Musik

Wieder Musik hören können – ich mein wirklich Musik hören, bewusst, eintauchen. Das hat mir so sehr gefehlt.

Weil einfach zu viel – traf, ausgelöst wurde und ich dann wie ein Häufchen Elend in der Ecke saß.

Es ist immer noch ein rantasten und es gehen nur wenige Stücke – aber immerhin geht überhaupt wieder Musik hören.

Und mitsingen können – überhaupt das Singen als Skill, zum runterfahren, beruhigen, bei mir ankommen.

Beides nicht möglich, weil ich es nicht aushalten konnte, es nur aushaltbar war, wenn ich möglichst weit von mir weg war/bin.

Aber es findet wieder ein kleines Annähern statt. Noch sehr distanziert, noch sehr vorsichtig und doch ist dann plötzlich etwas dabei, dass bis ins innerste trifft und nur noch die Flucht weg von mir möglich ist.

Auch wenn nur ein oder zwei Stücke gehen – bevor ich wieder abbrechen muss, ablenken, fliehen muss – sind das ein oder zwei mehr als in den letzten Wochen möglich war. Da war Musik hören (und auch da nur ein einziges Lied) nur beim Zahnarzt möglich – und selbst da konnte ich nicht mehr in die Musik eintauchen, diente es nur zur Ablenkung.

Wirklich Musik machen geht nicht – aber morgen beginnt der Klavierunterricht – das ist ja was anderes – da geht es mehr um Üben, um Technik, das sollte gehen. Vielleicht sollte ich die Gitarre doch mal wieder aus der Garage holen, da steht sie aktuell nämlich, weil spielen nicht ging und sie zu sehen – nur weh tat.

Mir war gar nicht klar wie sehr mir das fehlt – die Flucht in die Musik, die Ausdrucksmöglichkeit der Musik, dieses berührt werden von bestimmter Musik, als würde sie in jede Zelle fließen und fast vibrieren.

Klitzekleine Schritte  – in die – hoffentlich – richtige Richtung.

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