sonst so

Ganz allgemein ist diese Woche sehr viel besser als letzte. Ich merke noch die „Nachwehen“, bin unglaublich müde, schlapp, hab permanent Durchfall (was dann auch teilweise sehr extrem wird, weil halt keinerlei Reserven mehr da), einfach – leer.

Aber auch „gefühlsleer“ – wobei leer da nicht stimmt – ich bin einfach alle, aber nicht ständig am rumheulen oder verzweifelt oder sonst was. Selbst das Gefühl der Überforderung ist aushaltbar.

Da die ersten Tage im Zyklus immer Ruhe rein bringen, ist das jetzt nicht so verwunderlich – und ich bin einfach nur froh mal durchatmen zu können. Ruhe ist anders – aber ich bin ja aktuell wirklich schon froh, wenn es nicht diese permanenten Abstürze gibt. Ok – vielleicht kann es die grad auch nicht geben weil ich unten bin – aber hey – das ist immer noch besser als der Absturz an sich.

Nachdem das Krankenkassen-Fiasko wegen Zahnarzt weiter geht, war auch klar, dass ich den einen Zahn definitiv nicht ändern lasse, sondern mich daran gewöhnen werde – von daher hab ich gestern Abend dann auch wieder mit dem Medikament angefangen.

Was mir eine Nacht bis morgens um viertel nach sieben beschert hat – eine mit Schlaf wohlgemerkt. Und einen leichten Hangover, den ich jetzt nicht erwartet habe bei dieser noch sehr extrem niedrigen Dosierung.

Heute Nachmittag hab ich auch nochmal 2 Stunden geschlafen, weil ich einfach nicht mehr konnte – dummerweise fiel es sehr schwer danach wieder – wach zu werden – so dass es doch gut 2 Stunden wurden, statt einer geplanten. Aber hey – Schlaf!

Und ich hätte gar nichts dagegen wenn es bei dieser Dosierung bleiben würde – da ich das ja aktuell selbst regeln kann und soll (mind. 5 Tage bei einer Dosierung bleiben, dann in vorgegebenen Minischritten steigern bis es für mich „reicht“ – wobei das Maximum bei der Dosierung liegt, die vorher eben „meine“ war – und die ich sicher nicht brauchen werde, das war vorher schon klar), hab ich da ja freie Hand quasi.

Vor allem hoffe ich damit, dass damit wieder deutlich mehr Schlaf reinkommt.

An die „alte“ Buchbinderei ist eine mail raus, weil es da ein paar Fragen für mich zu klären gibt, ich merke halt, dass ich auch da „überfordert“ bin, was aber an Umständen liegt, die sich ändern lassen, was ich dann in dem Moment nur nicht tue. Leider war es dann vor Ort für mich auch nicht möglich das anzusprechen. Daher jetzt quasi ankündigen per mail.

Im Prinzip geht es da nur darum, dass ich mit dem aktuellen Projekt schlecht weiterkomme, weil ich vor Überforderung kaum denken kann. Gleichzeitig möchte ich das Projekt auch weitermachen. Es geht also nur darum eben zu sagen, was das Problem ist, warum ich da grad nur so langsam weiterkomme (von deren Seite ist da überhaupt kein Druck, den mach ich nur mir selbst – auch nicht mit „es muss schneller gehen“, sondern, dass es sinnvoll wäre, wenn ich die Gründe erkläre), aber auch dass ich für zwischendrin was kurzes brauche, bei dem ich weiß was ich tue (denn beim Projekt geht es grad darum einen Prototypen zu entwickeln, der sich auch gut umsetzen lässt, weil das Teil dann in 10-facher Ausführung gebraucht wird – von daher geht es nicht nur um „irgendwie zusammenschustern“, sondern eben auch praktikabel halten – entsprechend ist es viel probieren, schauen und nicht wirklich wissen was ich da mache 😉 ).

