Thera heute

Tja und heute bekommt die aktuelle Thera wieder die Kategorie „Therapiekrise“

Ich dachte ja es liegt nur an der Kommunikation, Verständigungsprobleme halt. Heute dann eine wirklich gute Zusammenfassung des Theras – wo ich grad stehe so in etwa.

Und danach  Infos, die zumindest klar machen, warum wir aktuell nicht zusammenkommen, aber leider auch, dass wir ein ernstes Problem haben.

WEil Dinge, die für mich grade sehr wichtig wären, für ihn gar nicht gehen.

Ein Beispiel: wenn es ums Fühlen geht oder was auch immer – es ist ein innerer Kampf, gegen Automatismen, Täterintrojekte, alten Mist und Co – all das verbietet das Fühlen – und da ist der kleine Teil, der hinter dem Mist steht, der fühlen will, der fast platzt und ertrinkt in Tränen, der verzweifelt gegen diese ganzen Anteile ankämpft um sich das Fühlen dürfen zu erkämpfen.

Aber es ist purer Kampf.

Kampf dieses kleinen inneren „ichs“ gegen Täterintrojkete (mehrere), Automatismen, Zweifel (ist es wirklich ok?), Ängste usw. All die Stimmen der Anteile werden oft so laut, dass das „ich“ nicht mehr hörbar ist.

Für den Thera gehören aber alle Anteile zum „ich“ – das ja unterschiedlich definiert werden kann – und ja er kennt die Definition von mir, dass das eben ein Anteil von mehreren ist, wobei die ja noch in „sollen auch bleiben“ und „sind für mich schädlich“ unterschieden werden.

So ist das „normale“ Funktionieren durchaus ein Anteil der für mich gut ist – schädlich wird es nur dieses „überzogene Funktionieren“.  Als ein Beispiel jetzt.

Großes Problem: der Thera sagt klar, in diesem Kampf kann er nicht eingreifen, keine Partei ergreifen. Weil für ihn ja alle Anteile zu „mir“ gehören. Für ihn da auch seine Definition zählt, weil das in diese Anteile aufgliedern eher kontraproduktiv sei – es soll ja mehr Einheit werden.

Er kennt das nicht – für ihn ist da nicht so getrennt.

Er brachte ein wunderbares Beispiel: die Anteile sind wie Organe – jedes für sich und eigenständig, es gibt zwar Verbindungen zu anderen, manche arbeiten auch miteinander, aber jedes ist eigenständig und klar „extra“.

Genauso ist es – je  stabiler ich bin, desto fließender und harmonischer ist das Miteinander, je schlechter es mir geht, desto schwieriger werden die Verbindungen und abgehackter und manche sind dann auch nicht mehr da – oder nicht mehr steuerbar.

Der Unterschied: für ihn geht es darum das zu einer Einheit zu machen, für mich darum die Organe Organe sein zu lassen und halt zu schauen, dass die zu einem guten Team werden, gut zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen wenn nötig. Aber es geht nicht darum aus allen Organen – eins zu machen.

Und ja – wenn er die Täterintrojekte gleich wichtig nimmt wie den Anteil der dagegen ankämpft – dann ist das für mich wie Verrat – weil er dann den Täterintrojket-Anteil unterstützt. Ihm noch mehr Macht und Zuspruch gibt, noch mehr „du darfst sein“. Die sind eh schon so viel stärker und statt den Teil zu unterstützen, der dagegen was macht – unterstützt der den eh schon stärkeren Teil.

Das ist für mich ein No-Go.

Und mir ist durchaus klar, dass ich das getrennt kriegen müsste, immerhin weiß ich ja wie er es meint und warum er das so sieht, dass sein „ich“ eben ein anders ist als meins usw.  Aber Fakt ist: ich krieg es nicht getrennt, ich fühl mich verraten und verkauft und im Stich gelassen.

Immerhin wissen wir jetzt wo das Problem liegt.  Naja – eins zumindest.

Es sind noch ein paar – und zumindest bei zweien hab ich nicht die geringste Ahnung wie wir eine Lösung finden sollen – weil das Dinge sind, die für mich – in der Therapie! – nicht diskutabel sind – das mit dem Partei ergreifen ist eins davon. Wie gesagt gibt es noch ein weiteres.

 

Naja und dann das die verschiednene Ansichten grade einfach nicht passen. Dass meinen immer seine gegenübergestellt werden (was ja vollkommen in Ordnung ist), aber eben auch, dass ich auf meiner Leiterstufe sitze mit meiner, er mit seiner 10 Stufen höher und dann ein „meine ist besser, sinnvoller, was auch immer – kommen Sie doch einfach hoch“ durchklingt – aber kein: ich komm man runter und dann schauen wir wie wir weitermachen.

