt, an dem ich merke: jetzt wird es viel – sondern es kippt dann gleich.

War jetzt heute nicht so tragisch, weil eh nichts weiter zu tun war, nur auffallend.

Morgen geht es dann zur Buchbinderei, zurück mit dem Betreuer, der aber nur die Fahrt übernimmt. Mittwoch dann nochmal einer der schwierigeren Arzttermine (und hoffentlich eine Erklärung, warum der eine Test, um den es eigentlich ging, nicht gemacht wurde – oder noch lieber Ergebnisse), Donnerstag Thera (vor der mir wirklich graut grade), Freitag evt. Buchbinderei, dann Termin mit Betreuer und wir wollen die Tiefkühle leer machen.

Meine Tiefkühle ist ja ein Eisberg. Also so richtig – mehr Eis als sonst was. Zum Abtauen braucht es da viel Zeit und Geduld – aber vor allem sind da Dinge eingefroren, die nicht mehr essbar sind, weil halt direkt mit dem Eis in Kontakt (das hält auch kein noch so teurer Gefrierbeutel auf Dauer aus). An einiges kommt man auch nicht mehr ran.

Seit zwei Jahren eier ich da jetzt rum, weil das halt drinnen auch schwierig ist –  wo soll ich auch den Kram unterbringen, denn es geht nicht darum das für ein paar Stunden zu kühlen.

Also soll jetzt alles raus, richtig ausgemistet werden (also wirklich richtig), eine Liste, was noch da bleibt, damit ich dann beim Großeinkauf das einplanen kann – und im Idealfall die Tiefkühltruhe fast leer kriege. So leer, dass das Abtauen dann auch mal 2 Tage dauern darf – oder drei (weil geputzt werden will der dann natürlich auch gründlich).

Mehr als nur dringend nötig.

Ich hab das immer geschoben, weil der Tiefkühlschrank eigentlich ersetzt werden müsste. Er ist super laut (nicht nur vom vielen Eis), hat keine einzige Klappe mehr, alle Schubladen sind gebrochen, eine Aufhängung für einen Einlagebogen ist gebrochen usw usf.

Naja und so war halt immer irgendwie im Hinterkopf – irgendwann gibt es einen neuen, dann kann ich den alten runterstellen und das ganze ist weniger Arbeit. Aber es kam halt immer was anderes dazwischen – was angeschafft werden musste – und durch Zahnarzt ist auch klar, dass es im nächsten Jahr wohl keinen neuen geben wird (abgesehen davon wäre auch der Kühlschrank zu ersetzen und der Lattenrost und der Alibert und noch so einiges, das hier nur provisorisch zusammen gehalten wird).

So wie es jetzt ist, kann ich ihn nicht nutzen, weil kein Platz – weil Kram drin ist, den ich so eh nicht nutzen kann. Versuche das alleine anzugehen scheiterten an totaler Überforderung – daher war klar, ich muss das mal mit dem Betreuer machen. Nur dass wir eh nicht wirklich hinterher kommen mit der Arbeit.

Bevor er also Anfang November in Urlaub ist, müssen wir da ran.

So und jetzt ins vorgewärmte Bett (ich liebe mein Wärmeunterbett!), vielleicht noch ein Süppchen (wobei mir dafür grad die Einlagen fehlen – Knödel oder Fritatten oder Griesnockerl – leider nichts mehr davon da und kein Nerv was zu machen, hmm – vielleicht ne Eintropf?), zum lesen freu ich mich auf mein zweites Buch von Barry Jonsberg „Flieg, so hoch du kannst“, hab ja „Das Blubbern von Glück“ sehr gern gelesen und bin gespannt ob auch dieses Buch ähnlich Spaß macht. Vor allem weil ich gestern „Scherbenmädchen“ von Liz Coley beendet hab, das ja vom Thema her jetzt doch eher schwerer ist.

Dieser Beitrag wurde unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Kommentare zu Start in die Woche

  1. Regenfrau sagt:

    Hallo, wenn ich meine Tiefkühltruhe (3 große Schubladen) abtaue, nehm ich alles raus, tu es in eine Kühltasche, das ganze auf den Balkon stellen (natürlich nur bei kühlen Temperaturen), dann mit dem Wasserkocher heißes Wasser machen, den in einen großen Topf das ganze in die Truhe stellen (Schubladen vorher raus). Tür zu nur einen spaltbreit auflassen (klemme Schwamm dazwischen), nach ner halben Stunde kann man das meiste gut mit dem Pfannenscchaber/Messer abbrechen, kratzen. Zur Not das Wasser nochmal heiß machen und wieder reinstellen.
    Das geht wunderbar leicht und dauert höchstens 2 Std.
    Vielleicht klappts ja so 😉
    Liebe Grüße

  2. Ilana sagt:

    So mach ich das normalerweise auch, nur dass es länger dauert und es einige Wasserwechsel braucht. Hab aber auch 7 Fächer/Schubladen. Da er aber nicht nur vereist, sondern voller Eis ist, klappt das leider nicht mehr – ich krieg nicht mal einen Topf rein.

Kommentare sind geschlossen.