Von daher ist es nur ein: so ist die Situation, ich brauche ein zweites – einfaches – Projekt wie eine Buchreparatur oder so – die eben auch zwischendrin mal machbar ist, wo klar ist was ich mache(n muss), es nur ums „machen“ geht und nicht ums überlegen, wie könnte man dies oder jenes umsetzen, damit das nicht nur hält, schön aussieht, funktional ist und vor allem auch für „Massenfertigung“ geeignet – ähm – ja – und meinem eigenen Perfektionismus, der unter der „neuen“ Buchbinderei einen neuen Level erreicht hat und so gar nicht mehr zur „alten“ Buchbinderei passt – irgendwie auch gerecht wird.

Wobei ich das Wort Perfektionismus ja da fehl am Platz finde – weil es eben alles andere als perfekt ist, aber eben für die „alte“ Buchbinderei trotzdem dicke reicht.

Ist halt wie bei einem Handwerk – der, der das als Hobby macht, nie gelernt hat usw – hat andere Ansprüche als der Handwerksmeister, der das für teures Geld für einen Kunden macht. Verständlich, klar  – aber für mich grad bisschen schwierig da eine Orientierung zu finden die für mich – passt.

Wie gesagt – geht es in der „alten“ Buchbinderei da wirklich nur darum das anzusprechen, kurz zu klären und damit hat es sich dann auch – das ist dort kein Problem  (Gott sei Dank!). Da krieg ich auch die Hilfe/Unterstützung, die ich brauche, damit das wieder gut wird und nicht diese Überforderung bleibt, die es jetzt ist. Ich muss das nur sagen/nutzen.

Das ist jetzt in die Wege geleitet, weil die Leiterin auf die mail auch reagieren wird und ich somit gar nicht mehr auskomme das auch zu klären – keine Ausrede mehr mit vergessen/verdrängt.

Was die „neue“ Buchbinderei angeht zeigt sich immer mehr, dass das wohl auf Dauer so nicht klappt. Ideal wäre wohl eine sehr lose Anbindung – mit nur einmal die Woche 2,5 oder 3 Stunden und gut. Das wiederum ist natürlich für die Buchbinderin kaum tragbar – weil ich immer noch in der „Lernphase“ bin und das wäre ich dann wohl die nächsten 10 Jahre in dem Tempo.

Geplant ist jetzt die 2x die Woche ab nächster Woche auch konsequent zu machen – ab übernächster sind es auch feste Tage – so dass da mehr Rhythmus reinkommt – auch geplant ist dass von der Betreuung her wieder mehr Rhythmus reinkommt – und vielleicht zeigt sich dann dass es auch mit 2x die Woche für mich gut machbar ist.

Mal sehen. Ansonsten erstmal bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Buchbinderin für 5-6 Wochen weg ist – und in der Zeit eine endgütlige Entscheidung treffen.

Insgesamt ist es seit Sonntag deutlich besser – dazu kommt jetzt dass Medikament was wieder rein kommt und ich hoffe daher, dass wirklich einfach mehr – Ruhe  – einkehrt. So dass ich mich meinen Grenzen wieder annähern kann und irgendwann auch wieder vor die Grenzen komme  und Ruhe auch wiede spüren kann.

Ob jetzt das neue homöopathische Mittel, das Ende des Zahnarztes, der absolute Tiefpunkt letzte Woche, das Medikament oder die grade mal zur Ruhe gekommenen Hormone eine Rolle für das „besser“ spielen, ist mir ehrlichgesagt sowas von egal. Vermutlich alles zusammen. Hauptsache es wird – besser. Handhabbarer. Und im  Moment ist es das meistens.

Klar gibt es immer noch kleine Einbrüche, aber die sind – abfangbar. Darf gerne so bleiben und darf natürlich noch lieber gerne besser werden. Nur nicht wieder schlechter bitte. Auch wenn da nicht mehr viel Spielraum ist nach unten – ist mir auch dieses bisscheh höher wirklich sehr wertvoll.

 

 

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