Es ist als würde er seines nicht als Ziel haben, sondern als Vorraussetzung, während es für mich schon als Ziel oft zu weit entfernt ist. Und alleine schaff ich es sowieso nicht dahin – da bräuchte ich seine Hilfe und Unterstützung.

So drehen wir uns im Kreis.

Wie gesagt – zwei Punkte, die da sicher mit einer Rolle spielen haben wir heute aufgedeckt. Ich glaube nicht dass ich ihn falsch verstanden habe, er hat es nämlich auf vier verschiedene Arten erklärt.

Und ja vom Kopf her versteh ich das, kann ich das nachvollziehen, finde es auch sinnvoll – aber es passt nicht zu mir. Nicht zu meiner Art zu denken, fühlen, handeln, zu den Anteilen. Und die kann (und will!) ich nicht wegzaubern. ja es hapert gewaltig am Miteinander da im Moment – aber mein Ziel ist eben ein besseres miteinander und nicht ein „verschmelzen“.

Sollte das irgendwann passieren ist das in Ordnung, ich beharre nicht auf den Anteilen, aber ich hab sehr mühsam lernen müssen die überhaupt irgendwie zusammenzukriegen, zu einem Miteinander zu überreden usw. Und ich finde das hatte ich ziemlich gut geschafft. Bei weitem nicht perfekt, klar – deshalb hab ich ja wieter dran gearbeitet – vor allem beim Fühlen happerte es ja gewaltig. Aber es gab ein Miteinander, dass auch gut klappte.

Für mich ist das eher ein „ein Schritt nach dem anderen“.

Was das ganze allerdings grade arg problematisch macht: es kocht natürlich den alten Mist mit dem alten Thera hoch – da ging es zwar nicht ums Partei ergreifen (das ist neu), aber es ging um die Anteile. Die waren dann zwar mehr Vorwand, aber das was damals passierte, ist ja immer noch nicht aufgearbeitet.

Und kocht jetzt ganz gewaltig hoch. Kann ich ja grad besonders brauchen.

Naja – und eh grad eine Phase, in der die Thera dringend als Unterstützung bräuchte und dann fällt die vielleicht weg.

Achja – wir haben aktuell keinen wirklich ausgemachten Termin – nur ein: schreiben Sie mir bitte eine mail und dann sehen wir weiter. Ich erwarte jetzt also auch eine Antwort auf die mail und ehrlichgesagt auch noch einen weiteren Termin – in dem sich dann entscheidet ob es ein weiter gibt oder wir es wenigstens versuchen oder eben nicht. Weil da die Ansichten einfach zu weit auseinandergehen.

Und weil das mit auf Antwort warten für mich das Thema permanent hochgekocht hält, gab es noch eine mail mit der Bitte mir doch zu schreiben wann ich in etwa mit einer Antwort rechnen kann, weil er es zeitlich auch schafft – damit ich nicht alle 5 Minuten schaue ob eine mail angekommen ist, sondern eben dann bis dahin das auch möglichst wegschieben kann (naja soweit möglich halt).

Irgendwie ja schon fast gut, dass ich eh ganz unten bin – so viel Abstürzen ist gar nicht mehr möglich, das ist – wenn auch das einzige – positive an einem „bin absolut auf dem Boden, tiefer kann ich nicht mehr fallen“. Da Gefühl dass es nicht mehr tiefer geht hat man während des Falls ja leider häufiger – und wird dann eines besseren belehrt. Doch seit etwa 2 Wochen bin ich halt unten angekommen. Ist sch.. und ungut – aber die großen und vielen Abstürze fehlen mir nicht – und immerhin weiß ich jetz: ja – wirklich ganz unten, kein „Pseudounten und es folgt der Beweis, dass es doch noch tiefer geht“.

Und weil es so passt: heute kam ein Brief vom Arzt: es ist kein bösartiger Tumor – warum darauf getestet wurde weiß ich nicht, entsprechend überrascht war ich dann ob des Briefes, weil es um einen bestimmten geht und ich hab da absolut Null Symptome für, der stand also wirklich nie im Raum. Dafür wurde aber das um was es eigentlich ging nicht getestet. Neverending Story. Mal sehen was ich da nächsten Mittwoch zu höre als Erklärung oder so.

Medis wirken, also jetzt ins Bett und den Rest abschießen.

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